Creative Sound Blaster Z SE - Test/Review
Nachdem Creative zuletzt mit der Sound BlasterX AE-5 Plus eine aufgewertete Variante der 2017 vorgestellten PCIe-Soundkarte Sound BlasterX AE-5 vorgestellt hat, folgt nun die Sound Blaster Z SE.
Von Christoph Miklos am 20.05.2021 - 04:37 Uhr

Fakten

Hersteller

Creative

Release

Februar 2021

Produkt

Soundkarte

Preis

ab 83,67 Euro

Webseite

Media (7)

Einleitung & Datenblatt

Einleitung
Nachdem Creative zuletzt mit der Sound BlasterX AE-5 Plus eine aufgewertete Variante der 2017 vorgestellten PCIe-Soundkarte Sound BlasterX AE-5 vorgestellt hat, folgt nun die Sound Blaster Z SE. Ob die knapp acht Jahre alte Soundkarte auch im Jahr 2021 überzeugen kann, lest ihr in unserem ausführlichen Bericht! Über Creative
Creative ist ein weltweit führender Anbieter von digitalen Unterhaltungsprodukten. Bekannt für seine Sound-Blaster-Soundkarten, die die PC-Audio-Revolution ausgelöst und eine Nutzerbasis von mehr als 400 Millionen Menschen auf der ganzen Welt geschaffen haben, treibt Creative nun die digitale Audio-Industrie durch innovative Lösungen voran, darunter das preisgekrönte technologische Wunderwerk, die Super X-Fi-Kopfhörer-Holographie.
Datenblatt
• Chipsatz: Sound Core3D • Kanäle: 6 (5.1) • Auflösung: 24bit • Abtastrate: 192kHz • SNR: 116dB • Eingänge (analog): 1x Klinke (3.5mm) • Eingänge (digital): 1x Toslink • Ausgänge (analog): 4x Klinke (3.5mm) • Ausgänge (digital): 1x Toslink • Besonderheiten: Headphone-Out (3.5mm, 600Ω), EAX 5.0 HD, OpenAL, Dolby Digital, DTS Connect • Herstellergarantie: zwei Jahre
Preis: 84 Euro (Stand: 20.05.2021)
Testsystem
• Mainboard: ASUS ROG Crosshair VIII Dark Hero • Prozessor: AMD Ryzen 9 5950X • Arbeitsspeicher: Ballistix Elite DIMM Kit 32GB, DDR4-4000 • Grafikkarte: ASUS ROG Strix GeForce RTX 3090 OC • Prozessorkühler: Alpenföhn Gletscherwasser 360 High Speed • Wärmeleitpaste: Arctic MX-5 • Netzteil: Seasonic Snow Silent 1050W • Festplatten: KIOXIA EXCERIA PLUS SSD 2000GB • Gehäuse: be quiet! Silent Base 802 weiß • Betriebssystem: Windows 10 Home 64-Bit • Peripherie: Razer Viper Ultimate, Sharkoon PureWriter RGB, EPOS Sennheiser GSP 670 • Monitor: LG UltraGear 34GN850-B • Zimmertemperatur: ca. 21°C
• Lautsprecher: Teufel Concept C • Headset: Sennheiser Game One, Astro A40 TR und Beyerdynamic MMX 300 • Sonstiges: diverse Computerspiele, Audio-CDs und Blu-rays (Filme, Musikkonzerte)

Technik & Ausstattung

Technik und Ausstattung
Die Creative Sound Blaster Z SE misst 27.99 x 19 x 5.99 cm und kommt in einem schlichten Karton bei uns an. Unser Testmuster verfügt über einen recht hübschen EMI-Shield, der die üblicherweise für Störungen empfindlichen analogen Teile bestmöglich vor Interferenzen schützen soll. Herzstück der Karte ist wie gehabt der Soundcore 3D Chip, welcher Unterstützung für Dolby Digital Live und DTS Connect bietet. Ebenfalls kommt ein D/A-Wandler aus dem Hause Cirrus Logic zum Einsatz, der auf die Bezeichnung (CS4389) hört und mit 24 bit und 192 kHz arbeitet. Als Vorverstärker für Headset und Lautsprecherausgänge fungieren zwei Modelle von JRC nämlich der 2114 und 4556A. Der integrierte Kopfhörerverstärker ist in der Lage Kopfhörer mit einer Impedanz von maximal 600 Ohm anzutreiben. Nativ kann unser Testmuster mit 5.1-Surround-Sound umgehen, wohingegen 7.1 für Kopfhörer auf Wunsch virtuell berechnet wird. Die Creative Soundkarte verfügt über folgende Anschlussmöglichkeiten:
• Eingänge (analog): 1x Klinke (3.5mm) • Eingänge (digital): 1x Toslink • Ausgänge (analog): 4x Klinke (3.5mm) • Ausgänge (digital): 1x Toslink

Software

Software
In der hauseigenen Sound Blaster Command lassen sich folgende Optionen vornehmen:
• Vorgefertigte Audioprofile (diverse Videospiele) anwählen
• Eigene Audioprofile erstellen
• EQ anwählen (diverse Profile) oder eigenes EQ-Profil erstellen
• Individuelle Audio-Settings für: -Surround: Intensität des Surround-Sounds -Crystalizer: Komprimierte Audiofiles „verfeinern“ -Bass: Intensität des Basses -Smart Vol: Schwankungen bei der Lautstärke ausgleichen (interessant bei Filmen) -Dialog+: Stimmlautstärke und Verständlichkeit ausgleichen (interessant bei Filmen)
• Voice Clarity anpassen (Hintergrundgeräusche und Echo entfernen)
• Mit Voice Morph die Stimme verändern (zum Beispiel „Troll“, „Monster“, „Alien“ etc.) Auf eine anpassbare (RGB-)Beleuchtung muss man bei der Creative Sound Blaster Z SE verzichten.

Praxis & Preis

Klang und Praxistest
Während unserer Testphase ist uns vor allem der Surround-Modus positiv aufgefallen. Die räumliche Klangdarstellung (360 Grad) funktioniert einwandfrei. In Spielen wie Valorant, Overwatch und Counter-Strike: Global Offensive konnten wir die Richtung von Gegnern deutlich ausmachen. Vor allem in Kombination mit einem hochwertigen Kopfhörer/Headset funktioniert diese Technologie überraschend gut. Aber auch bei der Nutzung eines Lautsprechersystems kann die Creative Soundkarte überzeugen. Klare Höhe, intensive Bässe und saubere Mitten waren an der Tagesordnung. Preis und Verfügbarkeit
Die Creative Sound Blaster Z SE ist ab sofort für knapp 84 Euro (Stand: 20.05.2021) im Handel erhältlich.

Fazit & Wertung

Christoph meint: Fairer Preis - guter Sound!

Die alte/neue Creative Sound Blaster Z SE kann auch im Jahr 2021, trotz leicht angestaubter (Soundchip-)Technik, überzeugen. Für absolut faire 84 Euro ist unser Testmuster ein tolles Audio-Upgrade für jeden Gaming- bzw. Multimedia-PC. Der verbaute 24-bit-Audiochip in Kombination mit dem D/A-Wandler aus dem Hause Cirrus Logic sorgen für ein ordentliches Klangerlebnis. Natürlich benötigt man für die maximale Soundqualität ein hochwertiges Soundsystem und/oder einen gut klingenden Kopfhörer. Nicht nur technisch kann die Karte überzeugen, sondern auch das umfangreiche Softwarepaket begeistert. Im Treiber lassen sich alle möglichen Feinjustierungen vornehmen - aber auch die vorgefertigten Audioprofile wissen zu gefallen. An der Verarbeitungsqualität und den Anschlussmöglichkeiten gibt es auch nichts zu kritisieren. Trotz fehlender RGB-Beleuchtung können wir bedenkenlos eine Empfehlung für die Creative Sound Blaster Z SE aussprechen.

90%
Verarbeitung
10
Technik
8
Ausstattung
8
Bedienung
9
Preis
8
Richtig gut
  • hochwertige und saubere Verarbeitung
  • EMI-Shield
  • solide Technik (auch im Jahr 2021)
  • sehr guter Klang
  • überzeugender Raumklang
  • Anschlussmöglichkeiten
  • Kopfhörerverstärker (600 Ohm)
  • übersichtliche und umfangreiche Software
  • Dolby Digital Live und DTS
  • fairer Preis
Verbesserungswürdig
  • leicht angestaubte Technik
  • kaum Mehrwert gegenüber dem Non-SE-Modell
Christoph Miklos ist nicht nur der „Papa“ von Game-/Hardwarezoom, sondern seit 1998 Technik- und Spiele-Journalist. In seiner Freizeit liest er DC-Comics (BATMAN!), spielt leidenschaftlich gerne World of Warcraft und schaut gerne Star Trek Serien.

1 Kommentar

Mikal vor 1234 Tagen

Neu ist an der Karte gar nichts, außer neues Produktionjahr SB Creative Z Ausstattung: Sound Core3D CA0132 Prozessor (hat auch die Z SE), Rauschabstand 116 dB, Beamforming: Ja, Dual-Array-Kondensatormikrofon mit Geräuschunterdrückung, Frequenzumfang: 100Hz ~ 20kHz, Empfindlichkeit: -37dB, ASIO 2.0mm, bis zu 24-bit / 192kHz, EAX 5.0, 5.1 und 7.1 Die Eigenschaft sind zur SB Creative Z sind völlig identisch, dass hat auch ComputerBild fest gestellt. Den einzigen Unterschied der festgestellt war dass es weniger Probleme mit Treiber gibt, eine Erweiterungskarte und mehr Profile. Fazit CB: Ein Neukauf gegenüber der Z lohnt nicht den Aufpreis von 50 Euro.

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