Roccat Burst Pro Air - Test/Review
Roccats Leichtmaus-Lineup erhält Zuwachs mit Burst-Form und High-End-Technik, die wahlweise mit und ohne Kabel verwendet werden kann.
Von Christoph Miklos am 07.05.2022 - 03:45 Uhr

Fakten

Hersteller

ROCCAT

Release

April 2022

Produkt

Maus

Preis

ab 99,99 Euro

Webseite

Media (8)

Verarbeitung & Technik

Verarbeitung


Die neue Roccat Burst Pro Air gibt es wahlweise in Weiß oder Schwarz (Gehäusefarbe). Unser Testmuster misst 58x38x120 mm (BxHxT) und eignet sich daher ideal für Spieler mit (mittel)großen Händen. Das Gewicht der Maus liegt bei gerade einmal 81 Gramm (inklusive Akku). Bei der Burst Pro Air setzt Hersteller Roccat auf das bekannte Gittermuster, das aber von einer dünnen Schicht Kunststoff bedeckt ist. Das Muster ist daher nicht spürbar, aber durch die RGB-Beleuchtung deutlich sichtbar. Durch den Kunststoff ist die Maus gegen Verschmutzung besser geschützt. Die Beleuchtung (vier Beleuchtungszonen) lässt sich über die Software anpassen oder sogar ganz abschalten. Nager wurde aus robustem Kunststoff gefertigt. Form, Verarbeitung und Oberflächengestaltung sind hochwertig. Alles passt, nichts knarzt vor sich hin und auch die Spaltmaße sind gut. Zur Eingabe stehen insgesamt fünf Tasten zur Verfügung, die allesamt frei programmierbar sind. Das Zwei-Wege-Mausrad selbst ist natürlich auch als Taste nutzbar. Unter den beiden Haupt-Maustasten befinden sich hauseigene opto-mechanische Switches (Roccat Titan Switch Optical 100M), die über einen leichten und direkten Druckpunkt verfügen, was wir während unserer Testphase als überaus positiv empfanden. Auch das gummierte Mausrad aus Aluminium mit mittelstarker Rasterung und Rillen konnte uns überzeugen. Das abnehmbare, stoffummantelte und flexible USB-Typ-C-Kabel misst ausreichend lange 1.8 Meter. Zwei große PTFE-Gleiter an der Unterseite sorgen für eine hohe Gleitfähigkeit. Ebenfalls an der Unterseite findet man den Modus-Schalter (Aus, 2.4 GHz, Bluetooth), die Profil-Switch-Taste und ein Fach zum Verstauen des Nano-USB-Transmitters. Im Lieferumfang liegen Ersatzgleiter bei. Verarbeitungsmängel konnten wir an unserem Testmuster nicht feststellen.

Technik und Software


Der optische Sensor „Owl-Eye 19K“ ist keine vollständige Eigenentwicklung von Roccat, er basiert vielmehr auf dem bekannten Pixart PMW 3370, den das Unternehmen unter anderem im Bereich der Firmware modifiziert hat. Unser Testmuster bietet eine maximale Auflösung von bis zu 19.000 DPI (einstellbar in 50-DPI-Schritten in der Software). Darüber hinaus punktet der Nager mit einer Beschleunigung von 50 G und einer Geschwindigkeit von 400 IPS. Die Weitergabe erfolgt via USB und einer Übertragungsrate von 1.000 Hz. Die erhöhte Energieeffizienz des Sensors und der Wireless-Technologie macht sich in einer ordentlichen Laufzeit bemerkbar: Einerseits kommuniziert die Burst Pro Air per latenzfreiem 2,4-GHz-Nano-Empfänger, wobei kabelloser Spielspaß für bis zu 100 Stunden garantiert ist. Bleibt der Empfänger jedoch in seinem Fach, wechselt man per Knopfdruck zur Datenübertragung via Bluetooth. Geladen wird unser Testmuster über einen USB-Type-C-Anschluss. Nach knapp zehn Minuten Ladezeit sind bis zu fünf Stunden Spielzeit möglich. Natürlich ist auch die Burst Pro Air mit der hauseigenen Universal-Software „Swarm“ kompatibel. Auf fünf Profilen kann man seine Tastenbelegungen inklusive Makros, DPI-Einstellungen, Polling-Rate, Lift-off-Distance, Empfindlichkeit des Sensors sowie die Beleuchtung konfigurieren und auf dem internen Onboard Memory speichern. Man kann sogar den Auslösezeitpunkt der beiden Haupttasten ändern und Angle-Snapping wahlweise ein- oder ausschalten. Mithilfe des Makro-Managers sind die Erstellung und die Bearbeitung von eigenen Befehlsfolgen kinderleicht. Vorgefertigte Macro Presets für die Top-20 der PC-Spiele sowie einige Office-Anwendungen erleichtern noch einmal die Anpassung der Maus und die neue Loop-Funktion ermöglicht ab sofort die Wiederholung der Makros bis ins Unendliche. Neben einigen voreingestellten Beleuchtungsmodi kann die Maus auch auf die Eingaben des Nutzers reagieren (Aimo-Beleuchtungsmodus). Beim Spielen zum Beispiel geht die Beleuchtungsfarbe in verschiedene Rottöne über und nimmt an Intensität ab. Im Office-Alltag hingegen pulsieren die RGB-LEDs „entspannt“ vor sich hin.

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