Logitech G500s Gaming Mouse - Test/Review
Während viele Hersteller mit ganz neuen Mäusen und Tastaturen um die spielende Kundschaft buhlen, probiert es Logitech mit einer Neuauflage der G-Serie.
Von Christoph Miklos am 22.07.2013 - 03:37 Uhr

Fakten

Hersteller

Logitech

Release

Juni 2013

Produkt

Maus

Preis

ab 68,98 Euro

Webseite

Media (7)

Einleitung und Datenblatt

Einleitung
Während viele Hersteller mit ganz neuen Mäusen und Tastaturen um die spielende Kundschaft buhlen, probiert es Logitech mit einer Neuauflage der G-Serie. Unsere Testserie wird mit der G500s fortgesetzt. Hierbei handelt es sich um eine überarbeitete G500, welche wiederum auf der erfolgreichen MX 518 basiert. Was der Nager taugt, könnt ihr in unserem ausführlichen Testbericht nachlesen!
Über Logitech
Eingeschworen auf Innovation und Qualität, entwickelt Logitech Peripheriegeräte, die dem Menschen helfen sollen, einen leichteren Zugang zur digitalen Welt zu finden. 1981 brachten wir ein damals ganz neues Eingabegerät auf den Markt, das dem Benutzer eine intuitive Interaktion mit dem Computer ermöglichte - die Maus. Sehr schnell wurden wir zum weltweit führenden Maushersteller, und über die Jahre haben wir immer wieder neue Geräte herausgebracht, um mit den sich wandelnden Bedürfnissen der PC- und Laptop-Benutzer Schritt zu halten.
Im Verlauf der Zeit haben wir unsere Expertise im Produktdesign ausgeweitet, sodass unsere Palette inzwischen neben Mäusen auch eine Vielfalt anderer Geräte umfasst. Sie alle bilden die unmittelbare Schnittstelle, den "letzten Zentimeter" zwischen dem Benutzer und der Spielkonsole, dem digitalen Musik- oder Unterhaltungssystem.
Logitech-Produkte sind in fast allen Ländern der Welt erhältlich. Bei den Peripheriegeräten (teils mit Kabel, teils ohne) liegt die Betonung im Wesentlichen in den Segmenten PC-Navigation, Gaming, Internetkommunikation sowie Steuerung für digitale Musik- und Heimunterhaltungsanlagen.
Der Entwicklung unserer Produkte geht zunächst eine sorgfältige Analyse der Gewohnheiten unserer Kunden im Umgang mit digitalen Geräten voraus. Anhand dieser Untersuchungen erarbeiten unsere Spezialisten dann ein Design, das dem Benutzer eine leichtere Handhabung ermöglicht - immer unter den Gesichtspunkten Zweckdienlichkeit, Komfort, Spaß, Produktivität und allgemeines Gefühl.

Datenblatt
• 10-Tasten Laser-Maus mit 4-Wege-Scrollrad • Auflösung 8200dpi, einstellbar per Taste bis auf 200dpi • Vorwärts- und Rückwärtstasten • Onboard-Speicher • Teflonfüße • anpassbares Gewichtsmagazin bis zu 27g • Rechtshänder-Design • Gesamtgewicht: 157 g • Kabel: 15 g • Tasten (links/rechts): 20 Millionen Klicks • Füße: 250 km
Testsystem
• Mainboard: Gigabyte GA-P67A-UD4 • Prozessor: Intel Core i5 2500K @ 4,4 GHz • Arbeitsspeicher: 16GB DDR3-1600 RAM (Ultraforce RAM) • Grafikkarte: NVIDIA GeForce GTX 580 • Prozessorkühler: Xigmatek Balder SD1283 • Netzteil: Cooler Master GX750 • Soundkarte: Realtek ALC892 (Onboard) • Festplatten: 1000 GB WD S-ATA III Festplatte, 7200 U/min • Gehäuse: Cooler Master HAF 942-X • Laufwerke: Samsung 22x DVD Brenner • Betriebssystem: Windows 7 Home Premium 64-Bit (im Lieferumfang enthalten) • Zimmertemperatur: ca. 21°C • Garantiezeit: 5 Jahr Vor-Ort
• Sonstiges: diverse Computerspiele (Genre: Taktik, MMO und Shooter) • Mousepads: diverse von Roccat, Razer und SteelSeries

Testbericht

Verarbeitung
Unser Testmuster kommt in einem schlichten Karton bei uns in der Redaktion an. Der Logitech Nager misst 72 x 44 x 120 mm (BxHxT) und bringt 160 Gramm (inkl. Kabel) auf die Waage. An der Unterseite der G500s befindet sich der Gewichtseinschub. Dazu liefert der Hersteller sechs Gewichte mit 1,7 Gramm und sechs Gewichte mit 4,5 Gramm sowie einen Einsatz, der Platz für bis zu sechs Gewichte bietet. So kann man den Nager mit bis zu 27 Gramm beschweren. Das Grundgerüst besteht, wie auch beim Vorgängermodell, komplett aus robustem Kunststoff. Form, Verarbeitung und Oberflächengestaltung sind hochwertig. Die wasserabweisende Beschichtung auf dem Handflächenbereich verhindert das Verrutschen der Hand. Besonders beanspruchte Bereiche der Haupttasten sind mit gegen Fingerabdrücke resistenten Beschichtungen versehen. Weiche Griffflächen an den Seiten bieten außergewöhnlichen Komfort, auch nach stundenlangem Einsatz. Die strapazierfähigen Tasten halten laut Hersteller 20 Millionen Klicks aus – zweimal so viel wie die vorherige G500-Generation und bis zu fünfmal so viel wie die meisten anderen Gaming-Mäuse. Die reibungsarmen Füße sind auf 250 km getestet und reduzieren den Widerstand für schnellere und flüssigere Bewegungen. Zur Eingabe stehen zehn Tasten (die linke und rechte Maustaste, der Umschalter für den gerasterten und rasterlosen Modus des Mausrads, die beiden Umschalttasten für die dpi-Zahl und drei Daumentasten, eine für das Vor- eine für Zurückschalten im Browser und die dritte zur freien Belegung) und ein Vier-Wege-Mausrad zur Verfügung. Das Datenkabel misst ausreichend lange 1.8 Meter. Verarbeitungsmängel konnten wir an unserem Testmuster nicht feststellen.
Technik
Die G500s hat einen verbesserten Delta Zero-Sensor spendiert bekommen, der mit einer maximalen Auflösung von 8.200 DPI arbeitet. Damit wird selbst eine Wegstrecke von vier Metern in der Sekunde noch präzise erfasst, in entsprechende Bewegungssignale umwandelt und via USB-Anschluss an den PC transferiert. Die USB-Frequenz beträgt zeitgemäße 1.000 Hz. Per übersichtlicher Software lassen sich nicht nur kinderleicht Makros programmieren, sondern auch die DPI-Stufen fast stufenlos anpassen (200 bis 8.200). Zusätzlich besitzt die G500s eine kleine mehrstufige LED-Anzeige, die einen darüber informiert, welche der bis zu fünf im Treiber freikonfigurierbaren dpi-Stufen man gerade gewählt hat. Ein Profil mit allen Einstellungen zu Tastenbelegung, Makros, Signalstärke und dpi-Anzahl wird im internen Speicher der Maus abgelegt, weitere Profile landen auf der Festplatte. Unser Testmuster wurde automatisch unter Windows Vista, 7 und 8 erkannt.
Alltagstest
In unserem Alltagstest bestätigt die G500s den sehr guten Gesamteindruck. In Battlefield 3, Counter-Strike: Source, Team Fortress 2, RIFT und World of Warcraft steuert sie sich sehr präzise und lässt sich dank der schnellen und komfortablen DPI-Einstellung ohne große Umstände an die eigenen Vorlieben und Fähigkeiten anpassen. Ihre volle Stärke spielt der Nager vor allem in Ego-Shootern aus. Hier profitiert der Spieler von dem präzisen Sensor.
Ergonomie und Handling
Das Handling der G500s ist sehr gut. Die Haupttasten auf der Oberseite klicken sehr präzise und haben einen klar definierten Druckpunkt. Auch die Daumentasten sind gut erreichbar. Kleiner Wehrmutstropfen: Der Logitech Nager eignet sich nur für Rechtshänder.
Preis und Verfügbarkeit
Die Logitech G500s ist ab sofort im Handel erhältlich. Der Verkaufspreis beträgt knapp 70 Euro (Stand: 22.07.2013).

Fazit und Wertung

Christoph meint: Nach wie vor eine verdammt gute Maus für Zocker!

Mit der „neuen“ G500s liefert Logitech eine sehr gute Gaming Mouse ab. Verarbeitungsqualität, Handling und Präzision wissen, wie auch schon bei dem Vorgängermodell, zu gefallen. Eine bedenkenlose Kaufempfehlung können wir aber trotzdem nicht aussprechen, was in erster Linie am hohen Verkaufspreis liegt. Logitech lässt sich nämlich das neue Gehäuse und den dezent verbesserten Sensor fürstlich zahlen. Zum Testzeitpunkt kostete die G500s knapp 20 Euro mehr als das Non-s-Modell. Unserer Meinung nach etwas zu viel. Sollte der Preis in den kommenden Wochen etwas sinken, können Interessierte aber definitiv zuschlagen.

90%
Verarbeitung
10
Technik
10
Handling
9
Treiber
9
Preis
6
Richtig gut
  • saubere Verarbeitung
  • sehr präziser Sensor
  • hochwertige Teflon-Glides und Mikroschalter
  • Gleitfähigkeit
  • wasserabweisende und rutschfeste Oberfläche
  • Gewicht lässt sich anpassen
  • liegt gut in der Hand
  • DPI-Switch
  • Makros, Profile
  • Onboard-Speicher
  • übersichtliche Software
Verbesserungswürdig
  • nicht geeignet für Linkshänder
  • steifes Datenkabel
  • kaum besser als das Vorgängermodell
  • deutlich teurer als das Vorgängermodell
Christoph Miklos ist nicht nur der „Papa“ von Game-/Hardwarezoom, sondern seit 1998 Technik- und Spiele-Journalist. In seiner Freizeit liest er DC-Comics (BATMAN!), spielt leidenschaftlich gerne World of Warcraft und schaut gerne Star Trek Serien.

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