Diablo 4: Lord of Hatred - Test/Review
Mit Lord of Hatred versucht Entwickler Blizzard, die Geschichte rund um Mephisto zu einem großen Finale zu führen – und erfüllt dabei gleichzeitig viele Wünsche der Community, die seit dem Release von Diablo 4 immer wieder laut geworden sind.
Von Christoph Miklos am 16.05.2026 - 13:50 Uhr

Fakten

Plattformen

PlayStation 5 Pro

Xbox Series S

Xbox Series X

PlayStation 5

PC

Publisher

Blizzard Entertainment

Entwickler

Blizzard Entertainment

Release

28.04 2026

Genre

Action-RPG

Typ

Vollversion

Pegi

18

Webseite

Preis

ab 39,99 Euro

Media (16)

Fazit & Wertung

Christoph meint: Blizzard verbessert viele Baustellen des Hauptspiels spürbar und liefert mehr Möglichkeiten, Builds gezielt auszubauen. Der große Befreiungsschlag, der Diablo 4 dauerhaft auf ein neues Niveau hebt, bleibt jedoch aus!

Mit Lord of Hatred liefert Blizzard genau die Erweiterung, die sich viele Diablo-4-Spieler seit Release gewünscht haben – allerdings nicht die, die das Spiel grundlegend neu erfindet.

Die neuen Klassen gehören klar zu den größten Stärken des Addons. Vor allem der Paladin trifft mit seinem klassischen Spielgefühl direkt ins Herz vieler Veteranen, während der Hexenmeister mit seinem ungewöhnlichen Dämonen-Management für frischen Wind sorgt. Dazu kommen sinnvolle Verbesserungen am Loot-System, mehr Build-Freiheit durch Talismane und Zauber-Sets sowie der gelungene Wiedereinstieg des Horadrischen Würfels, der Crafting und Charakterentwicklung endlich deutlich planbarer macht.

Auch die Kampagne weiß zumindest phasenweise zu überzeugen. Der atmosphärische Einstieg und das starke Finale sorgen für einige erinnerungswürdige Momente, verlieren sich dazwischen jedoch zu oft in bekannten Diablo-Aufgaben und Standardabläufen.

Die größte Schwäche bleibt aber weiterhin das Endgame. Die neuen Kriegspläne bringen zwar mehr Struktur und Motivation in den Grind, ändern jedoch kaum etwas am eigentlichen Spielablauf. Trotz zusätzlicher Modifikatoren und kleiner Überraschungen fühlt sich vieles immer noch nach denselben Aktivitäten an, die Spieler bereits seit Jahren wiederholen. Genau hier fehlt der Erweiterung der Mut, wirklich neue Ideen umzusetzen.

89%
Grafik
92
Sound
90
Bedienung
90
Spielspaß
88
Atmosphäre
87
Multiplayer
95
Preis/Umfang
80
Richtig gut
  • zwei starke neue Klassen mit klar unterschiedlichem Spielstil
  • Paladin bringt das klassische Diablo-Gefühl zurück
  • Hexenmeister sorgt für frischen und kreativen Gameplay-Ansatz
  • Horadrischer Würfel erweitert Crafting und Build-Optimierung sinnvoll
  • Talismane, Zauber und Sets geben Builds mehr Tiefe und Identität
  • deutlich bessere Kontrolle über Loot und Charakterfortschritt
  • atmosphärischer Kampagnenstart und starkes Finale
  • kriegspläne bringen mehr Struktur ins Endgame
  • Lootfilter und neue Skilltrees verbessern das Hauptspiel insgesamt
  • neues Gebiet Skovos überzeugt atmosphärisch
Verbesserungswürdig
  • Kampagne verliert nach starkem Auftakt deutlich an Tempo
  • viele Story-Abschnitte wirken nach typischer Diablo-Formel
  • Endgame bleibt trotz Neuerungen zu repetitiv
  • zu wenig wirklich neue Aktivitäten oder mutige Ideen
  • Kriegspläne verändern den eigentlichen Grind kaum
  • „Echoing Hatred“ tritt während des Spiels zu selten auf
  • Angelsystem wirkt unnötig und spielerisch belanglos
  • Erweiterung verbessert Diablo 4, revolutioniert es aber nicht
  • Langzeitmotivation leidet weiterhin unter wiederholenden Inhalten
Anforderungen
PC MINDESTANFORDERUNGEN:
• Betriebssystem: Windows 10 (64-bit) Version 1909 oder neuer
• Prozessor: Intel Core i5-2500K oder AMD FX-8350
• Arbeitsspeicher: 8 GB RAM
• Grafik: NVIDIA GeForce GTX 660 oder Intel Arc A380 oder AMD Radeon R9 280
• DirectX: Version 12
• Netzwerk: Breitband-Internetverbindung
• Speicherplatz: 90 GB verfügbarer Speicherplatz

• Microsoft Xbox Series X|S Konsole
• Sony PlayStation 5 (Pro) Konsole
Getestet für
PC
Christoph Miklos ist nicht nur der „Papa“ von Game-/Hardwarezoom, sondern seit 1998 Technik- und Spiele-Journalist. In seiner Freizeit liest er DC-Comics (BATMAN!), spielt leidenschaftlich gerne World of Warcraft und schaut gerne Star Trek Serien.

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