Razer Kraken V3 HyperSense - Test/Review
Das neue Razer Kraken V3 HyperSense soll mit haptischen Bässen ein neues Level an Immersion erreichen.
Von Christoph Miklos am 11.01.2022 - 03:14 Uhr

Fakten

Hersteller

Razer

Release

Q4 2021

Produkt

Headset

Preis

ab 135,90 Euro

Webseite

Media (6)

Einleitung & Datenblatt

Einleitung


Das neue Razer Kraken V3 HyperSense soll mit haptischen Bässen ein neues Level an Immersion erreichen. Wir haben das natürlich getestet!

Über Razer


Razer ist der weltweit führende Anbieter von professioneller Gaming-Hardware, Software und Systemen. 1998 wurde das Unternehmen in Carlsbad, Kalifornien, gegründet. Heute hat Razer weltweit neun Niederlassungen. Razer-Produkte werden von den anspruchsvollsten Profi-Gamern weltweit in Turnieren benutzt und bieten Spielern den entscheidenden Wettbewerbsvorteil durch Spitzentechnologie und preisgekröntes Design. Wir leben unser Motto: For Gamers. By Gamers.

Datenblatt


• Bauart: Kopfhörer (Over-Ear) • Bauform: Kopfbügel • Prinzip: geschlossen • Mikrofon: Mikrofonarm (abnehmbar) • Anschluss:USB • Wireless: nein • Kabel: 2.0m, einseitig • Steuerung: Lautstärkeregler, Mute-Taste • Frequenzbereich: 20Hz-20kHz (Kopfhörer), 100Hz-10kHz (Mikrofon) • Impedanz: 32Ω • Empfindlichkeit: 96dB • Treiber: 50mm • Zertifiziert für: Discord • Gewicht: 344g • Farbe: schwarz • Besonderheiten: Virtual 7.1-Surround (THX Spatial Audio), RGB-Beleuchtung (Razer Chroma), Vibration
Preis: 136 Euro (Stand: 11.01.2022)

Testplattform


• Mainboard: ASUS ROG Crosshair VIII Dark Hero • Prozessor: AMD Ryzen 9 5950X • Arbeitsspeicher: Ballistix Elite DIMM Kit 32GB, DDR4-4000 • Grafikkarte: ASUS ROG Strix GeForce RTX 3090 OC • Prozessorkühler: Alpenföhn Gletscherwasser 360 High Speed • Wärmeleitpaste: Arctic MX-5 • Netzteil: Seasonic Snow Silent 1050W • Soundkarte: Creative Sound BlasterX AE-5 PLUS • Festplatten: KIOXIA EXCERIA PLUS SSD 2000GB • Gehäuse: be quiet! Silent Base 802 weiß • Betriebssystem: Windows 10 Home 64-Bit • Peripherie: Razer Viper Ultimate, Sharkoon PureWriter RGB • Monitor: LG UltraGear 34GN850-B • Zimmertemperatur: ca. 21°C
• Sonstiges: diverse Computerspiele, Audio-CDs und DVD-Filme

Verarbeitung & Technik

Verarbeitung


Unser Testmuster kommt in einem stabilen und farblich bedruckten Karton daher. Das Headset gibt es ausschließlich mit schwarzer Beschichtung, wurde -fast- komplett aus Kunststoff gefertigt und bringt 344 Gramm auf die Waage. Die gesamte Konstruktion ist sehr stabil gestaltet und damit selbst im harten eSport-Alltag für eine lange Einsatzdauer ausgelegt. Die Kopfhörer des Headsets sind über einen breiten Bügel miteinander verbunden. Im Inneren des Bügels sorgt eine Metallschiene für die nötige Stabilität. Die Ohrpolster sind aus einem „Hybrid-Stoff“, konkret handelt es sich dabei um weiche Kunstleder-Polster mit einer Stoffinnenseite. Unter diesen werden die Ohren zwar schnell warm, durch die Stoffflächen wird es allerdings nicht allzu schwitzig unter den Ohrmuscheln. Praktisch: Die Ohrpolster können abgenommen und bei Bedarf ausgewechselt werden. Das Mikrofon befindet sich auf der linken Seite und ist abnehmbar. Der Anschluss erfolgt über ein zwei Meter langes, stoffummanteltes und sehr flexibles USB-Kabel. Für optische Akzente sorgt die anpassbare Razer Chroma RGB-Beleuchtung an den Außenseiten der Ohrmuscheln. Verarbeitungsmängel konnten wir an unserem Testmuster nicht feststellen.

Technik und Software


Die Lautsprecher befinden sich in geschlossenen Gehäusen, welche gut isoliert sind, um Außengeräusche in einem hohen Maß zu dämpfen. Als Kopfhörer eingesetzt, bietet dies zugleich den Vorteil, auch die Umgebung selbst bei lautem Musikgenuss nicht zu belästigen. Für die Wiedergabe sorgen Neodym-Magnete mit 50-mm-Durchmesser. Der Frequenzbereich deckt das menschliche Hörvermögen mit 20 Hz bis 20 KHz ab. Die Impedanz beträgt 32 Ohm. Das Mikrofon arbeitet in einem Frequenzbereich von 100 bis 10.000 Hz. Zusätzlich zu den akustischen Treibern verbaut Razer haptische Treiber von Lofelt. Sie sollen markante Stellen in Spielen, Filmen und Musik in Echtzeit in haptisches Feedback (also Vibrationen) umwandeln. Die HyperSense-Funktion funktioniert grundsätzlich ohne zusätzliche Software, ein simpler Knopf an der Ohrmuschel passt die Intensität der Vibrationen an oder schaltet die Funktion auch ganz ab. In der hauseigenen Software lassen sich zahlreiche Einstellungen vornehmen. Einzelne Module und Dienste werden im Synapse-Startbildschirm als Kacheln dargestellt. Generell zeigt sich die Software modern und relativ übersichtlich. Mit ein paar Klicks kann man zwischen Stereo- und Surround-Sound (THX Spatial Audio) wechseln, den Bass verstärken, die Sprachqualität des Mikrofons verbessern, durch diverse EQ-Profile wechseln, das haptische Feedback anpassen (Intensität) und natürlich die Beleuchtung ändern (diverse Modi; RGB-Farbraum).

Praxis & Tragekomfort

Praxis


In unserem Alltagstest (Overwatch, Battlefield 2042, Valorant, Counter-Strike: Global Offensive, Blu-ray-Filme und Audio-CDs) schlägt sich das Headset sehr gut. Unser Testmuster punktet mit sehr klaren Höhen und sauberen Mitten. Der Bass ist kräftig und dynamisch. Im Gaming profitiert man vor allem von THX Spatial Audio. Diese Technologie codiert objekt- und szenenbasierte Klangquellen mithilfe ihrer Platzierung in einem dreidimensionalen Raum und verspricht so ein präzisen und immersiven Klang. Weil auch die Z-Achse simuliert wird, lässt sich Klang auch in unterschiedlichen Höhen orten. Gerade im Vergleich mit reinen Stereolösungen fällt die bessere Ortbarkeit und das intensivere Akustikerlebnis auch in der Praxis auf. HyperSense ist ebenfalls ein nettes Feature, welches für Vibrationen im Bereich von 20 bis 200 Hz sorgt. Durch diese wird das Spielerlebnis tatsächlich intensiviert. Die neue Razer Technologie macht aber auch beim Filmschauen eine gute Figur. Lediglich bei einem normalen Gespräch kann das Vibrieren stören.
Die Bedienung (HyperSense, Beleuchtung, Lautstärke und Mikrofon deaktivieren) erfolgt direkt am Headset (Ohrmuscheln).

Tragekomfort


Dank der weichen Ohrkissen und dem geringen Gewicht eignet sich das Headset ideal für lange Spielzeiten. Selbst nach mehr als sechs Stunden konnten wir keine Schmerzen an den Ohren feststellen, was wiederum für den hohen Tragekomfort unseres Testmusters spricht. Auch Brillenträger können bedenkenlos zu unserem Testmuster greifen. Einen weiteren Pluspunkt bekommt das Kraken V3 HyperSense für den verstellbaren Kopfbügel, der den Komfort zusätzlich unterstreicht.

Mikrofon


Die Sprachqualität des Mikrofons überprüften wir wie immer mit den aktuellen Skype-, Teamspeak- und Discord-Versionen. In sämtlichen VOIP-Programmen wurde unsere Stimme klar, deutlich und ohne nervige Hintergrundgeräusche durch das Internet übermittelt.

Preis und Verfügbarkeit


Das Razer Kraken V3 HyperSense ist ab sofort für 136 Euro (Stand: 11.01.2022) im Handel erhältlich.

Fazit & Wertung

Verarbeitung
Klang
Technik
Tragekomfort
Mikrofon
Preis
89%

Christoph meint: Gelungenes Gaming-Headset mit Wumms!

Für knapp 140 Euro bekommt man einiges für sein Geld geboten. Für das neue Razer Headset sprechen die stabile Verarbeitungsqualität, der hohe Tragekomfort und das gute Mikrofon. Im akustischen Bereich gibt es einen sauberen sowie präzisen Stereo-Klang, der mittels THX Spatial Audio zu einem tollen Surround-Sound „mutiert“. Das haptische Feedback, HyperSense, sorgt für ein noch besseres Mittendrin-Gefühl - sofern man die Software richtig eingestellt hat. Auch die dezente und anpassbare RGB-Beleuchtung weiß zu gefallen.

Award

Richtig gut
  • saubere und stabile Verarbeitung
  • angenehmes Gewicht
  • hoher Tragekomfort
  • knackiger Bass
  • präzise Höhe und klare Mitten
  • Surround-Sound (THX)
  • haptisches Feedback
  • gutes Mikrofon
  • anpassbare RGB-Beleuchtung (Logo)
  • übersichtliche und umfangreiche Software
  • ausreichend langes USB-Kabel
  • fairer Preis
Verbesserungswürdig
  • HyperSense-Technologie abhängig von der Software
  • Vibrationen bei Gesprächen nervig
  • kein Pop-Filter für Mikrofon

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