Cooler Master CM Storm Quickfire XT - Test/Review
Die hierzulande bisher ausschließlich mit beleuchteten Schaltern erhältliche „Quickfire“-Serie, darunter die Quickfire TK, wird von Cooler Master um ein weiteres Modell im Standarddesign ohne Extravaganzen erweitert.
Von Christoph Miklos am 16.11.2013 - 05:27 Uhr

Fakten

Hersteller

CM Storm

Release

November 2013

Produkt

Tastatur

Preis

ab 72,22 Euro

Webseite

Media (15)

Testbericht

Verarbeitung
Die neue CM Storm Tastatur misst 440 x 29 x 132 mm (B x H x T) und bringt knapp 1,1 Kilogramm auf die Waage. Das Gehäuse wurde aus hochwertigem ABS-Kunststoff gefertigt. Eine integrierte Stahlplatte sowie die Super Grip-Pads und die gummierten Füße sorgen für einen optimalen und rutschfesten Halt der Tastatur. Auch lässt sich der Neigungswinkel des Eingabegerätes verstellen. Da auf eine Beleuchtung verzichtet wird, wurden die Tastenbeschriftungen per Laser ausgeschnitten und anschließend mit farbigem Material ausgefüllt („Laser engraving“). Das USB-Kabel misst ausreichend lange 1.8 Meter und lässt sich bei Bedarf abstecken. Gravierende Verarbeitungsmängel konnten wir an unserem Testmuster aber nicht feststellen.
Zum Lieferumfang gehören zusätzliche Tastenkappen, ein Werkzeug für deren Austausch sowie ein PS/2-Adapter.
Anschlag
Das Besondere an der Tastatur ist der bei jeder einzelnen Taste nicht über eine elektronische Folie, sondern über einen mechanischen Mikroschalter (Cherry MX-Blue) weitergegebene Tastendruck. Dabei hat Cooler Master den Tastenhub halbiert (beträgt zwei Millimeter). Der kurze Weg soll dem Spieler eine niedrige Reaktionszeit mit der Quickfire XT ermöglichen. Der dabei aufzuwendende Tastendruck ist extrem gering und liegt mit 50 Gramm deutlich unter dem, der bei Folientastaturen (80 Gramm) oder anderen mechanischen Tastaturen (60 bis 80 Gramm) aufgeboten werden muss. Laut Hersteller besitzen die Tasten eine Lebensdauer von 50 Millionen Anschlägen.
Im (Gamer)Alltag schlägt sich das CM Storm Keyboard sehr gut. Vor allem bei Spielen konnte uns der „taktische“ Tastenanschlag überzeugen. Aber auch als Vielschreiber wird man seine Freude mit der Tastatur haben. Lediglich der deutlich hörbare Tastenanschlag könnte von einigen Spielern als störend empfunden werden.
Die MX Blue Switches
Die MX Blues sind vor allem für Vielschreiber ausgelegt. Ähnlich wie bei den MX Browns wird bei 2 mm ein spürbares Feedback erzeugt, zusätzlich löst der Schalter aber ein markantes Klickgeräusch aus.
Technik und Extras
Aufgrund der USB-Schnittstelle unterstützt die neue Quickfire nur ein herkömmliches 6-Key-Rollover. Im Klartext heißt das: Maximal sechs simultane Anschläge plus zwei Modifier wie STRG oder SHIFT sind möglich. Full NKRO (unendlich viele Tastenanschläge gleichzeitig) ist nur über den mitgelieferten PS/2-Adapter möglich. Das Innenleben der Quickfire XT dürfte sich daher vom denjenigen der Quickfire TK, welche auch über USB mit NKRO aufwartet, unterscheiden. Über den PS/2-Anschluss kann außerdem ein „Turbo-Modus“ genutzt werden. Dieser registriert statt einem zwei, vier oder acht Tastenanschläge, womit Cooler Master unter anderem in modernen Spielen häufig auftauchende Quick-Time-Events vereinfachen möchte.
Um das Intervall zu reduzieren, mit dem der USB-Anschluss im PC einzelne Tastenanschläge registriert, unterstützt die Quickfire XT zudem eine USB-Frequenz von bis zu 1.000 Hz. Das funktioniert laut Hersteller aber nicht an jedem PC, konkret nennt Cooler Master Mac-Rechner.
Ebenfalls verfügt die Tastatur über ein paar Sondertasten, die per FN-Taste aktiviert werden. F5 bis F12 sind mit gängigen Multimedia-Steuerbefehlen belegt, F9 aktiviert die Sperre beider Windows-Tasten. Extras wie zum Beispiel eine Beleuchtung, Handballenauflage oder zusätzliche Anschlussmöglichkeiten sucht man bei dem CM Storm Keyboard vergebens.
Preis und Verfügbarkeit
Die Quickfire XT von CM Storm ist ab sofort im Handel erhältlich. Der Preis beträgt knapp 75 Euro (Stand: 16.11.2013).

1 Kommentar

Bastian vor 4154 Tagen

Hallo, also, ich verstehe deine Contra-Punkte gerade nicht wirklich. Ich habe mich jetzt 2 Wochen eingelesen, weil ich eine MX-Blue-Switch-Tastatur möchte - es da aber am Markt nichts minimalistisches in Optik und Ausstattung gibt. Ein quasi aufgebohrtes Cherry MX-Blue-Switch-Keyboard, an dem man mehr als 2 Tasten gleichzeitig drücken kann, wäre für mich das Optimum. - NKRO nur über PS/2: Okay, ist bei vielen Tastaturen nicht anders; und die, die mehrere Tastaturen per USB im OS emulieren, bekommt man wohl nicht im 80€-Segment? - keine Extras: Du sprichst doch selbst von puristischer Tastatur für preisbewusste Gamer - warum sind keine Extras, wie eine Hintergrundbeleuchtung der Tasten (ist ein Gimmick; wer 10 Finger schreiben beherrscht,...), oder durchgereichte USB-Hubs an der Tastatur (an die man nichts anschließen kann, weil der Strom nur für sparsame USB-Geräte ausreicht) ein Contra-Punkt? Ich will eine guten, langlebige Tastatur ohne USB-Quatsch (da sind 10 € in einen aktiven USB-Hub besser investiert), Durchreiche für Headset (besser 5€ in eine kleine USB-Soundkarte mit Klinken-Eingang für Mikro und Ausgang für Ton investiert), Hintergrundbeleuchtung (sieht toll aus; hat aber außer "ohh toll" keinen Nutzen. Ich kann blind 10-Finger-System; und die Leute, die das nicht können: Mein Monitor steht vor meiner Tastatur - das Licht reicht für die Tastaturbeschriftung aus?). Und wenn dann die Tastatur statt 120 € nur 75 € kostet - hey, ist doch prima, und trifft genau ins schwarze. - Tastenanschlag leicht hörbar: Und warum ist das auch schon wieder ein Kritik-Punkt? Die MX-Blue-Switche klacken laut (wie man es von alten IBM-Tastaturen kennt), das ist so und wird sich nie ändern - wenn man das nicht möchte, soll man sich nach MX Red, Brown, Black umsehen. Aber auch hier: es geht doch nicht wertend um das "klack", sondern um das SCHREIBGEFÜHL der BlueSwitches - das eben anders ist als bei Red, Brown, Black.

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