Alle Ergebnisse
Fakten
Plattformen
PlayStation 4 Pro
PlayStation 4
PC
Publisher
Sony
Entwickler
Kojima Productions
Release
08.11 2019
Genre
Action
Typ
Vollversion
Pegi
16
Webseite
Preis
59,90 Euro
Media (12)
Galerie
Rosige Aussichten, weswegen das gefährliche Reisen zwischen Städten auch nur noch von professionellen Kurieren übernommen wird. Und wir sind einer der besten. Eine Legende. The man who delivers. Irgendwie kommen wir immer durch, sind wortkarg und ja, können wirklich nicht sterben. Wir kommen einfach wieder. Bewegung kommt in unser Leben, als wir einen Auftrag für Bridges erledigen, die Firma, die das bisschen Rest-Amerika am Laufen hält, in dem wir uns bewegen. Das Land ist zersplittert. Städte kämpfen nur auf sich selbst gestellt ums Überleben. Aber es gibt noch Hoffnung! Wir können zwischen den Städten reisen. Wir können weitermachen, wo andere aufgeben. Wir können die Leute verbinden. Sie alle wieder ganz machen! Sam, make us whole again!
Zumindest sagt man uns das immer und immer und immer wieder. Wir machen Amerika, und damit die gesamte Welt, wieder ganz, indem wir Stadt um Stadt jeden wieder ans Netz bringen. Ganz selbstverständlich tragen wir dabei eben auch noch Pakete aus. Wäre ja auch kaum eine Amerika-Rettung, wenn jemand auf seine Playstation warten müsste, nicht? Allerdings hat Amerika Feinde (oh Gosh!), auch dann, wenn es bereits am Boden liegt. Terroristen, Geister, Leute mit der Fähigkeit zum Teleportieren – es liegt eine Menge Arbeit vor uns. Die Story hält noch so viel mehr für uns bereit, aber alles, wirklich alles von hier an wäre ein riesiger Spoiler. Sorry, Leute!
Sam Porter Bridges hat ein Talent dafür, wirklich komisch durch die Gegend zu stolpern und absolut jeden Stein auf seinem Weg mitzunehmen. Das beschert uns skurrile Szenen, in denen Norman Reedus komplett davon überfordert ist, zu laufen. Yeah...? Die Schwerkraft (jene grausame Herrin) ist aber nicht unser einziger Feind. Verrückte Sekten und Geister warten da draußen ebenfalls. Erstere dürfen wir nicht töten, weil... Ihr wisst schon. Leerenstürze. Dafür dürfen wir dank Spezialmunition auf Geister schießen! Oder wir schleichen an ihnen vorbei und vermeiden eine potenziell zerstörerische Auseinandersetzung. Ich habe es mir irgendwie einfach gemacht, meist. Ein Feld voller Geister durchquert man am besten mit einem röhrenden Motorrad, das schneller als die schmenhaften Schurken ist. Brumm, brumm, du Schattengestalt!
Dafür sieht die Welt hübsch aus! Wolkenkratzende Berge und Herr der Ringe-eske Landschaften auf der einen Seite, verflixt hübsche Gesichtsanimationen (für Storychars) auf der anderen Seite. Optisch wird uns hier ein Feuerwerk geboten, mit überraschend menschlich aussehenden Schauspielern – der Begriff „Spielfiguren“ wird dem ganzen kaum gerecht. Nun sagt ihr bestimmt „Aber Lars, komm doch endlich mal auf die Story zu sprechen!“ Ganz ruhig, tu ich ja! Dass Hideo einen ganz eigenen Stil hat, das wissen wir alle. Viele gute Momente, ein paar seltsame, aber am Ende gleicht es sich aus... früher. Denn die Story von Death Stranding hat mich eher enttäuscht zurückgelassen.
Dieser Mann kann ungelogen ganze Unterhalten führen, indem er nur zustimmend grunzt. Das ist ein Talent, wirklich! Aus erzählerischer Sicht lässt ihn das aber merkwürdig disconnectet wirken. Auf der anderen Seite sehen wir Mads Mikkelsen, dessen Performance wahnsinnig gut ist. Auch andere prominente Darsteller blühen durch ihre virtuellen Counterparts absolut auf, auch wenn der gute Guillermo del Toro in den meisten Szenen wirkt, als würde er Taboo spielen und das Wort „Overreacting“ darstellen wollen. Auch, dass die deutsche Vertonung eigentlich recht gelungen ist, rechnen wir dem Spiel hoch an.
Lars meint: Skurriler Trip mit vielen Höhen und Tiefen!
“Es fällt mir so schwer, Death Stranding zu verdammen. Dafür hat es einfach zu gute Stellen. Das Acting verschiedener Schauspieler zum Beispiel. Oder die Musik. Die wunderhübsche Spielwelt! Aber dann gibt es eben noch die Story, die nicht schlecht ist, aber einfach zu oft mies rübergebracht wird. Immer wieder fragen wir uns als Spieler, was genau man nun eigentlich von uns erwartet, wie wir reagieren sollen. Minutenlang versucht uns der Forscher davon zu überzeugen, dass es eine wissenschaftliche Erklärung hinter der menschlichen Seele gibt, nur um sich kurz darauf in emotionale Kleinigkeiten zu verlieren und uns absolut abzuhängen. Auch das Like-System...ab einem bestimmten Punkt, habe ich kaum noch Nebenquests gemacht und kam trotzdem problemlos voran. Man spürt Death Stranding einfach an, dass es so viel erzählen will, aber sich selbst dadurch überlädt. Ist es deswegen ein schlechtes Spiel? Ne. Es ist ein gutes Spiel, um nebenbei eine Serie zu schauen oder Musik zu hören. Es ist ein gutes Spiel, mal etwas anderes zu zocken, jenseits von pazifistischem Rätselspaß und blutigem Shooter-Horror. Selbst die Multiplayer-Anleihen wirken geschickt inszeniert. Ich habe mich wirklich gefreut, wenn mir der Beitrag eines anderen Spielers im Notfall den Arsch gerettet hat. Trotzdem: Das „Spiel des Jahres“, das so manche Spieler hier sieht, kann ich nicht erkennen. Sorry, Hideo-san.
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