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Inhalt
Fakten
Hersteller
be quiet!
Release
11.08 2026
Produkt
Wasserkühlung
Preis
ab 226,86 Euro
Webseite
Media (15)
In unserem Test klären wir, wie sich die weiße 360-mm-Variante bei Kühlleistung, Lautstärke, Verarbeitung und Bedienung schlägt.
Die beiden 400 mm langen Schläuche sind flexibel ausgeführt und mit einer robusten Gewebeummantelung (Sleeving) versehen. Eine Besonderheit ist die Kabelführung: Die Leitungen für die in Reihe geschalteten Lüfter werden entlang der Schläuche geführt, wodurch der sichtbare Kabelaufwand im Gehäuse deutlich reduziert wird.
Im Gegensatz zu vielen klassischen AiO-Wasserkühlungen lässt sich die Light Loop IO LCD außerdem nachfüllen. Dafür befindet sich am Radiator eine leicht zugängliche Nachfüllöffnung. Passend dazu legt be quiet! bereits eine 100-ml-Flasche Kühlflüssigkeit bei, wodurch sich ein Flüssigkeitsverlust nach längerer Nutzungsdauer unkompliziert ausgleichen lässt.
Auch die Verarbeitungsqualität der Pumpeneinheit kann sich sehen lassen. Das sauber verarbeitete Gehäuse wird von einer markanten, rundum beleuchteten Abdeckung geprägt. Zentral sitzt das runde 2,1-Zoll-IPS-Display mit 480 × 480 Pixeln und einer Helligkeit von 500 Nits. Damit lassen sich unter anderem Temperaturen, Drehzahlen, Bilder und Videos darstellen.
Unter der auffälligen Abdeckung steckt eine auf hohe Kühlleistung und einen möglichst leisen Betrieb ausgelegte Pumpen-Kühler-Einheit. Die Pumpe arbeitet mit 1.500 bis 2.900 U/min und besitzt einen sogenannten progressiven IC, der Schaltgeräusche des Motors reduzieren soll. be quiet! kombiniert die Pumpe mit einer speziell entwickelten Metall-Jet-Plate, welche die Strömungsgeschwindigkeit der Kühlflüssigkeit erhöht.
Die eigentliche Cold Plate besteht aus vernickeltem Kupfer und verfügt intern über eine besonders hohe Lamellendichte. Dadurch wird die zur Wärmeübertragung verfügbare Oberfläche vergrößert und die von der CPU aufgenommene Wärme effizient an die Kühlflüssigkeit weitergegeben. Das Zusammenspiel aus Jet Plate, fein strukturierter Cold Plate und regelbarer Pumpe ist insbesondere auf aktuelle High-End-Prozessoren und hohe thermische Lasten ausgelegt.
Bei der Verarbeitungsqualität gibt es wenig zu beanstanden. Rahmen und Rotor wirken stabil und sauber gefertigt, während die neun strömungsoptimierten Lüfterblätter auf einen möglichst effizienten Lufttransport bei gleichzeitig reduzierten Turbulenzen ausgelegt sind. Die drei Lüfter können in Reihe geschaltet werden, was den Verkabelungsaufwand deutlich reduziert.
Für die Optik sind pro Lüfter 16 adressierbare RGB-LEDs verantwortlich. Anders als bei den klassischen Light Wings mit ihrem markanten Leuchtring sitzen die LEDs bei den Light Wings LX in der Nabe und beleuchten die milchig-weißen Rotorblätter großflächig und gleichmäßig. Gerade bei unserer weißen Ausführung entsteht dadurch eine sehr homogene und kräftige Beleuchtung. Die Steuerung und Synchronisation der Effekte erfolgt komfortabel über das be quiet! IO Center.
Über das be quiet! IO Center stehen umfangreiche Möglichkeiten zur Individualisierung zur Verfügung. Neben vorgefertigten Designs können eigene Bilder, GIFs und Videos als Hintergrund genutzt werden. Zusätzlich lassen sich Systeminformationen und Sensordaten wie Temperaturen einblenden. Auch eigene Texte, analoge oder digitale Uhren, Medieninformationen und ein auf den Systemton reagierender Audio-Visualizer werden unterstützt.
Praktisch ist zudem das IO Center Web. Damit lässt sich die Light Loop IO LCD unter Windows, macOS und Linux direkt über einen Chromium-basierten Browser konfigurieren; empfohlen werden Chrome, Opera oder Edge. Die Weboberfläche stellt nahezu alle Anpassungsmöglichkeiten der Desktop-Anwendung bereit und benötigt weder ein Onlinekonto noch eine permanent im Hintergrund laufende Software. In den meisten Umgebungen sind zudem keine Administratorrechte erforderlich. Unter Linux muss für WebHID lediglich einmalig eine entsprechende Freigabe über das Terminal erfolgen.
Viele Einstellungen können direkt im Gerätespeicher abgelegt werden und bleiben damit auch nach dem Schließen des Browsers beziehungsweise der Software aktiv. Einige Funktionen sind allerdings der Windows-Desktop-Version vorbehalten. Dazu zählen Microsoft Dynamic Lighting sowie bestimmte Beleuchtungsmodi und Display-Inhalte, die dynamisch auf Systemparameter wie die CPU-Temperatur reagieren.
Der komplette Einbau nimmt etwa 25 Minuten in Anspruch. Ein Ausbau des Mainboards ist lediglich erforderlich, wenn das verwendete Gehäuse keinen entsprechenden Ausschnitt im Mainboard-Tray besitzt. Die drei mitgelieferten 120-mm-Lüfter werden klassisch mittels Schrauben am Radiator befestigt.
Darüber hinaus legt be quiet! eine Flasche Kühlflüssigkeit zum Nachfüllen bei. Über die leicht zugängliche Nachfüllöffnung am Radiator kann der Flüssigkeitsstand bei längerer Nutzung unkompliziert aufgefrischt werden.
Christoph meint: Wer bereit ist, den Premium-Aufpreis zu bezahlen, erhält mit der be quiet! Light Loop IO LCD 360mm jedoch eine der derzeit überzeugendsten 360-mm-Wasserkühlungen: sehr leistungsstark, angenehm leise, hochwertig verarbeitet und mit einem hervorragenden Display sowie durchdachtem Kabelmanagement ausgestattet!
“Mit der Light Loop IO LCD 360mm liefert be quiet! eine rundum gelungene Premium-AiO ab. Besonders stark präsentiert sich die Wasserkühlung bei ihrer eigentlichen Kernaufgabe: In unserem Test erreicht sie bereits bei moderaten Lüfterdrehzahlen eine sehr hohe Kühlleistung und platziert sich damit im Spitzenfeld. Gleichzeitig bleiben die drei Light Wings LX erfreulich leise. Selbst bei 2.000 U/min messen wir lediglich 0,39 Sone, während die CPU-Temperatur auf starke 63 °C sinkt.
Auch abseits der reinen Leistungswerte überzeugt das Gesamtpaket. Die Verarbeitung von Radiator, Pumpeneinheit, Schläuchen und Anschlüssen ist hochwertig, die Montage unkompliziert und die nachfüllbare Konstruktion samt mitgelieferter Kühlflüssigkeit dürfte der Langlebigkeit zugutekommen. Das scharfe und helle 2,1-Zoll-IPS-Display bietet umfangreiche Möglichkeiten zur Individualisierung, während das IO Center und dessen Web-Version eine komfortable Steuerung ermöglichen.
Sehr gut gefällt uns zudem das durchdachte Kabelmanagement. Der mitgelieferte IO Controller bündelt die Steuerung von Lüftern, Pumpe, ARGB-Beleuchtung und Display, während die Lüfterkabel weitgehend unsichtbar entlang der Schläuche geführt werden. Das sorgt insbesondere in einem aufgeräumten White-Build für eine schicke Optik.
Ganz ohne Kritik kommt die Light Loop IO LCD 360mm allerdings nicht davon. Mit aktuell rund 227 Euro gehört sie klar zu den teureren 360-mm-AiOs. Zudem ist die dreijährige Herstellergarantie angesichts der Preisklasse eher knapp bemessen. Auch sind einige Funktionen des IO Centers ausschließlich über die Windows-Desktop-Anwendung verfügbar.
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