Das Sony Computer Entertainment Japan Studio präsentiert uns einen neuen PSN-Titel, der den zum Herbstbeginn passenden Namen Rain trägt. Was sich hinter dem rund 13 Euro teuren Speil verbirgt und was ihr euch davon erwarten könnt erfahrt ihr natürlich wie immer in unserem Review.
Die Geschichte
In Sonys neuem Streich dreht sich – anders als bei vielen anderen Spielen – alles um die gelungene Geschichte! Ähnlich wie beim, auch aus dem Hause Sony stammenden, Kassenschlager Heavy Rain bekommt ihr durchgehend neue Einblicke in den Handlungsstrang was den Spielverlauf in das Licht eines interaktiven Films rückt. Dabei schlüpfen wir in die Rolle eines namenlosen Jungen der an einem Abend bei strömendem Regen aufwacht. Als er aus dem Fenster sieht erblickt er ein kleines Mädchen das an seinem Haus vorbeiläuft. Während sich deren Blicke kreuzen merkt er, dass sie gehetzt und verängstigt wirkt. Genau in diesem Moment erblickt unser junger Protagonist aber auch finstere Gestalten die aus dem Regen kommen – es sieht so aus als würden sie das Mädchen jagen! Natürlich wollen wir ihr helfen und steigen in den Regen um uns auf die Suche nach ihr zu machen. Womit aber niemand gerechnet hat: die beängstigenden Monster und die Kinder sind unsichtbar! Nur im starken Regen kann man ihre Silhouetten erkennen! Außerdem durchkämmen die Kreaturen der Finsternis die ganze Stadt, und so bleibt uns nichts anderes übrig als uns vor den Kreaturen zu verstecken und das flüchtende Mädchen hoffentlich einzuholen…
Das Gameplay
Was Rain einzigartig macht ist, dass, obwohl der Handlungsstrang unglaublich intensiv erzählt wird während des kompletten Spielverlaufs kein einziges Wort gewechselt wird - ganz im Gegenteil! Rain setzt auf eine düstere und kalte Atmosphäre die gekonnt mit einer theatralischen Musikuntermalung vor der Konsole fesselt. Außerdem hat Sony Japan Studios penibel darauf geachtet das Spielerlebnis für alle Spieler sehr leicht zugänglich zu machen. Dafür sorgen neben der sehr einfach gestrickten Steuerung bei der der Junge schon einige Aktionen wie das Klettern auf Kisten automatisch ausführt auch die schnelle Übersetzung und die angenehm flüssigen Bewegungsabläufe der Charaktere. Selbst die statische Kamera, die oftmals bekrittelt wird weil sie den Spieler in seinem Handeln einschränkt, fällt bei Rain überhaupt nicht negativ ins Gewicht. Lediglich den linearen Levelaufbau und das Trial and Error-Prinzip durch das ihr an manchen Stellen den Schriftzug „vom Kontrollpunkt aus neu starten“ des Öfteren zu Gesicht bekommt finden wir in Rain unpassend.
Die Grafik Sowohl die Regeneffekte und Charaktere sind durchwegs gelungen als auch das „Fußstapfensystem“ in überdachten Arealen, in denen der Charakter auch für uns nicht sichtbar ist, weiß zu überzeugen. Leider ist es deshalb besonders schade, dass viele Gebäudetexturen wie zweidimensionale Tapeten aussehen – insbesondere weil die bespielbaren Gebiete nicht sonderlich groß sind! Trotzdem ist Sony mit Rain ein ansprechender interaktiver Film- ja ich habe gerade ein neues Genre erfunden- gelungen der grafisch niemandem im Regen stehen lässt!
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