Solidigm P44 Pro 1TB - Test/Review
Premiere bei uns in der Redaktion: Wir schicken die erste M.2-SSD aus dem Hause Solidigm auf den Prüfstand.
Von Christoph Miklos am 11.02.2023 - 05:01 Uhr

Fakten

Hersteller

Solidigm

Release

Anfang 2023

Produkt

SSD

Preis

ab 118,90 Euro

Webseite

Media (3)

Einleitung & Datenblatt


Einleitung


Premiere bei uns in der Redaktion: Wir schicken die erste M.2-SSD aus dem Hause Solidigm auf den Prüfstand. Hinter dem relativ unbekannten Namen verbirgt sich der Speicherspezialist SK Hynix, der wiederum die Tochtergesellschaft Solidigm im Zuge der Übernahme der Speichersparte von Intel gründete. Was also die neue Solidigm P44 Pro 1TB taugt, könnt ihr in unserem ausführlichen Testbericht nachlesen!

Über Solidigm


Wir bei Solidigm glauben an das unbegrenzte Potenzial von Daten, um den menschlichen Fortschritt voranzutreiben – von der Förderung wissenschaftlicher Durchbrüche über die Bildung der nächsten Generation bis hin zur Erschließung von integrativem Wohlstand. Wenn wir Daten in die Hände von Visionären, Innovatoren, Unternehmern und Studierenden legen, werden die Vorteile in all unseren Gemeinschaften und Gesellschaften verteilt.

Datenblatt


• Bauform: Solid State Module (SSM) • Formfaktor: M.2 2280 • Schnittstelle: M.2/M-Key (PCIe 4.0 x4) • Lesen: 7000MB/s • Schreiben: 6500MB/s (SLC-Cached) • Speichermodule: 3D-NAND TLC, SK hynix, 176 Layer • TBW: 750TB • Zuverlässigkeitsprognose: 1.6 Mio. Stunden (MTBF) • Controller: SK hynix, 8 Kanäle • Cache: keine Angabe (DDR4), SLC-Cache • Protokoll: NVMe 1.4 • Datenschutzfunktionen: 256bit AES, TCG Pyrite 2.01 • Leistungsaufnahme: keine Angabe (maximal), 7.5W (Betrieb), 0.05W (Leerlauf), 0.005W (Schlafmodus) • Abmessungen: 80x22x2.38mm • Herstellergarantie: fünf Jahre
Preis: 120 Euro (Stand: 11.02.2023)

Testplattform


• Mainboard: ASUS ROG Strix X670E-E Gaming WIFI • Prozessor: AMD Ryzen 9 7950X • Arbeitsspeicher: Kingston FURY Renegade RGB DIMM Kit 32GB DDR5-6000 • Grafikkarte: MSI GeForce RTX 4090 Suprim X 24G • Prozessorkühler: Alpenföhn Gletscherwasser 360 High Speed • Wärmeleitpaste: Arctic MX-5 • Netzteil: Seasonic Prime TX-1600 • Soundkarte: Creative Sound BlasterX AE-5 PLUS • Gehäuse: be quiet! Silent Base 802 weiß • Betriebssystem: Windows 11 Home 64-Bit • Peripherie: Razer Viper Ultimate, Sharkoon PureWriter RGB, EPOS Sennheiser GSP 670 • Monitor: Monitor: LG UltraGear 48GQ900-B • Zimmertemperatur: ca. 21°C

Technik & Preis


Verarbeitung und Technik


Die Verarbeitungsqualität des Speichermoduls ist sehr gut. Auch nach mehrmaliger Begutachtung konnten wir an unserem Testmuster keine Mängel feststellen. Die M.2-SSD misst 80x22x2.38 mm und kommt ohne Kühlkörper daher. Darüber hinaus profitiert unser Testmuster von der Schnittstelle: PCIe 4.0 x4 erlaubt deutlich höhere Datenübertragungsraten wie SATA. Demnach schafft die P44 Pro 1TB 7.000 MB/s beim sequenziellen Lesen und maximal 6.500 MB/s beim Schreiben, während SATA bei 560 MB/s limitiert. Die Garantie für die neue SSD-Serie beträgt 5 Jahre. Unser Testmuster gibt es zum Testzeitpunkt mit 512 Gigabyte, 1 und 2 Terabyte Speicherkapazität. Bei unserem Testmuster kommt der hauseigene ACNS075 Controller zum Einsatz, der über acht Kanäle zur Anbindung des NANDs verfügt. Der Controller erfüllt die NVMe 1.4-Spezifikation und verfügt über eine Reihe von üblichen Funktionen. So unterstützt er sowohl Trim- als auch S.M.A.R.T.. Wie andere Controller auch, nutzt er Active State Power Management (ASPM), Autonomous Power State Transition (APST) und den L1.2 Ultra-Low-Power-Status. Als Speicher wird TLC-176-Layer-3D-NAND aus eigener Produktion verbaut. Unser Testmuster verfügt über einen 1 Gigabyte (SK hynix LPDDR4-4266MHz) großen Cache. Die SSD nutzt außerdem eine dynamische SLC-Cache-Technik. Dabei wird ein Teil des NAND-Flash im schnelleren SLC-Modus (1 Bit/Zelle) betrieben, der dann als Zwischenspeicher dient. Sobald der SLC-Puffer voll ist, werden die Zellen mit drei Bits statt einem beschrieben und die Schreibrate deutlich. In Leerlaufphasen werden die Daten aus dem Puffer auf den regulären TLC-Speicher übertragen.
Die elektrische Leistungsaufnahme beziffert Solidigm auf 0.05 im Standbymodus und 7.5 Watt im Betrieb (maximal 7.8 Watt). Der Hersteller verspricht eine Lebensdauer 1.6 Mio. Stunden (MTBF) bzw. 750 TB (TBW).

Preis und Verfügbarkeit


Die Solidigm P44 Pro 1TB ist ab sofort für knapp 120 Euro (Stand: 11.02.2023) im Handel erhältlich.

AS SSD

Solidigm P44 Pro 1TB - AS SSD
mehr ist besser
Sequentiell
6003 MB/s
4K-64Thrd
2321 MB/s
4K
80 MB/s

ATTO

Solidigm P44 Pro 1TB - ATTO
mehr ist besser
4096 KB
6890 MB/s
8192 KB
6880 MB/s
256 KB
6230 MB/s
1024 KB
6220 MB/s
64 KB
5190 MB/s
16 KB
1820 MB/s
4 KB
468 MB/s

CrystalDiskMark

Solidigm P44 Pro 1TB - CrystalDiskMark
mehr ist besser
SEQ1M Q8T1
7384 MB/s
SEQ128K Q32T1
7373 MB/s
RND4K Q32T16
2653 MB/s
RND4K Q1T1
87 MB/s

Zugriffszeiten

Solidigm P44 Pro 1TB - Zugriffszeiten (AS SSD)
weniger ist besser
Acc.time
0.014 ms

Alltag

Solidigm P44 Pro 1TB - Alltag
weniger ist besser
durchschnittlicher Wert
10 Sek.

Temperaturen

Solidigm P44 Pro 1TB - Temperaturen
weniger ist besser
ohne Kühlkörper
35 °C
mit Mainboard-Kühlkörper
29 °C

Auch ohne Kühlkörper bleibt die P44 Pro recht „cool“ und es kommt zu keiner Temperaturdrosselung. Wir empfehlen dennoch die Nutzung eines optionalen Kühlers (zum Beispiel vom Mainboard).

Fazit & Wertung

Christoph meint: Flotte und moderne SSD mit ein paar kleinen Kritikpunkten!

Die erste M.2-SSD von Solidigm auf unserem Testtisch hinterlässt einen guten Eindruck. Bei der hauseigenen Technik (Controller, Speicher) gibt es kaum etwas zu bemängeln. Hohe Lesewerte, eine sehr gute Anwendungsleistung und ordentliche Lebensdauer (inklusive 5 Jahre Garantie) sprechen für den Kauf der P44 Pro 1TB. Wo es aber noch „Optimierungsbedarf“ gibt: Der Preis ist für das Gebotene etwas zu hoch angesetzt und auch die Schreibwerte könnten ruhig eine Spur besser sein. Demnach gibt es für einen möglichen Nachfolger noch Luft nach oben.

90%
Verarbeitung
10
Leistung
9
Effizienz
9
Temperatur
8
Ausstattung
9
Preis
8
Richtig gut
  • wertige Verarbeitung
  • moderne Technik
  • hohe Lesegeschwindigkeit
  • sehr gute Anwendungsleistung
  • ordentliche Lebensdauer
  • Leistungsaufnahme hält sich in Grenzen
Verbesserungswürdig
  • kein Kühlkörper / Wärmeentwicklung ohne Kühlkörper
  • Schreiblatenz
  • Schreibleistung könnte eine Spur besser sein
  • Preis
  • nur max. 2 TB
Christoph Miklos ist nicht nur der „Papa“ von Game-/Hardwarezoom, sondern seit 1998 Technik- und Spiele-Journalist. In seiner Freizeit liest er DC-Comics (BATMAN <3), spielt leidenschaftlich gerne World of Warcraft und schaut gerne alte Star Trek Serien.

Kommentar schreiben