Oldies and Goldies?

Die Mass Effect Legendary Edition bringt die Shepard-Trilogie auf PS4, PS5, Xbox One, Series X/S und den PC zurück. Im Test beantworten wir die Frage, ob sich das Remaster der beliebten RPG-Reihe lohnt.
Inhalt
Die Legendary Edition beinhaltet nicht nur alle drei Teile der Shepard-Trilogie, sondern werden auch auf einem Schlag installiert und können damit in einem Launcher gestartet werden. Wer will, kann also munter hin- und herwechseln. Neben den Spielen der Shepard-Trilogie bietet die Legendary Edition folgende Inhalte und Verbesserungen (geltend für alle drei Teile):
• bis auf Pinnacle auf ME 1 alle 40 DLCs enthalten • verbesserte Beleuchtung und Schatten • verbesserte Texturen für Charaktermodelle und Umgebungen • universeller Charakter-Editor für alle drei Teile + zusätzliche Optionen für Haare, Augen, Make-up und mehr • vereinheitlichte und modernisierte HUDs • Angleichung der Steuerung zwischen allen drei Titeln • vereinfachte und angepasste Minispiele (z.B. Hacking) • Fotomodus • die in ME 3 eingeführte Standard-FemShep ist jetzt in allen drei Teilen spielbar
Mass Effect 1
Das knapp 14 Jahre alte Original ist im Gegensatz zu seinen beiden Nachfolgern spürbar schlecht gealtert und aufgrund der schwammigen Schießmechanik und der hakeligen Steuerung heute nur noch spielbar, wenn man die Geduld und Disziplin eines Turianers besitzt. Besitzer der Remaster-Version können aber aufatmen: Entwicklerteam BioWare hat das vormals unausgereifte Gunplay weitestgehend an die beiden Nachfolger angeglichen und macht damit Schießereien nicht nur geschmeidiger, sondern auch dynamischer. In Sachen Treffer-Feedback lässt Mass Effect im direkten Vergleich mit den zwei Nachfolgern aber zu wünschen übrig. Angriffe mit dem Sturmgewehr oder der Pistole fühlen sich oftmals so an, als würde man Feinde mit Wasser abspritzen. Erfreulich ist auch die Tatsache, dass BioWare die Mako-Steuerung spürbar verbessert hat. Das grafische „Pimping“ hat sich auch ausgezahlt: Sämtliche Charaktere profitieren von schärferen Texturen auf Kleidung und im Gesicht und wirken dadurch viel lebendiger. Das gilt natürlich nicht nur für Mass Effect 1, sondern auch für die beiden Nachfolger. Im Gegensatz zu Mass Effect 2 und 3 schleichen sich im Erstling jedoch hier und da Grafikfehler ein. Die Umgebungen sehen ebenfalls schöner aus als früher, wobei hier insbesondere die Beleuchtung ins Auge sticht. Gebiete wie Eden Prime wirken dank der Lichtstrahlen einer neu justierten Sonne atmosphärischer und dichter als je zuvor.
Ein Manko konnten die Entwickler leider nicht ausmerzen: Die KI ist im ersten Teil extrem dämlich (Gegner und Teammitglieder).
Mass Effect 2
Das 2010er-SiFi-Abenteuer ist puncto Gameplay richtig gut gealtert und wurde demnach in erster Linie optisch überarbeitet. In Mass Effect 2 fallen die Umgebungen etwas detaillierter aus als im Vorgänger und kommen im Remaster nochmals besser zur Geltung. Mass Effect 3
Das 2012 erschienene Mass Effect 3 galt damals schon als das spielerisch, optisch und inszenatorisch beste Spiel der Shepard-Trilogie und wirkt deshalb (auch heute noch) von allen drei Spielen am frischesten. In der Remastered-Version mutet Shepards finales Abenteuer rein visuell jetzt sogar stellenweise wie ein modernes Action-RPG an, das von Grund auf für PS4 und Xbox One entwickelt wurde.

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