NZXT N7 B650E - Test/Review
Wir durften das AM5-Mainboard "N7 B650E" mit B650 E Chipsatz aus dem Hause NZXT testen.
Von Christoph Miklos am 15.07.2024 - 04:51 Uhr

Einleitung & Datenblatt


Einleitung


Wir durften das AM5-Mainboard "N7 B650E" mit B650 E Chipsatz aus dem Hause NZXT testen.

Über NZXT


Gegründet 2004 ist NZXT heute ein führender PC-Designer, der, angetrieben von der Leidenschaft für PC-Gaming, ein Ökosystem aus intelligenten Produkten und Dienstleistungen entwickelt hat. Zu den preisgekrönten Produkten von NZXT gehören Computergehäuse, PC-Kühllösungen, RGB-Beleuchtungskits, ATX-Netzteile sowie die kostenlose PC-Monitoring-Software CAM. NZXT hat eine Vorliebe für Gaming-PCs und die Menschen, die sie zusammenstellen, und widmet sich der stetigen Verbesserung ihrer Produkte und Dienstleistungen, um das Bauen außergewöhnlicher Computersysteme für alle zugänglich und unterhaltsam zu machen.

Datenblatt


• Formfaktor: ATX
• Sockel: AMD AM5
• Chipsatz: AMD B650E
• CPU-Kompatibilität: Ryzen 7000
• RAM: 4x DDR5 DIMM, dual PC5-48000U/DDR5-6000 (OC), max. 128GB (UDIMM)
• Erweiterungsslots: 1x PCIe 5.0 x16, 2x PCIe 4.0 x16 (x2), 1x M.2/M-Key (PCIe 5.0 x4, 2280/2260/2242), 1x M.2/M-Key (PCIe 4.0 x4, 2280/2260/2242), 1x M.2/M-Key (PCIe 4.0 x2, 2280/2260/2242), 1x M.2/E-Key (PCIe, 2230, belegt mit WiFi+BT-Modul)
• Anschlüsse extern: 1x HDMI 2.1 (iGPU), 1x USB-C 3.1 (10Gb/s), 2x USB-A 3.1 (10Gb/s), 4x USB-A 3.0 (5Gb/s), 2x USB-A 2.0 (480Mb/s), 1x 2.5GBase-T (Realtek RTL8125BG), 5x Klinke, 1x Toslink, 2x Antennenanschluss (RP-SMA)
• Anschlüsse intern: 1x USB-C 3.1 Key-A Header (10Gb/s), 2x USB 3.0 Header (5Gb/s, 4x USB 3.0), 3x USB 2.0 Header (480Mb/s, 6x USB 2.0), 4x SATA 6Gb/s (B650)
• Header Kühlung: 1x CPU-Lüfter 4-Pin, 1x AIO-Pumpe 4-Pin, 5x Lüfter 4-Pin
• Header Beleuchtung: 2x 3-Pin ARGB (+5V/DATA/GND, max. 3A), 4x 4-Pin HUE+ (+5V/DATA/GND/DETECT)
• Buttons/Switches: Power-Button (intern), Reset-Button (intern), Clear-CMOS-Button (extern), USB BIOS Flashback (extern)
• Audio: 7.1 (Realtek ALC1220)
• Grafik: iGPU
• Wireless: Wi-Fi 6E (WLAN 802.11a/b/g/n/ac/ax, 2x2, MediaTek), Bluetooth 5.2
• RAID-Level: 0/1/10 (B650E)
• Stromanschlüsse: 1x 24-Pin ATX, 1x 8-Pin EPS12V
• VRM: 18 virtuelle Phasen (16+2)
• MOSFETs CPU: 16x 90A
• Beleuchtung: N/A
• Besonderheiten: Audio+solid capacitors, Diagnostic LED (LED-Indikatoren), I/O-Blende integriert, Backplate
• Herstellergarantie: drei Jahre (Abwicklung über Händler)
Preis: 299,89 Euro (Stand: 15.07.2024)

Testplattform


• Prozessor: AMD Ryzen 9 7950X • Arbeitsspeicher: Kingston FURY Renegade RGB DIMM Kit 32GB DDR5-6000 • Grafikkarte: MSI GeForce RTX 4090 Suprim X 24G • Prozessorkühler: Alpenföhn Gletscherwasser 360 High Speed • Wärmeleitpaste: ARCTIC MX-6 • Netzteil: Seasonic Prime TX-1600 • Soundkarte: Creative Sound BlasterX AE-5 PLUS • Festplatten: KIOXIA EXCERIA PRO SSD 2TB • Gehäuse: be quiet! Silent Base 802 weiß • Betriebssystem: Windows 11 Home 64-Bit • Peripherie: Razer Viper Ultimate, Sharkoon PureWriter RGB, EPOS Sennheiser GSP 670 • Monitor: Monitor: LG UltraGear 48GQ900-B • Zimmertemperatur: ca. 21°C

AMD B650E Chipsatz


Zum und nach dem Launch der neuen AMD Ryzen 7000 Prozessoren hat man die Auswahl aus vier möglichen Chipsätzen: X670E, X670, B650E und B650. Der I/O-Die von Ryzen 7000 verfügt über insgesamt 28 PCIe-5.0-Lanes. Von denen werden stets vier Lanes für die Anbindung des jeweiligen Chipsatzes benötigt, die allerdings als PCIe 4.0 x4 ausgeführt sind. Wichtig ist: Der Chipsatz selbst unterstützt nicht PCIe der fünften Generation. Lediglich Boards mit dem X670E und B650E Chipsatz können bis zu 16 PCIe-5.0-Lanes für eine Grafikkarte bereitstellen und haben noch acht Lanes dieser Type zur Verfügung, bei X670 (mit 8 Lanes) und B650 ist stattdessen für Grafikkarten PCIe 4.0 vorgesehen.
Last but not least: Die neue AM5-Plattform unterstützt ausschließlich DDR5 Arbeitsspeicher. Als „Sweetspot“ gibt AMD DDR5-6000 an.

Verarbeitung & Layout


Verarbeitung und Layout


Unser Testmuster kommt im klassischen ATX-Format daher und punktet mit einer dezenten Weiß-/Schwarz-Optik. Auf eine anpassbare RGB-Beleuchtung hat der Hersteller verzichtet, dafür gibt es schicke Metall-Abdeckungen, die per Magneten fixiert sind. Beim N7 B650E setzt Hersteller NZXT bzw. ASRock (der eigentliche Hersteller der Platine) auf gewohnt hochwertige Materialien sowie eine saubere Fertigung. Ein besonderes Augenmerk haben die Ingenieure auf die Kondensatoren gelegt, die durch eine strenge Qualitätsprüfung mussten. Generell ist das Layout des Boards durchdacht. Einmal mehr praktisch sind beispielsweise die gewinkelten SATA-Anschlüsse. Unterstützt wird weiterhin Host-RAID mit den Leveln 0, 1 und 10. NZXT verbaut auf dem Mainboard vier DIMM-Sockel (DDR5; Dual-Channel). Mit aktuellen 32-GB-Speicherkits könnte man so einen mehr als ausreichenden Speicherausbau auf 128 GB schaffen (bis zu 6.000 MHz mittels OC). Um der Problematik einer möglichen Überhitzung entgehen zu können, gibt es zwei passive Kühlkörper (Chipsatz und Spannungswandler). Der Hersteller hat dem Board eine digitale Spannungsversorgung spendiert (16+2+1). Der PCIe 5.0 x16 Slot wird durch Metall verstärkt. Dies soll beim Einsatz von schweren High-End-Grafikkarten potenziell Vorteile bieten. Verarbeitungsmängel konnten wir an unserem Testmuster nicht feststellen. Verarbeitungsmängel konnten wir an unserem Testmuster nicht feststellen.
Der Lieferumfang sieht wie folgt aus:
1x NZXT N7 B650E 4x SATA Kabel 2x M.2 Schrauben 2x Wireless Antennen 1x Bedienungsanleitung

Technik & Ausstattung


Anschlüsse und Technik


Unser Testmuster besitzt 1x PCIe 5.0 x16, 2x PCIe 4.0 x16 (x2), 1x M.2/M-Key (PCIe 5.0 x4, 2280/2260/2242), 1x M.2/M-Key (PCIe 4.0 x4, 2280/2260/2242), 1x M.2/M-Key (PCIe 4.0 x2, 2280/2260/2242) und 1x M.2/E-Key (PCIe, 2230, belegt mit WiFi+BT-Modul). Zur besseren Kühlung der M.2-SSDs liegen drei passive Kühlkörper im Lieferumfang bei. Darüber hinaus verfügt unser Testmuster über sechs RGB-Header: 2x 3-Pin ARGB (+5V/DATA/GND, max. 3A), 4x 4-Pin HUE+ (+5V/DATA/GND/DETECT). Wi-Fi 6E (WLAN 802.11a/b/g/n/ac/ax, 2x2, MediaTek) und Bluetooth 5.2 sind ebenfalls mit von der Partie.
Folgende Anschlüsse findet man intern:
1x USB-C 3.1 Key-A Header (10Gb/s) 2x USB 3.0 Header (5Gb/s, 4x USB 3.0) 3x USB 2.0 Header (480Mb/s, 6x USB 2.0) 4x SATA 6Gb/s (B650)
Die externen Anschlüsse in der Übersicht:
1x HDMI 2.1 (iGPU) 1x USB-C 3.1 (10Gb/s) 2x USB-A 3.1 (10Gb/s) 4x USB-A 3.0 (5Gb/s) 2x USB-A 2.0 (480Mb/s) 1x 2.5GBase-T (Realtek RTL8125BG) 5x Klinke 1x Toslink 2x Antennenanschluss (RP-SMA)

Features


M.2: Dank M.2-Support können auf dem Board drei kompakte M.2-SSDs verwendet werden. Die maximale Transferleistung dieser Schnittstelle liegt, dank PCIe 5.0 x4, bei 16 GByte/s.
Realtek ALC1220: Die NZXT-Soundlösung bietet DTS-Support und hochwertige ELNA Kondensatoren. In der umfangreichen Software können zudem zahlreiche Einstellungen vorgenommen und vordefinierte EQ verwendet werden.
NZXT CAM: Anpassbare RGB-Beleuchtung per Software. Verschiedene Beleuchtungsmodi möglich (zum Beispiel pulsierend zum Takt der Musik) und RGB-Farbraum. Digitale Ansteuerung der Lüfter.

Bios & Preis


Bios und Software


Das UEFI BIOS ist eine wahre Wohltat. Neben der Tatsache, dass es sauber strukturiert ist und grafisch ansprechend aufgearbeitet wurde, bietet es auch alle Einstellungsmöglichkeiten, die man sich bei einem Board in diesem Segment wünschen könnte. Für ASRock gehört ein durchdachtes BIOS zum Pflicht-Programm.

Preis und Verfügbarkeit


Das NZXT N7 B650E ist ab sofort für 299,89 Euro (Stand: 15.07.2024) im Handel erhältlich.

Cinebench R23

NZXT N7 B650E - Cinebench R23
mehr ist besser
ASUS TUF Gaming X670E-Plus WIFI
803 Pkt.
NZXT N7 B650E
802 Pkt.
MSI MPG X670E Carbon WIFI
801 Pkt.

7-Zip

NZXT N7 B650E - 7-Zip
mehr ist besser
ASUS TUF Gaming X670E-Plus WIFI
163611 MIPS
NZXT N7 B650E
163607 MIPS
MSI MPG X670E Carbon WIFI
163605 MIPS

POV-Ray

NZXT N7 B650E - POV-Ray
mehr ist besser
ASUS TUF Gaming X670E-Plus WIFI
773 Pkt.
MSI MPG X670E Carbon WIFI
771 Pkt.
NZXT N7 B650E
770 Pkt.

Spiele

NZXT N7 B650E - Spiele
Windows 11 - 3.840x2.160 - max. Details - mehr ist besser
NZXT N7 B650E
55 FPS
MSI MPG X670E Carbon WIFI
55 FPS
ASUS TUF Gaming X670E-Plus WIFI
55 FPS

Bootzeit

NZXT N7 B650E - Bootzeit
weniger ist besser
MSI MPG X670E Carbon WIFI
39 Sek.
NZXT N7 B650E
36 Sek.
ASUS TUF Gaming X670E-Plus WIFI
36 Sek.

USB 3.1

NZXT N7 B650E - USB 3.1
Windows 11 - mehr ist besser
NZXT N7 B650E
929 MB/s
MSI MPG X670E Carbon WIFI
929 MB/s
ASUS TUF Gaming X670E-Plus WIFI
929 MB/s

SATA 6G

NZXT N7 B650E - SATA 6G
Windows 11 - mehr ist besser
NZXT N7 B650E
554 MB/s
MSI MPG X670E Carbon WIFI
554 MB/s
ASUS TUF Gaming X670E-Plus WIFI
554 MB/s

M.2

NZXT N7 B650E - M.2
Windows 11 - mehr ist besser
NZXT N7 B650E
7449 MB/s
ASUS TUF Gaming X670E-Plus WIFI
7449 MB/s
MSI MPG X670E Carbon WIFI
7448 MB/s

Leistungsaufnahme

NZXT N7 B650E - Leistungsaufnahme
gesamte System ohne Monitor (gerundete Werte) - weniger ist besser
MSI MPG X670E Carbon WIFI
118 Watt
ASUS TUF Gaming X670E-Plus WIFI
114 Watt
NZXT N7 B650E
111 Watt

Fazit & Wertung

Christoph meint: Schickes und gutes AM5-Board!

Das erste AM5-Mainboard von NZXT (feat. ASRock) überzeugt - was nicht nur an dem schicken Full-Metal-Cover liegt. Für knapp 300 Euro bekommt man nämlich nicht nur eine ordentliche Ausstattung (PCIe 5.0, Metallabdeckungen, WiFi, Bluetooth) geboten, sondern auch ein durchdachtes Layout, zahlreiche Anschlussmöglichkeiten und eine sehr gute Leistung. Auch das übersichtliche Softwarepaket (NZXT Cam), die gut klingende Onboard-Soundlösung und das gelungene Overclocking-Konzept wissen zu gefallen. Gravierende Kritikpunkte sucht man vergebens. Demnach können wir bedenkenlos eine Kaufempfehlung für unser Testmuster aussprechen!

90%
Leistung
90
Technik
90
Verarbeitung
100
Bios
85
Ausstattung
90
Preis
82
Richtig gut
  • sehr gute Leistung
  • moderne und ausgereifte Technik
  • DDR5
  • M.2, USB 3.2 und PCIe 5.0
  • Bluetooth und WLAN
  • ordentliche Ausstattung
  • zahlreiche Anschlussmöglichkeiten
  • top Verarbeitung
  • Full-Metal-Cover
  • durchdachtes Layout
  • übersichtliches Bios
  • sehr gute Onboard-Soundlösung
  • CAM-Software
Verbesserungswürdig
  • happiger Preis
  • keine RGB-Beleuchtung (wer es vermisst)
Christoph Miklos ist nicht nur der „Papa“ von Game-/Hardwarezoom, sondern seit 1998 Technik- und Spiele-Journalist. In seiner Freizeit liest er DC-Comics (BATMAN!), spielt leidenschaftlich gerne World of Warcraft und schaut gerne Star Trek Serien.

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