Razer Kiyo V2 - Test/Review
Knapp drei Jahre mussten Content-Creator auf eine neue Razer Webcam warten.
Von Christoph Miklos am 18.04.2026 - 04:17 Uhr

Fakten

Hersteller

Razer

Release

Februar 2026

Produkt

Webcam

Preis

ab 141,99 Euro

Webseite

Media (8)

Einleitung & Datenblatt


Einleitung


Knapp drei Jahre mussten Content-Creator auf eine neue Razer Webcam warten. Was die neue „Kiyo V2“ taugt, lest ihr in unserem ausführlichen Testbericht!

Über Razer


Razer ist der weltweit führende Anbieter von professioneller Gaming-Hardware, Software und Systemen. 1998 wurde das Unternehmen in Carlsbad, Kalifornien, gegründet. Heute hat Razer weltweit neun Niederlassungen. Razer-Produkte werden von den anspruchsvollsten Profi-Gamern weltweit in Turnieren benutzt und bieten Spielern den entscheidenden Wettbewerbsvorteil durch Spitzentechnologie und preisgekröntes Design. Wir leben unser Motto: For Gamers. By Gamers.

Datenblatt


• Typ: Webcam • Bildsensor: 1x CMOS (Sony Starvis) 8.3 MP • Auflösung: 3840x2160 Pixel (30fps), 1920x1080 Pixel (60fps) • Objektiv: 3.0mm/F2.0 • Sichtwinkel: 93° • Komprimierung/Codecs: MJPEG, YUY2, NV12 • Anschlüsse: 1x USB-C 3.0 (5Gb/s) • Fokussierung: Autofokus, manuell • Kamera-Abdeckung: vorhanden • Mikrofon: integriert (stereo, omnidirektional) • Kabellänge: 2m • Stromversorgung: über USB • Halterung: Halteclip, mit 1/4" Gewinde • Farbe: schwarz • Abmessungen: 116x27x27mm (BxHxT) • Gewicht: 255g • Lieferumfang: Kamera, USB-C Kabel • Besonderheiten: Status-LED
Preis: 141,99 Euro (Stand: 18.04.2026)

Testplattform


• Mainboard: ASUS ROG Crosshair X870E Hero • Prozessor: AMD Ryzen 9 9950X • Arbeitsspeicher: Kingston FURY Renegade RGB DIMM Kit 96GB DDR5-6000 • Grafikkarte: MSI GeForce RTX 5090 32G Suprim SOC • Prozessorkühler: Alpenföhn Gletscherwasser 360 High Speed • Wärmeleitpaste: ARCTIC MX-7 • Netzteil: Seasonic Prime TX-1600 • Soundkarte: Creative Sound BlasterX AE-5 PLUS • Festplatten: KIOXIA EXCERIA PRO SSD 2TB • Gehäuse: be quiet! Silent Base 802 weiß • Betriebssystem: Windows 11 Home • Peripherie: Razer Viper V3 Pro, Keychron K2 HE Wireless, Sennheiser HD550 • Monitor: ASUS ROG Swift OLED PG32UCDM • Zimmertemperatur: ca. 21°C

Verarbeitung & Technik


Verarbeitung


Unser Testmuster kommt in einem kleinen und farblich bedruckten Karton bei uns in der Redaktion an. Die wahlweise schwarz, weiß oder rosa beschichtete Kiyo V2 misst 116x27x27 Millimeter (BxHxT) und bringt ohne Kabel 255 Gramm auf die Waage. Die Verarbeitung macht einen sehr guten Eindruck: Das gesamte Gehäuse wurde aus robustem Kunststoff gefertigt. Die Befestigung erfolgt wahlweise per L-Form-Halteclip (Monitor) oder mittels 1/4-Zoll-Gewinde (extra Stativ). Die Optik mit Autofokus hat eine Blende von 2.0 und lässt sich komfortabel mit einem Dreh am Objektiv verdecken. Der Anschluss erfolgt via USB-3.0-Schnittstelle. Das gummierte und abnehmbare Kabel (USB-C auf USB-A 3.0) kommt auf eine ausreichende Länge von zwei Metern. Verarbeitungsmängel konnten wir an unserem Gerät nicht feststellen.

Technik


Im Inneren des Gehäuses werkelt ein 8.3 MP „starker“ und 1/2.8 Zoll großer Sensor von Sony, der 4K/30-FPS-Aufnahmen ermöglicht. Darüber hinaus sind zwei Mikrofone mit Kugelcharakteristik und aktiver Rauschunterdrückung verbaut. Zu den weiteren Features zählen: (KI-)Autofokus, Sichtwinkel-Anpassung, HDR-Support, Ultra-Weitwinkel, Weißlicht- und Helligkeitsabgleich.

Software & Praxis


Software


Die Razer Kiyo V2 bietet eine Vielzahl an Softwarefunktionen, die hauptsächlich über Razer Synapse sowie die Zusatzsoftware Camo Studio gesteuert werden.
Die Kamera verfügt zunächst über verschiedene automatische Funktionen. Dazu zählt unter anderem ein KI-gestütztes Auto-Framing, bei dem Gesichter erkannt und automatisch im Bild zentriert werden. Darüber hinaus passt das System Belichtung, Farben und Helligkeit selbstständig an die Umgebungsbedingungen an, wodurch auch bei wechselnden Lichtverhältnissen eine gute Bildqualität gewährleistet wird. Zusätzlich stehen zahlreiche manuelle Einstellungsmöglichkeiten zur Verfügung. Dazu gehören unter anderem Fokus, Zoom und Bildausschnitt sowie Parameter wie Helligkeit, Kontrast und Weißabgleich. Auch Funktionen wie HDR oder spezielle Low-Light-Optimierungen können aktiviert werden, um die Bildqualität weiter zu verbessern.
Mit der Software Camo Studio werden darüber hinaus erweiterte Funktionen für Streaming und Videokonferenzen bereitgestellt. Dazu zählen virtuelle Hintergründe, Hintergrundunschärfe sowie verschiedene Filter und Effekte. Außerdem können individuelle Profile erstellt werden, um schnell zwischen unterschiedlichen Einstellungen zu wechseln.

Praxis


Die Bildqualität der neuen Razer Webcam überzeugt auf der ganzen Linie. Bei guter Beleuchtung ist das Bild sehr scharf und vor allem rauschfrei. Die Cam fokussiert schnell - die Farben wirken natürlich und nicht übersättigt. Ebenfalls erfreulich: Selbst bei schlechten Lichtverhältnissen (siehe Foto) überzeugt die Bildqualität. Die integrierten Stereo-Mikrofone sorgen für eine saubere Übertragung der Stimme.

Preis und Verfügbarkeit


Die Razer Kiyo V2 ist ab sofort für 141,99 Euro (Stand: 18.04.2026) im Handel erhältlich.

Fazit & Wertung

Christoph meint: Insgesamt bietet die Razer Kiyo V2 ein stimmiges Gesamtpaket aus Bildqualität, Ausstattung und Softwarefunktionen. Angesichts des Preises im mittleren Segment stellt sie eine empfehlenswerte Lösung für Streaming, Videokonferenzen und Content-Erstellung dar, auch wenn professionelle Anwender bei den Mikrofonen oder beim Sensor noch Luft nach oben sehen könnten!

Die Razer Kiyo V2 überzeugt im Test als leistungsstarke und moderne Webcam, die sich besonders an Content-Creator und anspruchsvolle Nutzer richtet. Sie punktet mit einer sehr guten Verarbeitungsqualität, durchdachtem Design und flexiblen Montagemöglichkeiten. Auch technisch ist sie solide aufgestellt: Der Sony-Starvis-Sensor liefert eine hohe Bildschärfe, natürliche Farben und bleibt selbst bei schwächeren Lichtverhältnissen überzeugend.

Ein großer Pluspunkt ist die umfangreiche Software-Unterstützung. Über Razer Synapse und Camo Studio stehen sowohl automatische KI-Funktionen als auch zahlreiche manuelle Einstellungsmöglichkeiten zur Verfügung, wodurch sich die Kamera flexibel an unterschiedliche Einsatzbereiche anpassen lässt. Ergänzt wird dies durch praktische Streaming-Features wie virtuelle Hintergründe und Profile.

Auch in der Praxis hinterlässt die Webcam einen sehr guten Eindruck: Die Bildqualität ist scharf und rauscharm, der Autofokus arbeitet schnell und zuverlässig, und die integrierten Stereo-Mikrofone liefern eine ordentliche Sprachaufnahme.

90%
Verarbeitung
95
Technik
90
Ausstattung
90
Software
92
Preis
81
Richtig gut
  • wertige Verarbeitung
  • abnehmbares und ausreichend langes USB-Kabel
  • Gewinde für Stativ
  • sehr gute Technik
  • ordentliche Bildqualität (auch bei schlechten Lichtverhältnissen)
  • sehr gute Mikrofone
  • HDR, 4K, Face-Tracking, Bokeh-Effekt
  • Blende lässt sich flott verschließen
  • umfangreiche und übersichtliche Software
Verbesserungswürdig
  • Halterung nicht abnehmbar
  • recht steifes USB-Kabel
Christoph Miklos ist nicht nur der „Papa“ von Game-/Hardwarezoom, sondern seit 1998 Technik- und Spiele-Journalist. In seiner Freizeit liest er DC-Comics (BATMAN!), spielt leidenschaftlich gerne World of Warcraft und schaut gerne Star Trek Serien.

Kommentar schreiben