Alle Ergebnisse
Fakten
Plattformen
Xbox Series S
Xbox Series X
PlayStation 5
PC
PlayStation 5 Pro
Publisher
Capcom
Entwickler
Capcom
Release
17.04 2026
Genre
Action-Adventure
Typ
Vollversion
Pegi
16
Webseite
Preis
59,90 Euro
Media (23)
Galerie
Die Handlung führt zu einer Mondstation, von der keine Signale mehr ausgehen. Vor Ort zeigt sich eine Anlage, die zugleich verlassen und unheimlich aktiv wirkt. Zwar sind keine Menschen zu sehen, doch riesige 3D-Drucker arbeiten weiterhin unermüdlich und erzeugen Strukturen, als würde das System unbeirrt seinem ursprünglichen Zweck folgen. Schnell wird deutlich, dass diese Maschinen und das sogenannte Lunafilament eine zentrale Rolle spielen.
Im Mittelpunkt steht Hugh, ein verletzter Astronaut, der von seinem Team getrennt wurde. Gemeinsam mit Diana bewegt er sich durch eine Umgebung, die zunehmend wie ein kontrolliertes System erscheint. Räume verändern sich, Oberflächen flackern, und die Grenzen zwischen Realität und Simulation beginnen zu verschwimmen.
Zwei Schwierigkeitsgrade stehen zur Verfügung: „Standard“ bietet eine ausgewogene Herausforderung, während nach einem Bildschirmtod ein Wechsel auf „Einfach“ möglich ist – allerdings ohne spätere Rückkehr. Weniger gelungen sind die teils langen Wege nach dem Ableben, bei denen bereits besiegte Gegner erneut auftreten. Sobald ein Gegner anvisiert wird, erscheint eine Matrix, in der innerhalb weniger Sekunden ein Pfad gelegt werden muss. Erst nach erfolgreichem Abschluss dieses Puzzles brechen die Schilde zusammen und Angriffe entfalten ihre volle Wirkung. Was anfangs wie eine zusätzliche Hürde wirkt, entwickelt sich schnell zu einer der größten Stärken des Spiels. Die Kombination aus strategischem Denken und schnellen Reaktionen erzeugt einen eigenständigen Spielfluss, der über die gesamte Kampagne hinweg trägt und durch immer neue Varianten sowie taktische Möglichkeiten stetig an Reiz gewinnt.
Zusätzliche Fähigkeiten bringen mehr Abwechslung ins Gameplay: Verbesserte Schubdüsen eröffnen neue Wege, während eine Spezialfähigkeit von Diana zuvor blockierte Bereiche zugänglich macht. Insgesamt bietet die Umgebung mehr Erkundungsmöglichkeiten, als zunächst zu erwarten wäre. In seiner Atmosphäre erinnert das Spiel stellenweise an Death Stranding, wobei sich das Geschehen fast ausschließlich in Innenräumen abspielt. Die Dynamik zwischen Hugh und Diana weckt lose Assoziationen zu God of War (2018). Hugh tritt als zugänglicher Protagonist auf, und auch wenn Diana gelegentlich etwas künstlich wirkt, bleibt ihre Darstellung insgesamt stimmig.
Immer wieder sorgen kurze, humorvolle Momente für Auflockerung. Dialoge über menschliche Eigenheiten oder Kuriositäten der Erde setzen kleine Kontraste zur ansonsten dichten Atmosphäre. Ganz ohne Schwächen bleibt das Erlebnis jedoch nicht. Einige Kampfbereiche wirken etwas beengt, und die Spielmechaniken werden nicht immer klar vermittelt, was besonders zu Beginn für Unsicherheiten sorgen kann.
Last but not least: Es gibt nur die Kampagne und keinerlei Multiplayer, auch Mikrotransaktionen sind nicht enthalten. Von der USK erhielt das Spiel eine Freigabe ab 12 Jahren.
Christoph meint: Pragmata bietet eine frische Spielerfahrung mit interessanten Ideen, starker Atmosphäre und solidem Umfang. Wer sich auf die besondere Spielmechanik einlässt, erhält ein ungewöhnliches und insgesamt gelungenes Action-Abenteuer!
“Pragmata überzeugt vor allem durch seine ungewöhnliche Mischung aus Action und taktischem Hacking. Das zunächst ungewohnte Puzzle-System entpuppt sich schnell als spielerisches Herzstück und sorgt mit wachsender Komplexität für einen eigenständigen, motivierenden Spielfluss. Besonders in Kombination mit Bosskämpfen und späteren Fähigkeiten wie dem Overdrive-Modus entfaltet das Gameplay seine volle Stärke.
Auch atmosphärisch weiß das Spiel zu punkten: Die geheimnisvolle Mondstation, die dichte Inszenierung und die Beziehung zwischen Hugh und Diana tragen die Kampagne wirkungsvoll. Kleine humorvolle Momente lockern das Geschehen sinnvoll auf, ohne die Grundstimmung zu unterbrechen. Technisch präsentiert sich der Titel zudem auf hohem Niveau und liefert eine beeindruckende visuelle Umsetzung.
Schwächen zeigen sich vor allem im Detail. Teilweise enge Areale, nicht immer klar vermittelte Spielmechaniken und kleinere Frustmomente nach dem Ableben trüben den Gesamteindruck leicht. Dennoch bleiben diese Kritikpunkte überschaubar.
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