Seit 2004 (Doom 3) hat das texanische Entwicklerstudio id Software keinen eigenen Titel mehr veröffentlicht. Die letzten Jahre hat das Team rund um John Carmack an dem Endzeit-Shooter RAGE gebastelt - ganz nebenbei wurde auch eine hauseigene Graphic-Engine (id Tech 5 Engine) entwickelt. Stellt sich jetzt bloß die Frage: taugt das Spiel auch was?
Nichts Neues Die Handlung von RAGE ist klassische SiFi-Kost: Die Erde wurde von einem Kometen (Apophis) verwüstet, die Menschheit nahezu ausgelöscht. Aus den Trümmern erheben sich Städte aus Schrott. Der Spieler selbst erwacht 100 Jahre nach der Katastrophe in einer unterirdischen Rettungskapsel, die die damalige Regierung tief in der Erde versenkt hatte, um den Fortbestand der Menschheit zu sichern. Die bösartige Regierung ist auf der Suche nach genau diesen Menschen.
Mix it
Bereits nach den ersten paar Spielminuten wird klar, dass RAGE ein Mix aus Borderlands- und Fallout-Elementen ist. Der Shooter ist trotz zahlreicher Zusatzmissionen sehr linear aufgebaut. Viel Freiheit oder gar Rollenspielelemente sucht man vergebens. Stattdessen folgt man der vergleichsweise linearen Kampagne, in der man Missionen erst in der Wüste, dem Ödland und später vor allem rund um die Städtchen Wellspring und Subway Town absolviert. Meist muss der Spieler mit seinem Buggy vom Auftraggeber zum Einsatzort fahren und dort menschliche Mutanten, Banditen und später die vergleichsweise stark ausgerüsteten Regierungssoldaten ausschalten. Zwischendurch können wir mit unserem Vehikel an Wettrennen oder Kampfeinsätzen teilnehmen. Dank des arcadig-spaßigen Fahrgefühls und der wenig herausfordernden KI-Fahrer sind das aber Aufgaben, mit denen auch Fans von Ego-Shootern klarkommen sollten, die sonst einen Bogen um Rennspiele machen. In den Fahrsequenzen verdienen wir nicht nur Geld, sondern erhalten auch „Rennscheine“, die wir gegen Upgrades wie zum Beispiel stärkere Panzerungen oder Abwehrsysteme eintauschen. Das gewonnene bzw. gefundene Geld (besiegte Feinde hinterlassen gerne mal ein paar Dollar) wiederum investieren wir in Munition und Waffenverbesserungen. Die meiste Zeit im Spiel verbringt man mit Ballereinlagen. Wir schießen uns durch die Kanalisation von Wellspring, um die Wasserversorgung sicherzustellen, machen im Ödland Jagd auf Mutanten oder besorgen Ersatzteile für Rustys Autohandel. Abgeschlossene Missionen enden meistens mit einem langatmigen Dialog beim Auftraggeber. So etwas wie Wahlfreiheit hat man bei den Storymissionen nicht.
Feinde und Waffen Die meisten Gegner in RAGE gehen nicht gerade clever vor, sondern attackieren einen frontal. Lediglich die Fortbewegungsgeschwindigkeit und Panzerung der Fieslinge sorgt für etwas Abwechslung. Zu Beginn des Spieles hat man lediglich eine schwache Pistole im Gepäck. Erst mit dem erfolgreichen Abschließen von Aufträgen hagelt es neue Wummen. Mit von der Partie sind Maschinengewehre, eine Schrotflinte und sogar eine lautlose Armbrust. Dazu kommen 20 Munitionsarten, darunter Spezialitäten wie die Hypnosebolzen, mit denen der Spieler einen getroffenen Gegner
ein paar Augenblicke lang selbst steuern und ihn dann sprengen kann. Außerdem gibt es weitere Ausrüstung wie eine Selbstschussanlage und sofort heilende Bandagen. Auch für das Auto gibt es nach und nach mehr Zubehör, etwa Minikanonen und einen Schutzschild. Ein Aspekt hat für ein paar nachdenkliche Gesichter innerhalb der Redaktion gesorgt: Warum kann man nicht die Waffen von besiegten Feinden aufheben? Diese lösen sich einfach nach ein paar Sekunden in Luft auf. Eine glaubwürdige Spielwelt sieht anders aus. Oder hat etwa id Software keinen anderen Motivationsgrund fürs Weiterspielen gefunden?
Unser Testvideo zu RAGE
RAGE setzt auf die brandneue id Tech 5 Engine. Herausragendes Merkmal des Grafikgerüstes sind die Megatexturen - was bedeutet, dass beinahe jedes noch so kleine Polygon mit einer individuellen Tapete verkleidet werden kann. Alle diese Texturen ergeben die besagte Megatextur. In der Praxis führt das aber dazu, dass ständig Texturen nachgeladen werden. Darüber hinaus trüben gelegentliche Leistungseinbrüche und matschige Umgebungstexturen den Gesamteindruck sehr. Für die Engine sprechen die flüssigen Animationen, hübschen Lichteffekte und natürlich die detaillierten Charaktere. Leider können diese positiven Aspekte nicht darüber hinwegtäuschen, dass vor allem Technik-Liebhaber ein langes Gesicht ziehen werden.
Multiplayer Die Verkaufsversion von RAGE beinhaltet den “Road Rush“ Mehrspielermodus, der sich auf Kämpfe mit den Vehikeln beschränkt. Zusätzlich gibt es einen Koopmodus, in
dem zwei Freunde gemeinsam in neun Missionsabschnitten aus der Kampagne kämpfen.
Uncut und Sprachen Hierzulande erscheint der Titel vollständig übersetzt, die Sprachausgabe entspricht den üblichen Standards. PC-Spieler können die englische Tonspur per Steam auf ihren Rechner laden. Inhaltlich unterscheidet sich das Programm nicht von der US-Fassung. Die USK hat eine Freigabe ab 18 erteilt.
Ich hab gerade den Anfang ein wenig ze4h geedfunn und bin demnach noch nicht weiter als bis Seite 50 gekommen. Aber das werde ich e4ndern und mich gleich nochmal dazu setzen
1 Kommentar
Makmot vor 4530 Tagen
Ich hab gerade den Anfang ein wenig ze4h geedfunn und bin demnach noch nicht weiter als bis Seite 50 gekommen. Aber das werde ich e4ndern und mich gleich nochmal dazu setzen
Antworten
Kommentar schreiben