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Inhalt
Fakten
Hersteller
Nintendo
Release
05.06 2025
Produkt
Komplettsystem
Preis
ab 469 Euro
Webseite
Media (31)
In Sachen Zubehör geht das japanische Unternehmen vorbildlich vor und liefert alles für die Inbetriebnahme mit. Neben der Konsole selbst werden natürlich die beiden Joy-Con-2-Controller inkl. Halterung mitgeliefert. Auch sind die neuen Handschlaufen enthalten, deren Adapter Mausslides für den Mausmodus an Bord haben.
Die Switch 2 ist merkbar größer (27.2x11.6x1.4 Zentimeter) und entsprechend schwerer (534 Gramm mit beiden Joy-Cons) als das Vorgängermodell. Der erste Eindruck der Konsole fällt sehr positiv aus. Die Verarbeitung der Konsole selbst ist hochwertig, das Display wurde sauber eingelassen und es sind nur sehr geringe Spaltmaße vorhanden. Hochwertig fühlen sich auch die beiden Joy-Con-2-Controller an, die aufgrund des größeren Displays nun ebenfalls größer sind. Vor allem Personen mit großen Händen wird dieser Umstand gefallen. Was jedoch etwas enttäuschend ist: Nintendo verwendet nach wie vor keine Hall-Effekt-Technologie bei den Joysticks. Wir sind gespannt, ob das Stickdrift-Problem der Switch (1) wieder ein Thema wird. Immerhin: Der Hersteller bietet einen kostenlosen Austausch der Joy-Cons bei technischen Problemen an.
Eine der größten Neuerungen der Switch 2 ist die Anbringung der neuen Joy-Con-2-Controller, die nun deutlich komfortabler per Magnetismus geschieht, anstatt diese von oben in die Schiene zu schieben, als es bei der ersten Switch der Fall ist. Und ja, wir können bestätigen, dass dieser Mechanismus einwandfrei funktioniert. Die Joy-Cons sitzen sehr fest an der Konsole, hatten nur minimal Spiel, was jedoch technisch begründet und von Nintendo beabsichtigt ist, damit in Situationen mit großem Kraftaufwand keine bleibenden Schäden am Controller und am Connector erleidet werden. Um die Joy-Con-2-Controller wieder von der Konsole zu trennen, muss auf der Rückseite der Controller der große Button gedrückt gehalten werden. Ein rein mechanischer Mechanismus drückt den Controller oberseitig von der Konsole weg, sodass der Controller dann einfach abgezogen werden kann.
An der Unterseite der Konsole sitzt mittig der USB-C-Anschluss, der mithilfe der Docking-Station alleinig die Bild- und Audio-Übertragung an den Fernseher ermöglicht. Die großen Öffnungen links und rechts dienen der frischen Luftzufuhr, um die Konsole kühlen zu können. Die beiden Lautsprecher befinden sich oben am Rand außen und unterstützen auch einen simulierten 3D-Sound.
Die Oberseite beherbergt deutlich mehr: Auf der rechten Seite haben wir den Power-Button, die Lautstärkewippe und den Helligkeitssensor. Genau in der Mitte sind die Luftauslässe, aus der die erwärmte Luft nach oben austritt und abgeführt wird. Davon weiter links ist ein weiterer USB-C-Anschluss vorhanden, der jedoch nur zum Aufladen der Konsole oder zum Anschluss von unterstützten Kameras genutzt werden kann. Auch vorhanden ist ein 3,5-mm-Klinkeanschluss, der laut Nintendo mit einem Kopfhörer oder auch einem Mikrofon kompatibel ist. Natürlich ist auch wieder ein Game-Card-Slot für die physischen Spielversionen vorhanden. Dieser unterstützt auch Spiele der ersten Switch Konsole. Ganz links befindet sich dann auch noch das Mikrofon, das auch aus einigen Metern Entfernung gute Arbeit verrichten und Nebengeräusche herausfiltern soll.
Es gibt auch einen verbesserten Standfuß, der nun aus Metall gefertigt wurde. Wird dieser aufgeklappt, kommt der MicroSD-Express-Slot zum Vorschein. Im Vergleich zu den gewöhnlichen MicroSD-Karten, sind die MicroSD-Express-Karten dank PCIe-3.0-x1-Interface deutlich schneller angebunden und erreichen je nach Speicherkarte Lesegeschwindigkeiten von 800 bis 900 MB/s. Um bis zu 2 TB kann der interne, 256 GB große UFS-3.1-Speicher erweitert werden.
Neu ist hingegen der C-Button, der das GameChat-Feature auf der Konsole startet. Zu den weiteren Tasten gehören der R- und ZR-Button beim rechten und L- und ZL-Button beim linken Joy-Con-2-Controller. Neu ist auch der Maussensor, der vor allem Shooter- und Strategie-Zocker neue Möglichkeiten bei der Handhabung ermöglich. Als Unterstützung liegen der Switch 2 auch die Handschlaufen mit Aufsätzen bei, die zusätzliche Mausslides bieten.
Unabhängig von der Optik und verbauten Technik der Docking-Station sind wir über die Verarbeitungsqualität ziemlich enttäuscht. Die Qualität des Kunststoffs ist nur wenig überzeugend - das Teil fühlt sich arg billig an. Hier hätten wir von Nintendo mehr erwartet (vor allem hinsichtlich des Preises).
Die Grafikeinheit basiert auf der NVIDIA Ampere-Architektur, welche bei den GeForce RTX 3000 Grafikkarten (PC) zum Einsatz kommt. Demnach profitiert die Nintendo Switch 2 von DLSS Super-Resolution und Ray-Tracing. Diese Technologien verbessern Leistung und Grafikqualität.
Wir messen eine Abdeckung des erweiterten DCI-P3-Farbraums von rund 89 Prozent. Zum Vergleich: die Switch OLED zeigt mit 95 Prozent etwas mehr Farben. Wie bei OLED üblich ist der Schwarzwert der OLED-Version niedriger. Infolgedessen zeigt die alte Switch OLED tiefes Schwarz und helles Weiß mit deutlich besserem Schachbrettkontrast. In der Praxis fällt das jedoch kaum auf. Die generelle Bildqualität des Bildschirms würden wir mit der Schulnote „Gut“ bezeichnen. Die Switch OLED bietet mit ihrem OLED-Panel aber weiterhin den besten Kontrast, perfektes Schwarz und ist auch im Bett die bessere Wahl.
Ausschließlich im Docked-Mode am Fernseher lässt sich auf Wunsch manuell einstellen, mit welcher Auflösung die Switch 2 am TV arbeiten soll. Danach richtet sich auch automatisch die maximale Bildwiederholfrequenz. Neben 720p (HD) und 1080p (Full-HD) stehen auch 1440p (WQHD) und sogar 2160p (4K) zur Auswahl. Sollte der vorliegende Fernseher auch 120 Hz an Bildwiederholrate unterstützen, können diese 120 Hz bis hoch zu 1440p verwendet werden, wenn auch das jeweilige Spiel dies zulässt.
Wichtig: Die Gespräche werden aufgezeichnet und zeitweise auf der eigenen Konsole und auf jener der Gesprächspartner gespeichert. Sollte jemand ein Gespräch melden - etwa wegen Beschimpfungen oder Hassrede - werden die Aufzeichnungen mit Nintendo geteilt. Man kann beim Meldevorgang eine Aufzeichnung der vergangenen drei Minuten einsehen und die betreffenden Stellen markieren.
Das Thema Leistung auf einen Satz heruntergebrochen: Auch wenn die Technik der Switch 2 einen großen Sprung nach vorne gemacht hat, kommt Nintendo nicht an die Leistung der aktuellen Konsolengeneration von Microsoft und Sony heran.
Die Videoqualität der Nintendo-Kamera (knapp 61 Euro) ist ausreichend für das, was sie tun soll: Die Spielenden im Call werden bildlich freigestellt und auf Wunsch vor einen leeren Hintergrund oder das eigene Gameplay platziert. Die Bildwiederholrate ist leider recht schlecht und manchmal tut sich die Kamera schwer dabei, Personen von Gegenständen (zum Beispiel dem Sofa) zu trennen.
Ein „kleines“ Highlight für uns war definitiv der neue Pro Controller (knapp 90 Euro). Das Eingabegerät fühlt sich durch eine matt-gummierte Oberfläche deutlich wertiger und insgesamt auch runder an, da Nintendo die Oberfläche nun aus einem Guss herzustellen scheint. Sämtliche Bedienelemente sind gut erreichbar und die Knöpfe klicken sich angenehm präzise. Auch die Trigger und Joysticks können sich sehen bzw. spüren lassen.
Christoph meint: Eine sehr gute, wenn auch nicht perfekte Weiterentwicklung!
“Nach knapp über einer Woche und zahlreichen Spielstunden steht mein (erstes) Fazit zur Switch 2 fest: Nintendo hat in vielen Bereichen abgeliefert, jedoch gibt es auch ein paar Kritikpunkte. Fangen wir mit den positiven Punkten an: Die neuen Joy-Cons und das Display fühlen sich wertig an. Hier klappert nichts, die Konsole liegt angenehm in der Hand. Auch die Knöpfe selbst sind befriedigend zu drücken. Der Magnetmechanismus und der neue Maus-Modus der Joy-Cons funktionieren einwandfrei. Bei der Kühlung und Lautstärke gibt es ebenfalls nichts zu bemängeln. Der von NVIDIA stammende und extra für die Switch 2 entwickelte Tegra T239 (SoC) liefert eine gute Leistung. Dank DLSS sind nun auch anspruchsvolle Spiele wie Cyberpunkt 2077 oder Hogwarts Legacy auf der Hybrid-Konsole flüssig und mit einer ordentlichen Grafikqualität spielbar. Was jedoch klar sein muss: an die Performance einer PlayStation 5 und/oder Xbox Series X/S kommt Nintendo nicht mal ansatzweise heran. Erfreulich sind Wechsel bzw. Upgrade zu MicroSD-Express-Karten und IPv6-Protokoll. Loben kann man Nintendo dafür, dass neben der Switch-2-Spiele auch die meisten Spiele der ersten Generation unterstützt werden - sowohl physisch als auch digital. Last but not least: das GameChat-Feature ist eine gelungene Neuerung und der neue Pro-Controller gefällt auf der ganzen Linie.
Jetzt zu den kritischen Aspekten. Ganz oben auf meiner Liste steht das Display. Ja, das größere LCD-IPS-Panel-Display der Switch 2 liefert eine ordentliche Qualität ab, doch im Vergleich zur Switch OLED muss man hier definitiv ein Downgrade in Kauf nehmen. Auch die schlechte Akkuleistung müssen wir an dieser Stelle erwähnen. In Sachen Preispolitik hat Nintendo ordentlich zugelegt. Nicht nur die Hardware ist deutlich teurer geworden - auch die Spiele und das Zubehör kosten (empfindlich) mehr Euros.
Am Ende kann die Switch 2 als logische Evolutionsstufe bezeichnet werden, auch wenn einige Entscheidungen von Nintendo klar in Frage gestellt werden können. Fakt ist zumindest, dass die zusätzliche Leistung in Form der Switch 2 endlich da ist auch einigen älteren Switch-1-Spielen zugutekommt.
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