Albions König ist tot und hinterlässt zwei Söhne. Der ältere der Beiden tritt sein Vermächtnis an und besteigt den Thron. Aber er regiert weder weiße noch gerecht. Ganz im Gegenteil, er knechtet seine Untertanen und bestraft beim kleinsten Vergehen mit dem Tot. So auch eines Nachmittages, als es aufgebrachte Bürger wagen, vor dem Palast ihren Unmut kund zu tun. Sein jüngerer Bruder und dessen Freundin werden Zeugen, als König Logan beschließt, alle Demonstranten hinrichten zu lassen. Als sie versuchen dazwischen zu gehen, und den König anflehen die Bürger am Leben zu lassen, dreht Logan den Spies um und stellt seinen Bruder vor die Wahl. Entweder die Bürger frei lassen und seine Freundin hinzurichten oder umgekehrt. Der Spieler muss entscheiden. Wir entscheiden uns für die Bürger, nachdem uns unsere Freundin anfleht ihr Leben für das der Bürger zu opfern. Sir Walter, ein treuer Gefolgsmann des alten Königs ist ebenso enttäuscht von Logan und überredet uns zu fliehen. Wir sollen im ganzen Land Unruhe stiften, damit wir am Ende, mit tatkräftiger Unterstützung des Volkes, gegen den bösen König marschieren können. Doch dazu muss man sich erst das Vertrauen der Einwohner verdienen was, wie kann es auch anders sein, nur durch das Erfüllen unterschiedlicher Quests zustande kommt.
In Begleitung unseres treuen Dieners und unserem engsten Freund, einem Border Collie, tauchen wir ab. Sir Walter empfiehlt in die Katakomben zu gehen, wo unser Vater einst ein wichtiges Item für uns hinterlegt hat, so als ahnte er schon damals, dass so etwas passieren könnte. Das Siegel der Gilde, nur eines echten Helden würdig. Als wir es endlich in Händen halten, eröffnet es uns den Weg zu einer geheimen Stätte, die fortan als Angelpunkt für alle unserer weiteren Schritte dienen soll. Dort verstauen wir Waffen, Kleidung, und Trophäen. Weiters dient sie als Portal zu parallelen Welten, wo man mit anderen Helden kommunizieren, Freunde finden und gemeinsam kämpfen kann. Letzteres konnte zum Testzeitpunkt noch nicht getestet werden, da keine Verbindung zu einem Server möglich war. Im Zentrum dieser Unterkunft befindet sich eine dreidimensionale Karte von Albion, die es uns ermöglicht, an beliebige Punkt zu springen. Auch können über sie Quests aufgerufen werden. Ein weiteres Portal ermöglicht es uns auf die Siegerstraße zu gelangen, wo wir unsere gesammelten Siegel gegen Powerups und Fähigkeiten eintauschen können. Diese Straße ist in mehrere Segmente unterteilt, die nur dann passiert werden können, wenn man ein Hauptquest abgeschlossen hat. Mit dabei sind auch wieder die sprechenden Steintore, die allesamt eigenwillige Anliegen haben, bevor sie sich öffnen lassen. Nebenbei hat man es mit Wölfen, Wegelagerern, Banditen, Hobbs, Geisterkriegern uvm. zu tun. Für jeden gefallenen Gegner gibt es kleine rote Orbs, die gesammelt ein Siegel ergeben. Je mehr Gegner, desto mehr Siegel, desto schneller hat man neue Powerups oder Fähigkeiten.
Heldentum
Im Vergleich zu Fable 2 hat man an der Spielmechanik nicht viel verändert, was auch gut ist, denn die war schon beim Vorgänger in Ordnung. So kämpfen wir wieder mit dreierlei Waffen. Distanzwaffen, Nahkampfwaffen und Magie. Letzteres bietet fünf unterschiedliche Zauberkräfte, die sich mit den entsprechenden Handschuhen sogar kombinieren lassen. Die Zielerfassung für Distanzwaffen und Zauber erfolgt automatisch wenn man grob in eine Richtung zielt, mit dem kleinen Unterschied, dass wenn man beim Einsatz von Magie den Steuerungsstick nicht in eine Richtung bewegt, die Magie auf den Boden gerichtet wird, wo sie sich kreisförmig ausbreitet. Eine geballte Ladung teilt man bei allen drei Waffengattungen aus, wenn man die entsprechende Taste länger gedrückt hält und dann los lässt. Für Distanzwaffen gibt es obendrein noch die Option genau zu zielen, wobei man den linken Bumper drückt, und mit Hilfe eines kleinen Kreises das Ziel anvisiert. Auch wenn es viele witzige und alberne Einlagen gibt, so wirken diverse Kampfszenarien ausgesprochen brutal. Springt uns z.B. ein Wolf an und wir drücken gerade die Schlagtaste für das Schwert, so fängt unser Held den Wolf im Sprung ab, indem er ihm am Hals packt und das Schwert seitlich in den Leib rammt, oder wenn er einem Hobb gegenübersteht kann es vorkommen, dass er dessen Dummheit nutzt und plötzlich mit der Hand in eine Richtung deutet, woraufhin die Kreatur sich umdreht und prompt dorthin blickt. Unser Held zieht dann gehässig sein Schwert über den Rücken des Hobbs, der sogleich das Zeitliche segnet.
Beim Einsatz des Kriegshammers kommt es zu noch brutaleren Szenen, die so wie beim Schwerteinsatz nicht selten in Zeitlupe ablaufen. Er stößt den Gegner von sich, wenn dieser zu nahe ist, was er mit dem Stiefelabsatz erledigt. Kaum schlägt der Gegner auf dem Boden auf, zieht er den mächtigen Hammer in einer kreisrunden Bewegung über den Kopf und lässt ihn auf den Schädel des Gegners herunterkrachen. Blut spritzt dabei auch nicht wenig. Ein weiterer eindrucksvoller Move ist der elegante Sprung auf die Schultern des Gegenübers, wenn dieser nach einem Schlag taumelt. Dabei kommt er mit den Knien auf den Schultern auf, und bricht dem Opfer mit einer Seitwärtsdrehung das Genick. Auf der anderen Seite muss er sich auch als gepflegter Gentlemen und Liebhaber betätigen, eine Beziehung eines anderen Paares zum Kippen bringen, in dem er die Frau des Anderen umwirbt und verführt. Kinder zeugen, Haus und Heim erwerben, seine Frau mit Geschenken füttern und für die richtige Einrichtung sorgen.
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