HyperX Pulsefire Saga Pro - Test/Review
HyperX, das Gaming-Label von HP, bringt mit der „Pulsefire Saga Pro“ seine bisher anpassbarste Gaming-Mouse auf den Markt.
Von Christoph Miklos am 16.12.2025 - 03:53 Uhr

Fakten

Hersteller

HyperX

Release

November 2025

Produkt

Maus

Preis

ab 75,55 Euro

Webseite

Media (8)

Einleitung & Datenblatt


Einleitung


HyperX, das Gaming-Label von HP, bringt mit der „Pulsefire Saga Pro“ seine bisher anpassbarste Gaming-Mouse auf den Markt. Wir haben den Nager ausführlich getestet!

Über HyperX (HP)


Seit 20 Jahren hat es HyperX sich zur Mission gemacht, Produktlösungen für jede Art von Gamer zu entwickeln. Das Unternehmen ist bekannt dafür, Produkte mit hervorragendem Komfort, Ästhetik, Performance und Verlässlichkeit zu liefern. Unter dem Slogan „WE‘RE ALL GAMERS” sind HyperX Gaming-Headsets, Keyboards, Mäuse, USB-Mikrophone und Konsolenzubehör die erste Wahl für Gamer, Celebrity-Partner, Profi-Spieler, Technologie-Enthusiasten, Streamer und Influencer. Sie erfüllen die anspruchsvollsten Produktspezifikationen und werden mit den besten Komponenten gebaut.

Datenblatt


• Eignung: rechte Hand • Tasten: 5 (gesamt), 2 (haupt), 2 (links), 1 (Scrollrad-Klick) • Scrollrad: 1x 2-Wege • Abtastung: LED-rot/IR • Auflösung: 26000dpi, reduzierbar auf 3200/1600/800/400dpi • Sensor: HyperX 26K (PixArt PAW3395) • Geschwindigkeit: 650IPS • Beschleunigung: 50g • Taster: mechanisch-optische Taster, HyperX Optical Switch, 100 Mio. Klicks • Abfragerate (Polling Rate): 1000Hz, einstellbar auf 500/250/125Hz (kabelgebunden USB); 4000Hz, einstellbar auf 2000/1000/500/250/125Hz (kabellos 2.4GHz) • Beleuchtung: RGB • Verbindung: kabelgebunden (1.8m), USB-A 2.0 oder kabellos (2.40GHz), USB-A (USB-A Empfänger) oder kabellos (Bluetooth LE), Kabel abnehmbar (USB-C Buchse) • Stromversorgung: Akku (fest verbaut), Ladekabel (USB-C) • Abmessungen (BxHxT): 64x38.5x119.7mm • Gewicht: 72g • Farbe: einfarbig, schwarz (matt) • Besonderheiten: Daumentasten wechselbar, Geometrie anpassbar, Oberschale wechselbar, Onboard-Speicher, Textilkabel, verstaubarer Empfänger • Hinweis: inkl. 1x Grip-Tape-Set, 1x extra Mouse-Skates-Set
Preis: 75,55 Euro (Stand: 16.12.2025)

Testplattform


• Mainboard: ASUS ROG Crosshair X870E Hero • Prozessor: AMD Ryzen 9 9950X • Arbeitsspeicher: Kingston FURY Renegade RGB DIMM Kit 32GB DDR5-6000 • Grafikkarte: MSI GeForce RTX 5090 32G Suprim SOC • Prozessorkühler: Alpenföhn Gletscherwasser 360 High Speed • Wärmeleitpaste: ARCTIC MX-6 • Netzteil: Seasonic Prime TX-1600 • Soundkarte: Creative Sound BlasterX AE-5 PLUS • Festplatten: KIOXIA EXCERIA PRO SSD 2TB • Gehäuse: be quiet! Silent Base 802 weiß • Betriebssystem: Windows 11 Home 64-Bit • Peripherie: Sharkoon PureWriter RGB, EPOS Sennheiser GSP 670 • Monitor: ASUS ROG Swift OLED PG32UCDM • Zimmertemperatur: ca. 21°C
• Mousepads: diverse Produkte von Logitech, Razer, SteelSeries und Roccat
• Sonstiges: diverse Computerspiele (Shooter, MOBAs)

Verarbeitung & Technik


Verarbeitung


Unser Sample kommt in einem stabilen und farblich bedruckten Karton in der Redaktion an. Die Pulsefire Saga (Pro) gibt ausschließlich mit schwarzer Beschichtung wahlweise als kabelgebundene oder kabellose Variante. Der Nager misst 64x38.5x119.7 mm (BxHxT) und eignet sich daher ideal für Spieler mit (mittel)großen Händen. Das Gewicht der Maus liegt bei 72 Gramm (mit Akku) und ist demnach kein „Leichtgewicht“ aber auch nicht zu schwer. Die Verarbeitung ist tadellos und die Materialwahl (ABS-Kunststoff) lässt die Maus durchaus hochwertig erscheinen. Zur Eingabe stehen insgesamt vier Tasten zur Verfügung, die allesamt frei programmierbar sind. Das Zwei-Wege-Mausrad selbst ist natürlich auch als Taste nutzbar. Die Maus verfügt über die hauseigenen optisch-mechanischen „HyperX Optical Switch“-Schalter. Dabei handelt es sich um eine neuartige Mikroswitch-Technologie, die laut Hersteller die Vorteile eines optischen Switches mit dem Klickgefühl eines mechanischen Schalters kombiniert. Optische Switches fördern sowohl die Geschwindigkeit als auch die Performance und Zuverlässigkeit der Maus. Die Schalter verfügen über einen leichten und direkten Druckpunkt, was wir während unserer Testphase als überaus positiv empfanden. Laut aktuellem Stand haben die Switches eine Lebensdauer von 100 Millionen Klicks. Das mitgelieferte und flexible USB-C-Kabel misst ausreichend lange 1.8 Meter. Sechs PTFE-Gleiter an der Unterseite sorgen für eine hohe Gleitfähigkeit. Ebenfalls an der Unterseite findet man den Modus-Schiebeschalter (Off/2.4 GHz/Bluetooth) und DPI-Schalter. Verarbeitungsmängel konnten wir an unserem Testmuster nicht feststellen. Für optische Akzente sorgt die anpassbare RGB-Beleuchtung des Mausrades.
Der Lieferumfang sieht wie folgt aus: HyperX Pulsefire Saga Pro, USB 4K-Wireless-Dongle, Verlängerungsadapter, USB-C-zu-USB-A HyperFlex 2 Kabel, Griptape, Ersatz-Maus-Skates, zwei Tastenabdeckungen, zwei Schalen, zwei seitliche Tastenpaare und Kurzanleitung.

Technik


In der Maus wurde die „HyperX 26K“-Sensoreinheit (PixArt PAW3395) verbaut, welche eine Auflösung zwischen 100 und 26.000 DPI (einstellbar in 100-DPI-Schritten in der Software) bietet. Als maximale Geschwindigkeit werden 650 IPS angegeben. Die Beschleunigung liegt bei 50 G. Die HyperX Pulsefire Saga Pro verrichtet ihre Arbeit wahlweise per Kabel (USB-C; im Lieferumfang enthalten), Bluetooth oder latenzfreier 2.4-GHz-Funktechnologie. Per USB 4K Wireless-Empfänger erreicht die Maus drahtlos eine Signalrate von bis zu 4.000 Hz, was zu einer Latenz von nur 0.25 Millisekunden führt. Im Kabelmodus sind „nur“ 1.000 Hz möglich. Die Akkulaufzeit der Maus beträgt bis zu 90 Stunden bei der standardmäßigen Abfragerate von 1.000 Hz. Außerdem ist sie effizient und verfügt über einen schnellen Standard-Ruhemodus, um den Akku zu schonen, wenn sie nicht verwendet wird. Bei den ressourcenhungrigen 4.000 Hz ist eine Gesamtlebensdauer von etwa 30 Stunden angegeben, was mit anderen Mäusen dieses Kalibers vergleichbar ist. Geladen wird der Nager via USB-C-Kabel.

Software


In der hauseigenen HyperX NGenuity Software kann man Makrobefehle inkl. Timings erstellen, die Polling-Rate ändern, DPI-Stufen definieren, die Beleuchtung anpassen und Profile erstellen. Sämtliche Einstellungen lassen sich auf dem internen Speicher der Maus ablegen. Die Gaming Mouse wurde automatisch unter Windows 10/11 erkannt. Für den vollen Funktionsumfang muss die hauseigene Software installiert werden.

Praxis & Handling


Alltagstest


In unserem Alltagstest bestätigt die HyperX Pulsefire Saga Pro den sehr guten Gesamteindruck. In Overwatch 2, Counter-Strike 2 und Valorant steuert sie sich sehr präzise und es sind auch problemlos sogenannte „Flickshots“ möglich. Ihre volle Stärke spielt die Maus vor allem in flotten Shootern aus, da dort der Sensor so richtig gefordert wird. Darüber hinaus konnten wir zu keinem Zeitpunkt Verbindungsprobleme oder Verzögerungen wahrnehmen (2.4 GHz).

Handling und Anpassungsmöglichkeiten


Das Besondere bzw. Highlight an der neuen HyperX Pulsefire Saga Pro ist das modulare Design des Nagers. Klickknopf, Handballenauflage und Seitentasten lassen sich austauschen. Jedes Modul ist zweimal im Lieferumfang enthalten und verändert Form und Haptik der Maus leicht. In allen Konfigurationen bleibt es jedoch eine ergonomische Rechtshändermaus. HyperX bietet außerdem die Möglichkeit, eigene Teile mit einem 3D-Drucker auszudrucken und stellt eine kleine Sammlung von 3D-Druckvorlagen zur Verfügung. Sämtliche Tasten sind gut erreichbar und haben einen direkten sowie präzisen Druckpunkt. Die leicht aufgeraute Oberfläche der Maus sorgt für einen guten Grip beim Zocken. Für noch mehr Grip sorgt das mitgelieferte Grip-Tape-Set.

Preis und Verfügbarkeit


Die HyperX Pulsefire Saga Pro ist ab sofort für 75,55 Euro (Stand: 16.12.2025) im Handel erhältlich.

Fazit & Wertung

Christoph meint: Präziser Gaming-Nager mit einem durchdachten modularen Design!

Mit der Pulsefire Saga Pro liefert HyperX eine technisch wie konzeptionell sehr überzeugende Gaming-Maus ab. Besonders das modulare Design hebt den Nager klar von vielen Mitbewerbern ab: Austauschbare Klickflächen, Seitentasten und Oberschalen ermöglichen eine individuelle Anpassung an Handgröße und Griffstil, ohne dabei die ergonomische Grundform für Rechtshänder aus den Augen zu verlieren. In dieser Preisklasse ist ein derart durchdachtes Anpassungskonzept alles andere als selbstverständlich.

Auch technisch bewegt sich die Pulsefire Saga Pro auf sehr hohem Niveau. Der verbaute PixArt PAW3395 Sensor überzeugt mit exzellenter Präzision, hoher Geschwindigkeit und absolut zuverlässigem Tracking – sowohl kabelgebunden als auch kabellos. Die optionale 4.000-Hz-Abfragerate im 2.4-GHz-Modus sorgt für extrem niedrige Latenzen und macht die Maus besonders für kompetitive Shooter interessant. Die optisch-mechanischen HyperX-Switches punkten zudem mit einem direkten, sauberen Klickgefühl und einer hohen Lebensdauer.

Im Alltag überzeugt die Maus durch ihr ausgewogenes Gewicht, die sehr gute Gleitfähigkeit und eine insgesamt hochwertige Verarbeitung. Die Akkulaufzeit ist praxisnah dimensioniert und liegt – je nach Polling-Rate – im guten bis sehr guten Bereich. Die NGenuity-Software bietet alle wichtigen Funktionen, bleibt dabei übersichtlich und ermöglicht das Speichern der Einstellungen im Onboard-Speicher.

Kritikpunkte sind kaum auszumachen: Mit 72 Gramm ist die Pulsefire Saga Pro kein ultraleichtes Modell und reine Linkshänder gehen aufgrund der Ergonomie leer aus. Abgesehen davon bietet HyperX jedoch ein äußerst stimmiges Gesamtpaket.

Unterm Strich ist die HyperX Pulsefire Saga Pro eine vielseitige, leistungsstarke und innovative Gaming-Maus, die sich vor allem an ambitionierte Spieler richtet, die Wert auf Individualisierung, Präzision und kabellose Performance legen. Angesichts des Funktionsumfangs und der gebotenen Qualität geht auch der Preis in Ordnung.

91%
Verarbeitung
90
Technik
92
Ausstattung
95
Handling
95
Treiber
89
Preis
85
Richtig gut
  • wertige Verarbeitung (Gehäuse, Switches)
  • modulares Design (verschiedene Module im Lieferumfang enthalten)
  • hohe Gleitfähigkeit
  • langes und flexibles USB-C-Kabel
  • sehr präziser Sensor
  • spitzen Switches (Haupt-Maustasten)
  • ordentliche Akkulaufzeit
  • verzögerungsfreie Funktechnik (2.4 GHz)
  • bis zu 4.000 Hz Signalrate
  • Profile, Makros
  • Onboard-Speicher
  • sehr gute Ergonomie (Rechtshänder)
  • übersichtliche Software
  • ordentlicher Lieferumfang
  • fairer Preis
Verbesserungswürdig
  • kein Leichtgewicht (könnte eine Spur leichter sein)
  • nur bedingt für Linkshänder geeignet
  • Software nur "Basic"
Christoph Miklos ist nicht nur der „Papa“ von Game-/Hardwarezoom, sondern seit 1998 Technik- und Spiele-Journalist. In seiner Freizeit liest er DC-Comics (BATMAN!), spielt leidenschaftlich gerne World of Warcraft und schaut gerne Star Trek Serien.

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