Drei große Spiele machen in der Welt des eSports nach wie vor den Löwenanteil der Veranstaltungen und des Online-Gamings aus: League of Legends, Counter Strike: Global Offensive sowie Dota 2. Unser Fokus liegt heute auf letzterem und vor allem der Frage, warum das Free-to-Play-Spiel noch heute so beliebt ist, wie es 2013 startete.
Nähe zu erster Version lockte viele Fans an

Am 13. Juli 2013 war es soweit. Über Microsoft veröffentlichte Valve mit Dota 2 ein Free-to-Play-Modell, das von Beginn an sehr beliebt war. Es handelte sich um den Nachfolger von Dota, kurz für Defense of the Ancients. Dieses Spiel ist eine Warcraft 3 Modifikation. Warcraft selbst genießt nach wie vor große Popularität im eSport. Doch vor allem Dota 2 ist es heute, das neben League of Legends die Flagge der Multiplayer-Online Battle-Arena in die Höhe hält. Da der unter dem Pseudonym IceFrog agierende Entwickler derselbe wie bei Dota ist, hält sich das Spiel recht nah an der ersten Version. Dennoch handelt es sich um das erste Echtzeit-Strategiespiel, das damals von Valve entwickelt wurde.
Ein großes Argument für die Beliebtheit des Spiels ist, dass es kostenlos verfügbar ist. Da lediglich ein (ebenfalls kostenloser) Steam-Account benötigt wird, ist es ein Leichtes für die Verantwortlichen, neue Spieler anzulocken. Insbesondere jüngere Gamer ohne die großen eigenen finanziellen Mittel identifizieren sich deshalb oftmals schnell mit dem Spiel. Außerdem ist in den Dota 2 News oftmals zu lesen, wie das Spiel gerade weiterentwickelt wurde und welche neuen Funktionen integriert wurden. Ein perfektes Beispiel hierfür ist der Modus Auto Chess, der Dota 2 im Januar des laufenden Jahres bereicherte und seitdem die Schlagzeilen rund um das Spiel dominierte. Das umgestaltete Schachspiel mit Dota-2-Charakteren und -Gegenständen ist gar so beliebt, dass League of Legends einen eigenen Autobattler-Modus folgen ließ.
Teamgedanke steht an erster Stelle

Auch wenn die meisten Spiele heutzutage einen Online-Multiplayer-Modus bieten, kann dieser eine sehr unterschiedliche Ausprägung und Qualität besitzen. Genau hier setzte Dota 2 von vornherein an und überzeugte seine Nutzer mit einem wirklich gut geformten Spiel. Eine Runde ist nur dann zu gewinnen, wenn wirklich alle Einzelspieler ihre Aufgaben übernehmen und demzufolge ein starkes Team bilden. Das bedeutet allerdings zugleich, dass der Einstieg für neue Spieler schwierig ausfallen kann. Dafür ist nach dem Überwinden der Lernkurve das Spielerlebnis umso besser. Im Dota 2 Test betonen die Experten, dass das Verweigern eine Besonderheit des Spiels darstellt, welches im direkten Vergleich bei LoL nicht verfügbar ist.
Auf der anderen Seite besitzen die einzelnen Helden im Spiel mehr passive denn aktive Fähigkeiten. Dennoch sind diese sehr detailliert gestaltet und machen das Spiel über einen langen Zeitraum sehr unterhaltsam. Während die Spielerveränderungen im Normalfall lediglich kosmetischer Natur sind, ist es insbesondere der Spieler selbst, der im Mittelpunkt steht. Seine Lernentwicklung während des Spiels entscheidet darüber, wie schnell er erfolgreich agieren wird. Zudem gibt es ständig Updates, sodass neue Charaktere und Gegenstände eingeführt werden, die erst einmal ausprobiert werden müssen. Man kann also davon ausgehen, dass Dota 2 auch in fünf Jahren noch eine treue Fangemeinde besitzen wird.

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