Kingston KC2500 1TB - Test/Review
Knapp ein Jahr nach dem Marktstart der Consumer NVMe-SSD „KC2000“ aus dem Hause Kingston, folgt nun das neue und schnellere Modell „KC2500“. Laut Datenblatt soll die SSD 3.500 MB/s beim Lesen und 2.900 MB/s beim Schreiben von Daten erreichen.
Von Christoph Miklos am 08.07.2020 - 04:11 Uhr

Fakten

Hersteller

Kingston

Release

Mai 2020

Produkt

SSD

Preis

ab 167,90 Euro

Webseite

Media (3)

Einleitung & Datenblatt

Einleitung
Knapp ein Jahr nach dem Marktstart der Consumer NVMe-SSD „KC2000“ aus dem Hause Kingston, folgt nun das neue und schnellere Modell „KC2500“. Laut Datenblatt soll die SSD 3.500 MB/s beim Lesen und 2.900 MB/s beim Schreiben von Daten erreichen. Wir durften die 1TB-Variante auf den Prüfstand schicken! Über Kingston
Kingston Digital Europe Co LLP ist ein Tochterunternehmen der Kingston Technology Company, Inc., dem weltweit größten unabhängigen Hersteller von Speicher-Produkten. Kingston entwickelt, produziert und vertreibt Speicher-Produkte für Desktops, Laptops, Server und Drucker sowie Flash-Speicher-Produkte für Computer, Digital-Kameras und mobile Geräte. Kingston besitzt Fertigungsstätten in Kalifornien, Malaysia, Taiwan, China sowie Vertriebs-Niederlassungen in den Vereinigten Staaten, Europa, Russland, Türkei, Ukraine, Australien, Indien, Taiwan, China und Lateinamerika.
Datenblatt
• Bauform: Solid State Module (SSM) • Formfaktor: M.2 2280 • Schnittstelle: M.2/M-Key (PCIe 3.0 x4) • Lesen: 3500MB/s • Schreiben: 2900MB/s • IOPS 4K lesen/schreiben: 375k/300k • Speichermodule: 3D-NAND TLC, Toshiba/WD, 96 Layer (BiCS4) • TBW: 600TB • Zuverlässigkeitsprognose: 2 Mio. Stunden (MTBF) • Controller: Silicon Motion SM2262EN, 8 Kanäle • Protokoll: NVMe 1.3 • Datenschutzfunktionen: 256bit AES • Leistungsaufnahme: 7W (maximal), 2.1W (Betrieb), 0.2W (Leerlauf), 0.003W (Schlafmodus) • Abmessungen: 80x22x3.5mm • Herstellergarantie: fünf Jahre
Preis: 168 Euro (Stand: 08.07.2020)
Testplattform
• Mainboard: ASUS ROG Crosshair VIII Hero [WI-FI] • Prozessor: AMD Ryzen 9 3950X • Arbeitsspeicher: Ballistix Elite DIMM Kit 32GB, DDR4-3200 • Grafikkarte: KFA2 GeForce RTX 2080 Ti EX [1-Click OC] • Prozessorkühler: Alpenföhn Brocken 3 • Netzteil: Seasonic Snow Silent 1050W • Soundkarte: Creative Sound BlasterX AE-5 PLUS • Gehäuse: be quiet! Dark Base Pro 900 • Betriebssystem: Windows 10 Home 64-Bit • Peripherie: Razer DeathAdder Chroma, Razer BlackWidow Ultimate Chroma und Astro Gaming A40 Headset • Monitor: LG Electronics 34UC79G-B • Zimmertemperatur: ca. 21°C

Technik & Preis

Verarbeitung und Technik
Die Verarbeitungsqualität des Speichermoduls ist sehr gut. Auch nach mehrmaliger Begutachtung konnten wir an unserem Testmuster keine Mängel feststellen. Die M.2-SSD ohne Kühlkörper kommt mit den Maßen von 80x22x3.5 mm daher. Darüber hinaus profitiert unser Testmuster von der Schnittstelle: PCIe 3.0 x4 erlaubt deutlich höhere Datenübertragungsraten wie SATA. Demnach schafft die KC2500 mit 1TB 3.500 MB/s beim sequenziellen Lesen und maximal 2.900 MB/s beim Schreiben, während SATA bei 560 MB/s limitiert. Die Garantie für die neue SSD-Serie beträgt 5 Jahre. Unser Testmuster gibt es wahlweise mit 250, 500, 1.000 und 2.000 Gigabyte Speicherkapazität. Bei unserem Testmuster kommt ein Silicon Motion SM2262EN Controller zum Einsatz, der über acht Kanäle zur Anbindung des NANDs verfügt. Als Speicher wird 96-Layer-BICS-4-TLC-NAND von Toshiba verbaut. Die SSD nutzt eine dynamische SLC-Cache-Technik. Dabei wird ein Teil des NAND-Flash im schnelleren SLC-Modus (1 Bit/Zelle) betrieben, der dann als Zwischenspeicher dient. Sobald der SLC-Puffer voll ist, werden die Zellen mit drei Bits statt einem beschrieben und die Schreibrate deutlich. In Leerlaufphasen werden die Daten aus dem Puffer auf den regulären TLC-Speicher übertragen. Die elektrische Leistungsaufnahme beziffert Kingston auf 0.003 Watt im Standbymodus und 2.1 Watt im Betrieb (unter Last max. 7 Watt). Der Hersteller verspricht eine Lebensdauer 2 Mio. Stunden (MTBF) bzw. 600 TB (TBW).
Preis und Verfügbarkeit
Die Kingston KC2500 1TB ist ab sofort für knapp 168 Euro (Stand: 08.07.2020) im Handel erhältlich.

AS SSD

Kingston KC2500 1TB - AS SSD (1)
mehr ist besser
Sequentiell
3017.39 MB/s
4K-64Thrd
1362.88 MB/s
4K
57.79 MB/s

Kingston KC2500 1TB - AS SSD (2)
mehr ist besser
4K-64Thrd
349041 IOPS
4K
14801 IOPS
Sequentiell
188.66 IOPS

ATTO

Kingston KC2500 1TB - ATTO
mehr ist besser
512 KB
3380295 KB
256 KB
3378742 KB
1024 KB
3363685 KB
128 KB
3353868 KB
64 KB
3237608 KB
32 KB
2432301 KB
16 KB
1122886 KB
8 KB
525056 KB
4 KB
263790 KB

CrystalDiskMark

Kingston KC2500 1TB - CrystalDiskMark
mehr ist besser
SEQ1M Q8T1
3521.79 MB/s
SEQ1M Q1T1
3134.38 MB/s
RND4K Q32T16
1424.38 MB/s
RND4K Q1T1
62.34 MB/s

Zugriffszeiten

Kingston KC2500 1TB - Zugriffszeiten (AS SSD)
weniger ist besser
Acc.time
0.023 ms

Alltag

Kingston KC2500 1TB - Alltag
weniger ist besser
durchschnittlicher Wert
10 Sek.

Temperaturen

Kingston KC2500 1TB - Temperaturen
weniger ist besser
ohne Kühlkörper (Mainboard)
37 °C
mit Kühlkörper (Mainboard)
33 °C

Ohne Kühlkörper kommt unser Testmuster unter Last schnell an das Temperaturlimit. Die Temperaturdrosselung hält sich aber in Grenzen.

Fazit & Wertung

Christoph meint: Moderne und flotte M.2-SSD!

Für recht faire 168 Euro liefert Hersteller Kingston mit der neuen KC2500 1TB eine sehr gute Consumer-SSD ab. Unser Testmuster punktet mit hohen Geschwindigkeiten und einer modernen Technik. Auch in puncto Lebensdauer und Leistungsaufnahme weiß die NVMe-SSD zu gefallen. Wirklich gravierende Kritikpunkte konnten wir nicht feststellen - lediglich ein passiver Kühlkörper wäre „nett“ gewesen. Demnach können wir eine Empfehlung für den KC2000-Nachfolger aussprechen.

90%
Verarbeitung
9
Leistung
9
Effizienz
9
Temperatur
8
Ausstattung
8
Preis
8
Richtig gut
  • saubere Verarbeitung
  • moderne Technik
  • sehr gute Leistung
  • ordentliche Lebensdauer
  • Leistungsaufnahme hält sich in Grenzen
  • AES-Verschlüsselung
  • Acronic True Image HD Cloning Software kostenlos dabei
  • Preis
Verbesserungswürdig
  • für einen optimalen Betrieb wird ein Kühlkörper benötigt
Christoph Miklos ist nicht nur der „Papa“ von Game-/Hardwarezoom, sondern seit 1998 Technik- und Spiele-Journalist. In seiner Freizeit liest er DC-Comics (BATMAN!), spielt leidenschaftlich gerne World of Warcraft und schaut gerne Star Trek Serien.

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