Razer Stream Controller - Test/Review
Gaming-Gear-Hersteller Razer zielt verstärkt auf den Markt der Content-Creator bzw. Streamer ab. Mit dem „Stream Controller“ bringt man nun eine weitere Streaming-Hardware auf den Markt, die auf dem Loupedeck Live basiert.
Von Christoph Miklos am 29.09.2022 - 05:48 Uhr

Fakten

Hersteller

Razer

Release

August 2022

Produkt

Zubehör

Preis

ab 269 Euro

Webseite

Media (12)

Einleitung & Datenblatt

Einleitung


Gaming-Gear-Hersteller Razer zielt verstärkt auf den Markt der Content-Creator bzw. Streamer ab. Mit dem „Stream Controller“ bringt man nun eine weitere Streaming-Hardware auf den Markt, die auf dem Loupedeck Live basiert. Wir haben das Teil auf den Prüfstand geschickt!

Über Razer


Razer ist der weltweit führende Anbieter von professioneller Gaming-Hardware, Software und Systemen. 1998 wurde das Unternehmen in Carlsbad, Kalifornien, gegründet. Heute hat Razer weltweit neun Niederlassungen. Razer-Produkte werden von den anspruchsvollsten Profi-Gamern weltweit in Turnieren benutzt und bieten Spielern den entscheidenden Wettbewerbsvorteil durch Spitzentechnologie und preisgekröntes Design. Wir leben unser Motto: For Gamers. By Gamers.

Datenblatt


• Abmessungen: 150 x 110 x 30 mm • Gewicht: 230 g • Bedienelemente: 12 x haptische Touchbedienelemente 6 x Drehregler 8 x Tasten • Kompatibilität: Windows 10 macOS X 10.14 (und höher) • Schnittstelle: USB C • Farbe: Schwarz
Preis: 269 Euro (Stand: 29.09.2022)

Testsystem


• Mainboard: ASUS ROG Crosshair VIII Dark Hero • Prozessor: AMD Ryzen 9 5950X • Arbeitsspeicher: Ballistix Elite DIMM Kit 32GB, DDR4-4000 • Grafikkarte: ASUS ROG Strix GeForce RTX 3090 OC • Prozessorkühler: Alpenföhn Gletscherwasser 360 High Speed • Wärmeleitpaste: Arctic MX-5 • Netzteil: Seasonic Snow Silent 1050W • Festplatten: KIOXIA EXCERIA PLUS SSD 2000GB • Gehäuse: be quiet! Silent Base 802 weiß • Betriebssystem: Windows 10 Home 64-Bit • Peripherie: Razer Viper Ultimate, Sharkoon PureWriter RGB • Monitor: LG UltraGear 34GN850-B • Zimmertemperatur: ca. 21°C
• Headset: Sennheiser Game One, Astro A40 TR und diverse Mikrofone • Sonstiges: diverse Computerspiele, Audio-CDs und Blu-rays (Filme, Musikkonzerte)

Technik & Ausstattung

Technik und Ausstattung


2021 hat Razer dem finanziell angeschlagenen Unternehmen Loupedeck unter die Arme gegriffen. Kein Wunder also, dass es sich beim „Kooperations-Erstlingswerk“ um ein umgelabeltes Loupdeck Live handelt. Der schwarze Controller misst 151x30.2x101.5 mm (BxHxT) und bringt 210 Gramm ohne Ständer auf die Waage. Die Aluminium-Deckplatte lässt unser Testmuster sehr wertig wirken und die matte Oberfläche, die man auch auf den Drehreglern und den Tasten wiederfindet, verleiht eine stimmige Optik und das Gefühl etwas Wertiges erworben zu haben. Die Tasten besitzen alle einen angenehmen Druckpunkt, die Rasterung der seitlich angebrachten Drehknöpfe ist satt und zusätzlich sind sie mit einer belegbaren Druckfunktion ausgestattet. Für einen besseren Komfort liegt ein Aufsteller bei, der das Eingabegerät auf die optimale Position anwinkelt. Dieser wird einfach an den Controller angeclipst und wurde aus Kunststoff gefertigt. Hier hätte Razer ruhig auf wertigeres Aluminium setzen dürfen. An der Unterseite sorgen vier gummierte Füße für einen rutschfesten Stand. Angeschlossen wird der Stream Controller über das mitgelieferte, textilummantelte und zwei Meter lange USB-C-Kabel. Praktisch ist hier der gewinkelte Stecker. In Sachen Bedienelemente gibt es, zumindest für Loupedeck-Kenner, keine Überraschungen: Sechs seitlich Drehregler, eine Touch-Oberfläche mit 18 Feldern und acht haptische Tasten, welche natürlich allesamt frei belegbar sind. Der Lieferumfang umfasst:
• Stream Controller • USB-C-Kabel (2 Meter) • Standfuß • Anleitung
Verarbeitungsmängel konnten wir an unserem Testmuster nicht feststellen.

Software & Praxis

Software und Praxis


Direkt nach der Verbindung mit dem PC möchte der Controller die hauseigene Razer Synapse Software installieren. Grundsätzlich kann man diese nutzen - Alternativ wird aber auch die Loupedeck Software unterstützt. Zum Testzeitpunkt war gerade die Version 5.21 aktuell. Das Update auf die 5.0 Generation brachte eine native Integration der Streaming-Dienste vMix und Ecamm, sowie ein Upgrade auf die macOS-Integration von Capture One mit. Es stehen fortan vereinfachte Profile zur Verfügung und außerdem wurde die SDK-Schnittstelle offengelegt, was es Drittanbietern dadurch möglich macht, eigene Plug-ins für die Kreativkonsolen zu entwickeln. Der Stream Controller von Razer ist mit einer Vielzahl nativer Plug-ins und vorgefertigter Profile ausgestattet:
• Streamlabs OBS (Win) • OBS Studio • Twitch • Spotify Premium • Philips Hue Bridge • Adobe Lightroom Classic • Adobe Photoshop with Camera Raw • Adobe Premiere Pro • Adobe After Effects • Adobe Illustrator • Adobe Audition • Final Cut Pro X (v. 10.0) (MacOS) • Ableton Live (v.10.0) • Capture One Pro (MacOS)
Im übersichtlichen Treiber kann man blitzschnell vorgefertigte Programme, Icons, Sound- und Bildeffekte auf die zahlreichen Tasten programmieren. Auch bietet der Marktplatz schon viele Icon-Pakete um sich auch optisch den Stream Controller anzupassen, natürlich können aber auch eigene Icons genutzt werden. Ein bisschen Einarbeitungszeit benötigt der Controller schon, aber die Lernkurve steigt mit jeder Minute, in der man sich mit der Software beschäftigt. An dieser Stelle sei auch erwähnenswert, dass unser Sample auch für Nicht-Streamer interessant sein dürfte. Vor allem im grafischen Bereich (Bildbearbeitung, Videoschnitt etc.) dürfte der Razer Stream Controller eine Bereicherung sein.

Preis und Verfügbarkeit


Der Razer Stream Controller ist ab sofort für knapp 269 Euro (Stand: 29.09.2022) im Handel erhältlich.

Fazit & Wertung

Christoph meint: Tolles Streamer- und Content-Creator-Produkt!

Hersteller Razer erfindet mit dem „Stream Controller“ das Rad nicht neu, sondern macht ein bereits sehr gutes Produkt einer größeren Zielgruppe bzw. Käuferschaft zugänglich. Für unser Testmuster sprechen, wie auch schon für das Loupedeck Live, die wertige Verarbeitungsqualität, zahlreichen Bedienelemente und mächtige Software. Dazu gesellt sich ein hervorragendes Touch-Bedienfeld, welche Eingaben mittels Vibration bestätigt und auch bei hellen Umgebungen gut lesbar bleibt. Schade bloß, dass der praktische Aufsteller nach wie vor „nur“ aus Kunststoff gefertigt wurde.

93%
Verarbeitung
9
Technik
10
Ausstattung
9
Bedienung
9
Preis
8
Richtig gut
  • sehr wertige Verarbeitung
  • hohe Rutschfestigkeit
  • Ständer und langes USB-C-Kabel im Lieferumfang enthalten
  • einwandfreie Bedienung (Rasterung)
  • Touchoberflächen mit Vibrationseffekt
  • Touchfelder gut lesbar (Bildqualität)
  • mächtige und übersichtliche Software
  • auch geeignet für Nicht-Streamer
  • fairer Preis
Verbesserungswürdig
  • Ständer weiterhin nur aus Kunststoff
  • Einarbeitungszeit nötig
Christoph Miklos ist nicht nur der „Papa“ von Game-/Hardwarezoom, sondern seit 1998 Technik- und Spiele-Journalist. In seiner Freizeit liest er DC-Comics (BATMAN!), spielt leidenschaftlich gerne World of Warcraft und schaut gerne Star Trek Serien.

Kommentar schreiben