Bildqualität & Technik

Bildqualität
Hersteller Philips setzt beim Monitor auf ein VA-Panel, welches, typisch für einen Konsolenmonitor, ohne Krümmung daherkommt. Das UHD-Display (3840x2160 Bildpunkte; 140 dpi; 16:9-Bildformat) erreicht dabei dank leistungsstarker LED-Backlights einen Helligkeitswert von 400 cd/m2. Der statische Kontrastwert von 3000:1 kann sich ebenfalls sehen lassen. Wie es für VA-Geräte typisch ist, kann der 326M6VJRMB mit einem sehr kontrastreichen Bild aufwarten. Weniger gut gefallen hingegen die Blickwinkel. Die sind zwar deutlich größer, als man es üblicherweise von TN-Geräten kennt, könnten aber gerne noch etwas größer ausfallen. Die Homogenität der Ausleuchtung gehört nicht zur Stärke des Monitors. Es liegen 85 cd/m² zwischen dem hellsten und dunkelsten Sektor - das kann auch mit bloßem Auge so erkannt werden. Kurz gesagt: Für den spielenden Anwender reicht die Bildqualität mehr als aus - alle anderen (Multimedia)Anwender greifen lieber zu einem Produkt mit IPS-Panel. AMD FreeSync
Unser Testmuster kommt mit der AMD FreeSync Technologie daher. Zur Erklärung: Ist FreeSync aktiv, kontrolliert die Grafikkarte den Monitor-Refreshzyklus. Das bedeutet, jedes Mal, wenn ein Bild fertig berechnet ist, sendet es die Grafikkarte zusammen mit einem Refresh-Kommando an ein entsprechend ausgerüstetes Display. Tearing wird durch die Synchronisation vermieden und es vergeht keine weitere Zeit zwischen fertigem Bild und dem nächsten Bildrefresh, was ansonsten theoretisch ebenfalls bis zu 15 ms dauern kann. Da der Monitor für Konsolenspieler konzipiert wurde, ist die Bildwiederholfrequenz auf 60 Hertz beschränkt.
Display HDR 600
Unser Testmuster unterstützt HDR 600. High Dynamic Range (HDR) beschreibt einen erweiterten Dynamikumfang von Bildschirmen. Gegenüber der Standard Dynamic Range (SDR) werden höhere Kontraste erreicht, um helle Bildausschnitte realistischer darzustellen. Dafür braucht es angepasste Hardware, für die es verschiedene Methoden der Zertifizierung gibt.
Display HDR 600 und 1000 ähneln sich abseits der zu erreichenden Helligkeit weitgehend. Die Farbverarbeitung muss in 10 Bit geschehen, die VESA erlaubt hier allerdings auch den Einsatz von 8-Bit-Panels mit FRC. Während die mittlere Spezifikationsstufe flächendeckend 350 cd/m² und Peak-Werte von 600 cd/m² voraussetzt, erfordert der höchste Standard 1.000 respektive 600. "Local Dimming", also eine Direktbeleuchtung mit der Möglichkeit, einzelne Bereiche unabhängig voneinander anzusteuern, wird nicht fest vorgeschrieben. Die VESA merkt jedoch an, dass sich die Anforderungen ohne Local Dimming kaum mit aktueller Technik erreichen lassen.
Sowohl Display HDR 600 als auch 1000 erfordern wie auch 400 eine minimale Helligkeit von 0,1 cd/m² in der Bildschirmmitte. Bei 600 wird eine minimale Randhelligkeit von ebenfalls 0,1 cd/m² vorgeschrieben, bei 1000 0,05 für einen besseren Schwarzwert. ITU-R BT.709 muss in beiden Fällen zu 99 Prozent abgedeckt werden, der größere DCI-P3-65-Farbraum zu 90 Prozent.
Spieletauglichkeit
Der Input-Lag ist ein wesentlicher Aspekt für alle Spieler. So gibt dieser die Zeitdifferenz zwischen der Zuspielung des Signals und der eigentlichen Bildausgabe an. Der Input-Lag unseres Testmusters lag bei knapp vier Millisekunde. Schade: Panel-typisch neigt auch unser Testmuster zu einer störenden Schlierenbildung. Selbst mit maximaler Overdrive-Einstellung ist eine zu erkennen.
Bedienung
Die Bedienung erfolgt mittels Steuerkreuz an der Rückseite des Gerätes. Positiv ist uns die übersichtliche und verständliche Menüstruktur des Monitors in Erinnerung geblieben.
Preis und Verfügbarkeit
Der Philips Momentum 326M6VJRMB ist ab sofort für 493 Euro (Stand: 25.01.2020) im Handel erhältlich. Philips gewährt eine Garantie von zwei Jahren auf den Monitor.
Der Lieferumfang sieht wie folgt aus:
• HDMI Kabel • Displayport Kabel • USB 3.0 Kabel • Power Schuko C5 Kabel

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