Alle Ergebnisse
Fakten
Plattformen
PlayStation 5 Pro
Nintendo Switch 2
Xbox Series S
Xbox Series X
PlayStation 5
PC
Publisher
Warner Bros. Games
Entwickler
TT Games
Release
22.05 2026
Genre
Action-Adventure
Typ
Vollversion
Pegi
7
Webseite
Preis
ab 69,99 Euro
Media (17)
Galerie
Mit LEGO Batman: Das Vermächtnis des Dunklen Ritters schickt uns Entwickler TT Games zurück nach Gotham – inklusive jeder Menge Chaos, schrägem Humor und unzähligen Anspielungen auf die jahrzehntelange Geschichte des Fledermaus-Helden. Zwischen wilden Prügeleien, kniffligen Rätseln und zerstörbaren LEGO-Bauten fühlt sich das Abenteuer dabei wie eine liebevolle Mischung aus klassischem Batman und typischem LEGO-Klamauk an.
Einen Online-Multiplayer gibt es – ähnlich wie bereits in LEGO Star Wars: The Skywalker Saga – allerdings nicht. Das ist durchaus schade, denn gerade ein gemeinsames Online-Abenteuer hätte perfekt zum lockeren Koop-Gameplay gepasst. Immerhin lässt sich lokal jederzeit ein zweiter Spieler in eine laufende Partie einklinken oder problemlos wieder aussteigen. Das erweist sich in der Praxis sogar als ziemlich nützlich. Sowohl der Prolog als auch die insgesamt sechs Akte lassen sich weitgehend unabhängig voneinander spielen. Und genau damit wären wir auch schon bei der Geschichte und dem generellen Aufbau von LEGO Batman: Das Vermächtnis des Dunklen Ritters.
Die Handlung beginnt klassisch: Der junge Bruce Wayne muss den Mord an seinen Eltern mitansehen und wird später von Ra’s al Ghul ausgebildet, um Gotham den Kampf anzusagen. Nach dem Prolog verabschiedet sich LEGO Batman: Das Vermächtnis des Dunklen Ritters allerdings von einer streng linearen Geschichte und setzt stattdessen auf mehrere eigenständige Verbrecher-Storys.
In insgesamt sechs abwechslungsreichen Arcs bekommen es Spieler unter anderem mit dem Joker, dem Pinguin oder Poison Ivy zu tun. Die nächste Mission wird dabei stets direkt auf der Gotham-Karte markiert: Einfach zum Zielpunkt laufen und schon startet der nächste Story-Abschnitt. Inhaltlich orientieren sich die Kapitel stark an bekannten Batman-Filmen und der beliebten Arkham-Reihe von Rocksteady Studios. Legendäre Szenen werden dabei liebevoll in LEGO-Optik nachgestellt und mit jeder Menge Humor aufgelockert.
Besonders gelungen ist das Sidekick-System. In jedem Kapitel steht Batman ein anderer Begleiter zur Seite, zwischen denen jederzeit gewechselt werden kann – und teilweise sogar gewechselt werden muss. Catwoman öffnet mit ihren Krallen neue Wege, während Robin mit seinen Gadgets Rätsel löst oder Gegner gleichzeitig ausschaltet. Dadurch bringen die Missionen angenehm viel Abwechslung ins Gameplay.
Die Spielwelt bietet dabei jede Menge typische Batman-Aktivitäten. Mit dem Batmobil geht es quer durch vier Bezirke von Gotham, vorbei an bekannten Orten wie Arkham Asylum oder Ace Chemicals. Alternativ schwingt sich Batman mit Greifhaken und Cape durch die Häuserschluchten und gleitet elegant über die Dächer der Stadt. Dazu kommen mehr als 120 Riddler-Rätsel, Zeit-Herausforderungen mit dem Batmobil und natürlich tonnenweise Sammelobjekte und versteckte Kisten.
Anfangs ist zwar nur ein Teil von Gotham zugänglich, weitere Bezirke werden aber recht schnell im Verlauf der Geschichte freigeschaltet. Die große Stärke der Open World ist dabei weniger ihre spielerische Tiefe, sondern vielmehr ihre Atmosphäre. Gotham sieht fantastisch aus, versprüht permanent Arkham-Nostalgie und steckt voller kleiner Geheimnisse. Besonders Sammler dürften hier problemlos mehrere Dutzend Stunden verbringen.
Allein die Fahrzeugauswahl dürfte DC-Fans glücklich machen: Über 30 verschiedene Batmobile, Motorräder und weitere Fahrzeuge lassen sich mit gesammelten Studs freischalten, in der Batcave ausstellen und natürlich auch fahren. Dazu kommen mehr als 100 Kostüme aus den unterschiedlichsten Batman-Epochen – inklusive zahlreicher humorvoller Outfits für Batman, Robin, Catwoman und viele weitere Figuren.
Die Batcave dient aber nicht nur als schicke Ausstellungshalle. Hier können bereits absolvierte Missionen erneut gestartet werden, um verpasste Sammelobjekte nachzuholen. Außerdem wird die Höhle im Verlauf des Spiels Stück für Stück erweitert und dekoriert. Freigeschaltete Objekte, Trophäen und große Wandgemälde sorgen dafür, dass die anfangs eher leeren Bereiche nach und nach richtig lebendig wirken.
Hinzu kommt eine Werkbank für Gadget-Upgrades. Mit gefundenen Wayne-Tech-Chips lassen sich etwa Batarangs verbessern oder neue Spezialfähigkeiten freischalten. Dadurch entstehen einige herrlich spaßige Möglichkeiten im Kampf – etwa Gegner lautlos auszuschalten oder sie mit Catwomans Attacken durch die Gegend zu wirbeln. Zwingend notwendig sind die Upgrades allerdings nicht. Auf dem normalen Schwierigkeitsgrad funktioniert auch klassisches Button-Mashing problemlos.
Das Ergebnis sind schnelle und überraschend wuchtige Prügeleien, die sofort an Batman: Arkham City erinnern. Besonders spaßig werden die Kämpfe, sobald die Spezialleiste gefüllt ist. Dann lassen sich mächtige Finisher aktivieren, die mit herrlich überdrehten LEGO-Animationen inszeniert werden. Eine echte Herausforderung bleibt das Kampfsystem allerdings selten. Viele Gegnertypen unterscheiden sich hauptsächlich durch ihre Waffen, weshalb sich die Kämpfe nach einigen Stunden etwas wiederholen können. Die zusätzlichen Fähigkeiten und Gadget-Upgrades sorgen zwar für mehr Stil und Abwechslung, sind auf dem normalen Schwierigkeitsgrad aber kaum zwingend notwendig.
Natürlich darf auch Stealth nicht fehlen. Gegner können lautlos von hinten, aus der Luft oder direkt aus dem Gleitflug ausgeschaltet werden. Wer heimlich vorgeht, wird ebenfalls mit witzigen Animationen belohnt. Wirklich erforderlich ist die schleichende Vorgehensweise aber selten, da direkte Konfrontationen meist schneller und unkomplizierter funktionieren.
Motivierend fällt dagegen der Fähigkeitenbaum für Batman aus. Neue Skills wie Luft-Takedowns oder größere Sammelradien für Studs werden nach und nach freigeschaltet und bringen spürbare Vorteile im Spielablauf. Dafür werden gelbe LEGO-Steine benötigt, die es als Belohnung für abgeschlossene Missionen gibt.
Abseits der Kämpfe warten außerdem zahlreiche kleinere Rätsel, bei denen etwa Batmans Gadgets oder Spezialfähigkeiten eingesetzt werden müssen. Anspruchsvoll sind die Knobeleien zwar nicht, dafür aber angenehm abwechslungsreich und perfekt auf das lockere LEGO-Spielprinzip abgestimmt.
Auch akustisch liefert das Spiel ab. Der Soundtrack fängt die typische Batman-Stimmung hervorragend ein und wechselt gekonnt zwischen düsteren orchestralen Klängen und den gewohnt humorvollen LEGO-Momenten. Dazu kommen satte Soundeffekte für Schläge, Explosionen und Gadgets, die den Kämpfen ordentlich Wucht verleihen.
Besonders gelungen ist außerdem die deutsche Synchronisation. Die Sprecher liefern ihre Rollen mit hörbar viel Spaß ab und treffen den lockeren Ton des Spiels perfekt. Vor allem die zahlreichen humorvollen Dialoge und kleinen Wortwitze funktionieren dadurch im Deutschen erstaunlich gut.
Christoph meint: Für DC-Fans ist das Abenteuer ein Pflichtprogramm – und selbst LEGO-Muffel dürften hier überraschend viel Spaß haben!
“Mit LEGO Batman: Das Vermächtnis des Dunklen Ritters liefert TT Games nicht nur eines der besten LEGO-Spiele der letzten Jahre ab, sondern zugleich auch eine überraschend starke Liebeserklärung an das gesamte Batman-Universum. Das Spiel vereint den typischen LEGO-Humor mit der düsteren Atmosphäre der Arkham-Reihe und schafft damit eine Mischung, die erstaunlich gut funktioniert. Vor allem Gotham City, die vielen Anspielungen auf Filme, Comics und Spiele sowie die liebevoll gestaltete Batcave sorgen permanent für Fanboy-Momente.
Spielerisch überzeugt vor allem das bekannte Free-Flow-Kampfsystem, das auch in LEGO-Form noch immer richtig Laune macht. Dazu kommen abwechslungsreiche Missionen, zahlreiche Sammelobjekte und ein angenehm motivierender Fortschritt durch neue Fahrzeuge, Kostüme und Upgrades. Gleichzeitig bleibt das Abenteuer jederzeit zugänglich und verliert nie seinen lockeren Charme.
Perfekt ist das Spiel aber nicht. Der Schwierigkeitsgrad fällt insgesamt sehr niedrig aus, die Kämpfe werden auf Dauer etwas repetitiv und die Open World bietet abseits von Collectibles nur begrenzt spielerische Tiefe. Auch der fehlende Online-Koop ist eine verpasste Chance.
Trotzdem überwiegen die Stärken klar. LEGO Batman: Das Vermächtnis des Dunklen Ritters schafft genau das, was viele Fans seit Jahren vermisst haben: ein atmosphärisches Batman-Spiel mit Herz, Humor und einer großen Portion Arkham-Nostalgie.
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