Ninja Theory hat im Rahmen des Xbox Games Showcase 2026 sein nächstes großes Projekt vorgestellt. Überraschend verzichtet das Studio dabei auf den bekannten Serientitel „Hellblade“ und nennt das Spiel schlicht „Senua“. Wie Studioleiter Dom Matthews in einem Interview erklärte, soll dies den Neuanfang der Reihe unterstreichen. Gleichzeitig bestätigte Microsoft, dass der Titel 2027 nicht nur für Xbox Series X|S und PC, sondern auch für die PlayStation 5 erscheinen wird.
Inhaltlich verschlägt es die keltische Kriegerin in eine mysteriöse Zwischenwelt zwischen Leben und Tod. Auf ihrer Reise durch eine düstere Jenseits-Dimension kämpft Senua gegen übernatürliche Gefahren und sucht einen Weg, um im Nachleben ihre verlorenen Angehörigen wiederzufinden.
Auch spielerisch geht Ninja Theory neue Wege. Statt eines stark linearen Erlebnisses erwartet die Spieler ein klassisches Action-Adventure mit größerer Welt, mehr Bewegungsfreiheit und umfangreicheren Erkundungsmöglichkeiten. Kletterpassagen, Sprungeinlagen und anspruchsvollere Rätsel sollen dabei deutlich stärker in den Vordergrund rücken.
Besonders stark überarbeitet wurde das Kampfsystem. Während die Vorgänger vor allem auf intensive Duelle setzten, treten nun größere Gefechte gegen mehrere Gegner gleichzeitig in den Fokus. Neben dem Schwert stehen Senua zusätzliche Waffen wie Äxte und Wurfgeschosse zur Verfügung, außerdem ist erstmals der Kampf mit zwei Waffen gleichzeitig möglich. Ergänzt wird das Gameplay durch Schleichpassagen und spektakulär inszenierte Bosskämpfe.
Trotz der stärkeren Action-Ausrichtung bleiben die Kernelemente der Reihe erhalten: Die Auseinandersetzung mit psychischen Belastungen sowie das immersive binaurale Sounddesign sollen weiterhin eine zentrale Rolle spielen.
Christoph Miklos ist nicht nur der „Papa“ von Game-/Hardwarezoom, sondern seit 1998 Technik- und Spiele-Journalist. In seiner Freizeit liest er DC-Comics (BATMAN!), spielt leidenschaftlich gerne World of Warcraft und schaut gerne Star Trek Serien.
Kommentar schreiben