Im Detail

Die Maps und Modi
Die Maps sind das absolute Highlight von Battlefield 5. Jede der acht Release-Karten ist liebevoll gestaltet und strotzt nur so vor atmosphärischen Details: Von den rauchenden Trümmern Rotterdams bis hin zu den in sattem Gelb leuchtenden Feldern von Arras in Frankreich - hier wirkt alles wunderbar stimmig und sieht einfach atemberaubend gut aus. Aber nicht nur die Optik stimmt. Die Maps sind auch clever designt, bieten Platz für verschiedene Spielstile und wirken hervorragend ausbalanciert. Während ausladende Karten wie Twisted Steel oder Hamada die ganze Battlefield-Bandbreite mit Panzern, Flugzeugen und Infanterie auffahren, bietet Devastation als Kontrast Gefechte auf engerem Raum und genau den Chaos-Faktor, den sich Fans von Metro aus Battlefield 3 oder Locker aus Battlefield 4 wünschen. Allen Maps gemein ist, dass es immer genug Platz zum Manövrieren mit Fahrzeugen und alternative Laufwege für Infanteristen gibt, um Gegnern in die Flanke zu fallen. Zum Start von Battlefield 5 gibt es sechs Hauptmodi. Die meisten Modi sind schon aus den Vorgängern bekannt, etwa Domination und Team Deathmatch. Zentral sind Conquest und die Grand Operations. Conquest verbindet das Erobern feindlicher Stellungen und das Ausschalten von Gegnern stärker als etwa Domination. Ein Balken am Bildschirmrand zeigt eine Art Zusammenfassung und das Team, das zuerst den Balken des anderen vollständig gesenkt hat, geht als Sieger vom Platz.
Noch interessanter sind langfristig die Grand Operations. Das ist eine Abfolge mehrere Matches, deren Ausgang jeweils die nächste Partie bestimmt. Beispielsweise geht es im ersten Match darum, dass die Verteidiger in Norwegen einen Vorstoß der Angreifer stoppen, etwa indem sie mit ihren Artilleriekanonen die feindlichen Flugzeuge abschießen. Die angreifenden Soldaten befinden sich in diesem Flugzeug und müssen entscheiden, ob sie mit hohem Risiko dort, also weit hinter den Linien der Verteidiger bleiben, oder ob sie eben mit niedrigerem Risiko schon früh per Fallschirm abspringen. Je nach Ausgang folgt eine andere Partie auf der nächsten Karte. Falls es über mehrere Matches hinweg zu einem Gleichstand zwischen den Gruppen kommt, folgt irgendwann eine Entscheidungsschlacht, die deutlich an Battle Royale erinnert: Alle Spieler treten ohne Respawns an - wer stirbt, darf nur noch zuschauen. Das Gebiet wird durch Energiewände sehr schnell verkleinert. Das Team, dessen Mitglieder insgesamt am längsten durchhalten, hat die Grand Operations gewonnen.
Fahrzeuge
Panzer, Jeeps, Jagdflugzeuge und Bomber sind natürlich auch in Battlefield 5 mit von der Partie. Es gibt aber auch hier ein paar Änderungen: Jeder Panzer hat nun eine individuelle Rotationsgeschwindigkeit des Geschützturms, ähnlich wie bei World of Tanks. Je schwerer der Tank, umso mehr Wumms steckt dahinter, aber umso träger dreht sich auch seine Kanone. Ist der Panzer beschädigt, kann man ihn zwar wie im Vorgänger von innen wieder reparieren, aber nicht vollständig. Genau wie Infanteristen bei schweren Verletzungen ist man auch mit Fahrzeugen auf Teamkameraden oder Versorgungsstationen angewiesen, um Lebensleiste und Munition wieder komplett aufzufüllen. Alles in allem spielen sich die Panzer in Battlefield 5 anspruchsvoller als in den Vorgängern. Das gilt übrigens auch für Flugzeuge: Bomber und Jäger können nicht dauerhaft aus sicherer Höhe zuschlagen, sondern müssen ebenfalls regelmäßig an Munitionsdepots in Bodennähe Munition nachtanken. Die Waffen
Mehr Skill ist nicht nur bei den Fahrzeugen von Battlefield 5 gefragt, auch die Waffen verlangen den Spielern einiges an Übung ab. Denn jede Knarre verfügt über ein festgelegtes individuelles Streuungsmuster, wie zum Beispiel auch in CS:GO. Für zusätzliche Spieltiefe sorgen außerdem die zahlreichen Anpassungsoptionen der Waffen und Fahrzeuge. Über eine Art Talentbaum schaltet man nach und nach Upgrades frei, wie zum Beispiel größere Magazine oder geringeren Rückstoß. Außerdem hat man die Wahl zwischen unzähligen Visieren, Griffen, Mündungsaufsätzen oder Gewehrkolben, wobei sich nur die Zieloptiken spielerisch auswirken - der ganze Rest ist rein kosmetisch.
Technik
Battlefield 5 basiert auf der hauseigenen Frostbite-Engine von DICE. Das Spiel wird auf der PlayStation 4 mit einer nativen Auflösung von 1.600 x 900 Pixeln berechnet, auf der Xbox One mit 1.280 x 720 Pixeln. Auf beiden Konsolen läuft das Spiel -fast- durchgehend mit 60 Bildern pro Sekunde. Die Versionen für PlayStation 4 Pro und Xbox One X laufen mit 4K/60FPS. PC-Zocker dürfen, sofern ausreichend Power vorhanden ist, mit einer 4K-Auflösung spielen. Plattformunabhängig: Das Spiel sieht verdammt gut aus. Der Shooter punktet mit hübschen Landschaften, detailreichen Oberflächen sowie schicken Licht- und Explosionseffekten. Auch die flüssigen Animationen können sich sehen lassen. Eine zerstörbare Umgebung ist ebenfalls wieder am Start. Auf der akustischen Seite verwöhnt das Programm mit tollen Sound- und Waffeneffekten. Kostenlos
Derzeit gibt es im Spiel keine Extras, die man für Echtgeld kaufen kann. Später soll es solche Mikrotransaktionen geben, der geplante Starttermin und die Details hat das Entwicklerteam noch nicht bekanntgegeben. DICE verspricht, dass Spieler nur kosmetische Ausrüstung kaufen können. Ab Anfang Dezember 2018 soll es regelmäßig neue Modi, Karten und sonstige Extras geben, und zwar ohne weitere Zuzahlung. Im März 2019 will DICE - ebenfalls kostenlos - einen Battle-Royale-Modus namens Firestorm veröffentlichen, der momentan in Zusammenarbeit mit Criterion Games entsteht.
Battlefield 5 ist seit dem 20. November 2018 für Windows-PC sowie für Xbox One und PlayStation 4 ab 44,23 Euro erhältlich.

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