Kingston FURY Renegade 96GB DDR5-6400 - Test/Review
Die aktuelle Marktsituation sorgt dafür, dass sich die Preise von DDR5-Arbeitsspeicher in den letzten Wochen fast verdoppelt haben.
Von Christoph Miklos am 28.11.2025 - 09:28 Uhr

Fakten

Hersteller

Kingston Technology

Release

Anfang 2024

Produkt

Arbeitsspeicher

Preis

ab 831,92 Euro

Webseite

Media (4)

Verarbeitung & Technik


Verarbeitung und Umwelt


Das Speicherkit von Kingston wird in einer einfachen Verpackung ausgeliefert. Der schwarz-silberne und knapp zwei Millimeter dicke Aluminium-Kühler umschließt nahezu den ganzen Speicher und sorgt durch seinen festen Sitz und die hohe Schlaufenkonstruktion für eine hervorragende Wärmeabfuhr. Die Modulhöhe beträgt 39.2 Millimeter. Verarbeitungsmängel konnten wir an unserem Testmuster nicht feststellen. Kingston Speicher der FURY Renegade DDR5 Serie besitzen eine lebenslange Garantie (10 Jahre).

Technik und Leistung


Neben dem sehr guten Kühlkonzept haben die Techniker von Kingston auch Intel XMP 3.0* untergebracht. Puncto Leistung gibt es an unserem Testmuster nichts zu bemängeln: Das DDR5-Kit lief auf einem ASUS ROG Crosshair X870E Hero Mainboard problemlos mit den vorgegebenen 6.400 MHz (CL32) bei 1.40 Volt stabil. Auch Overclocking ist möglich: Wir konnten beide Riegel auf 6.800 MHz (@ 1.45 Volt) „peitschen“. Die Latenz erhöhte sich auf CL34. Ebenfalls am Start: Ein integrierter Power-Management-IC (PMIC) optimiert die Stromversorgung und senkt die Betriebsspannung im Vergleich zu DDR4, was den Energieverbrauch reduziert und die Lebensdauer der Komponenten verlängert. On-Die-Error-Correcting-Code (ECC) erkennt und korrigiert Speicherfehler in Echtzeit, was die Systemstabilität erheblich erhöht *Erklärung XMP 3.0: Extreme Memory Profiles 3.0 (XMP) sind von Intel eingeführte Zertifizierungen für DDR5-Speichermodule aus dem PC-Bereich. Diese Zertifizierung soll die Ausnutzung der Speichergeschwindigkeit erleichtern und dabei einen stabilen Betrieb garantieren.

Preis und Verfügbarkeit


Das Kingston FURY Renegade 96GB DDR5-6400 Speicherkit ist ab sofort für 831,92 Euro (Stand: 28.11.2025) im Handel erhältlich.

Warum ist DDR5-Arbeitsspeicher derzeit so teuer?


DDR5-Arbeitsspeicher ist derzeit so teuer, weil der weltweite KI-Boom den gesamten Speichermarkt durcheinanderbringt. Unternehmen bauen massiv neue Rechenzentren auf, um Modelle für künstliche Intelligenz zu trainieren und zu betreiben. Diese Server benötigen riesige Mengen DRAM - also die gleiche Grundtechnologie, aus der auch DDR5-RAM für PCs besteht.
Da der Bedarf für Server-Speicher explosionsartig wächst, verschieben die großen Speicherhersteller ihre Produktionskapazitäten: Statt Verbrauchermarkt-DDR5 produzieren sie bevorzugt DRAM für Server, High-End-Cloud-Systeme oder High-Bandwidth-Memory, weil dort deutlich höhere Preise erzielt werden können. Dadurch sinkt das verfügbare Angebot an DDR5-Modulen für Endkunden spürbar.
Gleichzeitig ist DDR5 technisch anspruchsvoller in der Fertigung, und die Produktion lässt sich nicht beliebig schnell hochfahren. Weniger Angebot bei enormer industrieller Nachfrage führt zu einer klassischen Marktsituation: Die Preise steigen - teils deutlich.
Kurz gesagt: Der KI-Boom saugt den globalen DRAM-Vorrat auf, Hersteller priorisieren lukrative Servermärkte, und der Consumer-Bereich bleibt auf knappe Bestände und hohe Preise sitzen.

Infovideo zu Kingston FURY



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