Liebe für den 3DS

Auch sieben Jahre nach dem Verkaufsstart ist der mobile Handheld 3DS aus dem Hause Nintendo nicht tot zu kriegen. Nach wie vor werden Spiele für die Konsole veröffentlicht. Mit „WariorWare Gold“ kommt sogar mal wieder was Hauseigenes. Deutlich über 300 der durch die Serie etablierten, sogenannten Microgames sind in dem Spiel enthalten, neben allerlei Exemplaren aus den unterschiedlichen Vorgängern auch eine stattliche Menge neue Herausforderungen.
Neu & Alt
Zwischen neuen und alten Microgames unterscheidet das Spiel nicht. Diese sind aber erneut in verschiedene Pakete unterteilt, umrahmt von ebenso simplen wie abgefahrenen Geschichten und getragen vom bunten Cast der Reihe plus einigen Neuzugängen. Knapp 40 Minuten Zwischensequenzen hat das Entwicklerteam springen lassen, die an witzige Samstagsmorgen-Cartoons erinnern. Die Geschichte ist schnell erzählt: Wario hat mitbekommen, dass schnell produzierte Videospiele ebenso schnelles Geld einbringen. Daher ruft er einen Wettbewerb innerhalb seiner „Community“ aus - seine Freunde/Bekannte sollen Spiele entwickeln. Als Spieler muss man nun die knapp drei- bis fünfsekündigen Microgames, die in einer zufälligen Reihenfolge aneinanderkettet werden, durchspielen. Es gilt stets, eine sumpersimple Reaktions-Aufgabe zu erfüllen, die in eine komplett willkürliche Situation eingebunden ist. Macht man einen Fehler, verliert man eines seiner vier Leben. Nach einer gewissen Anzahl an Spielchen erhöht sich das Tempo und nach einer vorgegebenen Anzahl an Herausforderungen gibt es ein Bosslevel, ein etwas komplexeres und zumeist nicht zeitlich begrenztes Minispiel. Schließt man dieses erfolgreich ab, gibt es ein Leben zurück und anschließend steigert sich der Schwierigkeitsgrad der Microgames erneut.
Sowohl die Story als auch die übrigen Modi teilen sich in die Knöpfe-Liga, die Touch-Liga und die Gyro-Liga auf, die in der Ultra-Liga zusammengeführt werden. Sprich: Hier werden die Minispiele nach ihrer Steuerungsart getrennt. Spiele, die das Mikrofon nutzen, kommen erst später hinzu. Neben der Story gibt es wieder altbekannte Modi, in denen man nach bestimmten Regeln so viele Mikrospiele wie möglich absolvieren muss. Mal in enormer Geschwindigkeit, mal mit nur einem Leben, mal werden die Aufgaben abwechselnd auf dem oberen und dem unteren Bildschirm dargestellt. Das ist so unglaublich motivierend wie eh und je.
Extras
Für erfolgreich abgeschlossene Games gibt es Münzen, mit denen sich zahlreiche Extras freischalten lassen: Minispiele, Einblicke in Nintendos allererste Erfindungen, Musikstücke, Videosequenzen, Wecker, die sich erst abschalten, wenn ihr drei Mikrospiele schafft - für Langzeitmotivation ist auf jeden Fall gesorgt.

Kommentar schreiben