Kein Meistertitel

Ein Remake einer erfolgreichen Serie kann gut gehen (Deus Ex: Human Revolution, Tomb Raider) oder auch nicht. Im Fall von Thief kommen weder alteingesessene Fans noch Action-Adventure-Zocker voll auf ihre Kosten. Warum das so ist, klären wir in unserem Testbericht!
Geschichte
Garrett findet im Laufe der knapp zehnstündigen Kampagne massig Wertvolles. Überall in der Stadt liegen Gegenstände herum, die der Meisterdieb einfach nehmen kann. Leider nicht einfach im Vorbeigehen, sondern indem man jeden Gegenstand einzeln ansteuert und auf Tastendruck einsammelt. Das wird schnell zum dezent nervigen Dauermanöver. Mit den erbeuteten Wertsachen können wir bei speziellen Händlern Ausrüstungsgegenstände wie zum Beispiel die legendären Wasserpfeile kaufen. Darüber hinaus können wir sinnvolle Verbesserungen und Extras erwerben. Im Verlauf des Spiels muss man in regelmäßigen Abständen Türen, Tresore und Truhen knacken. Dazu stochert man mit zwei Stiften im Schloß herum bis der Schließmechanismus ausgehebelt ist. Das ist über sanfte Bewegungen des linken Analogstick eines Controllers oder der Maus zwar unspektakulär gelöst, sorgt aber zwischen all dem Sammeln, Schleichen und Kämpfen für willkommene Abwechslung.

Fokus-System
Im Vorfeld hitzig diskutiert: das Fokus-System. Die Diskussion hätte man sich schenken können, denn in der finalen Version ist dieses Feature -fast- unnötig. Wir haben es lediglich aus Komfortgründen genützt. Schließlich werden bei aktivierter Fokussicht alle Beutestücke und - Orte blau hervorgehoben, was das restlose Ausräumen der Levels spürbar beschleunigt.
Technik
Thief sieht zwar im Hinblick auf das Art-Design hübsch aus, technisch kann es aber nicht immer überzeugen. Auf dem PC gab es unschöne Grafikfehler und das gewohnte Texturen Nachladen der Unreal-3-Engine. Auch gibt es bisher noch keinen Patch, der die groß angekündigte AMD Mantle-Unterstützung aktiviert. Im akustischen Bereich wissen in erster Linie der Soundtrack und die stimmigen Hintergrundgeräusche zu gefallen. Weniger gut hat uns hingegen die schlampige und zum Teil fehlerhafte deutsche Sprachausgabe gefallen.

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