Der beste Loot-Shooter?

Unbekannte und bekannte Freunde
Grundsätzlich kann man The Division 2 alleine spielen, doch das macht, aufgrund des doch recht hohen Schwierigkeitsgrades, nur bedingt Spaß. Daher haben die Entwickler für fast jede Aktivität ein Matchmakingsystem eingebaut. Direkt vor dem Eingang zu einer Hauptmission oder über die Karte lassen sich so einfach Mitspieler finden. Zusätzlich kann man in der freien Spielwelt bei Problemen einen Hilferuf absetzen, der im Idealfall hilfreiche Mitspieler „anlockt“. Wer lieber mit Freunden unterwegs ist, kann sich nun auch in Clans zusammenschließen. Jedes Mitglied sammelt Erfahrung und lässt damit die Gruppierung im Rang aufsteigen, was zusätzliche Boni wie Clan-Händler, wöchentliche Belohnungen und spezielle kosmetische Gegenstände freischaltet.
Unser Testvideo zu The Division 2


PvP
Erfahrene Trupps werden in der PvP-Zone, der sogenannten Dark-Zone, ihren Spaß haben. Davon gibt es diesmal sogar drei Stück, die jeweils kleiner und kompakter als noch im ersten Teil ausfallen. So haben die drei Gebiete nicht nur abwechslungsreiche Umgebungen zu bieten, sondern sorgen auch auf kleinerem Raum für mehr Spannung. Die Chance, auf andere Spieler zu treffen, ist nämlich recht hoch. Damit im meist unausweichlichen Kampf um den besten Loot keine unfairen Vorteile herrschen, herrscht in zwei der drei Dark Zones stets die sogenannte Normalisierung. Das bedeutet, dass alle Werte von Ausrüstung und Waffen auf das Maximum gesetzt werden. Der Skill des Spielers rückt im PvP damit in den Vordergrund. In der Dark Zone kämpfen Agenten nicht nur gegen NPCs, sondern auch untereinander um den besten Loot. Wie im Vorgänger sammelt man Erfahrungspunkte und erhöht so den DZ-Rang. Daran geknüpft ist diesmal ein eigenes Talent-System. Alle fünf Stufen wählt man ein neues Talent aus. So verdient man sich mehr Stauraum für kontaminierte Gegenstände, Vorteile als Rogue-Agent und höhere Drop-Chancen. Klassische PvP-Action gibt es im Konflikt-Modus. Hier gibt es auf speziellen Karten Team-Deathmatch- und Domination-Modus-Kost. Auch im organisierten PvP kommt die Normalisierung zum Einsatz, um eine faire Auseinandersetzung zu gewährleisten. Die Zahl der Maps ist mit drei bislang recht überschaubar. Aber immerhin sind die Karten diesmal anders als im Vorgänger eigens für den PvP-Modus entworfen.
PvE-Endcontent
Sobald man die Kampagne abgeschlossen hat taucht in D.C. eine neue und viel gefährlichere Bedrohung auf: die Black Tusk. Zu diesem Zeitpunkt beginnt das Spiel im Grunde ein zweites Mal. Die Black Tusk spielen ihre Stärke nicht nur auf den Straßen der US-Hauptstadt aus, sondern besetzen einige der befreiten Hauptmissionen und Festungen. Diese geht man mit neuen Missionszielen und stärkeren Gegnern erneut an. Mit Maximalstufe 30 kann man auch entscheiden, ob man den Agenten zum Zerstörungsexperten, Überlebensexperten oder Präzisionsschützen weiterentwickeln möchte. Jede dieser Spezialisierungen verfügt über eine spezielle individuelle Waffe, die man zusätzlich zu den zwei üblichen Knarren ausrüstet. In einem Talentbaum schaltet man zudem weitere Perks und Boni passend zur gewählten Spezialisierung frei. Die dafür benötigten Punkte verdient man sich durch Stufenaufstiege und abgeschlossene Aktivitäten.
Weiters haben die Entwickler einen Raid für bis zu acht Spieler geplant.
The Division 2 ist seit dem 15. März 2019 für Windows-PC, Xbox One und PlayStation 4 ab 49,95 Euro im Handel erhältlich.
Technik und Kritik
The Division 2 überzeugt, vor allem auf einem modernen PC, mit scharfen Texturen, tollen Explosionen und stimmigen Wettereffekten (Regen, Nebel). Diesen positiven Aspekten stehen häufige Abstürze und Performanceeinbrüche gegenüber. Auch verbesserungswürdig sind die Waffen-Mods. Denn diese gewähren zwar verlockende Boni, allerdings stets auch gehörige Nachteile. Die Nachteile sind dabei häufig so groß, dass man gar keine Lust hat, die Mods auszurüsten. Darüber hinaus trübt das überfrachtete Menü den Spielspaß. Immerhin: Viele dieser Sachen kann der Entwickler Massive Entertainment noch per Patches fixen.

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