Enermax Ostrog ADV - Test/Review
Bereits auf der diesjährigen CES in Las Vegas hat Enermax seinen üppig beleuchteten Midi-Tower „Ostrog ADV“ vorgestellt.
Von Christoph Miklos am 09.08.2016 - 12:39 Uhr

Fakten

Hersteller

Enermax

Release

Juni 2016

Produkt

Gehäuse

Preis

ab 129,20 Euro

Webseite

Media (9)

Einleitung und Datenblatt

Einleitung
Bereits auf der diesjährigen CES in Las Vegas hat Enermax seinen üppig beleuchteten Midi-Tower „Ostrog ADV“ vorgestellt. Kurz vor gamescom haben wir nun auch ein Testmuster erhalten und dieses auf den Prüfstand gestellt. Über Enermax
Die Enermax Technology Corporation wurde 1990 in Taiwan gegründet und entwickelte sich zu einem der weltweit führenden Hersteller von PC-Komponenten wie Netzteilen, Gehäusen, Lüftern, Tastaturen, externen Festplattengehäusen und anderen Peripheriegeräten. Der Hauptsitz der Unternehmensgruppe befindet sich seit 2000 in Taoyuan, Taiwan. Fünf Tochtergesellschaften und zahlreiche Partner rund um den Globus bilden ein ausgezeichnetes Netzwerk für den Vertrieb der Enermax-Produkte sowie ODM- und OEM-Aktivitäten. Neben Deutschland besitzt Enermax Niederlassungen in Frankreich, den USA, Japan und seit 2008 auch in China. Seit 2004 ist die Enermax Technology Corporation auch an der taiwanesischen Börse notiert.
Datenblatt
• extern: 3x 5.25" • intern: 6x 2.5"/3.5" (quer, Laufwerksschienen) • Front I/O: 2x USB 3.0, 2x USB 2.0, 1x Kopfhörer, 1x Mikrofon • PCI-Steckplätze: 7 • Lüfter (vorne): 2x 120mm (rot beleuchtet) • Lüfter (hinten): 1x 120mm • Lüfter (links): N/A • Lüfter (rechts): N/A • Lüfter (oben): 2x 140mm (optional) • Lüfter (unten): 1x 120mm (optional) • Lüfter (sonstige): N/A • Mainboard: bis ATX • Netzteil: ATX • Netzteilposition: unten • CPU-Kühler: bis max. 174mm Höhe • Grafikkarten: bis max. 414mm (ohne HDD-Käfig) • Farbe: schwarz, innen schwarz/rot • Abmessungen (BxHxT): 215x516x493mm • Gewicht: 7.20kg • Besonderheiten: Kabelmanagement, Staubfilter, integrierte Lüftersteuerung
Preis: 130 Euro (Stand: 09.08.2016)

Testbericht

Äußere Charakteristika
Unser Testmuster kommt in einem schlichten aber gut gepolsterten Karton bei uns in der Redaktion an. Der Ostrog ADV misst 215x516x493mm (B x H x T), bringt knapp über sieben Kilogramm auf die Waage und das Grundgerüst besteht aus Stahl. Enermax verzichtet auf eine Fronttür. Das Deckel-I/O bietet eine üppige Ausstattung: 2 × USB 3.0, 2 × USB 2.0, HD-Audio. Ebenfalls an der Oberseite findet man die Power- und Reset-Taste sowie eine Lüftersteuerung (900, 1.200 und 1.500 U/min) und eine Taste für die Beleuchtung (sechs Beleuchtungsmodi: All on, Dimmed, Flash, Sparkle, Vegas und Off). Im oberen Drittel des Gehäuses können drei optische Laufwerke mittels Schnellmontage eingebaut werden. Darüber hinaus hat das Case in der Front zwei 120-mm-Lüfter verbaut (je nach Modell mit blauer, roter oder grüner LED-Beleuchtung). Positiv: Sowohl die Frontlüfter als auch die optionalen Deckellüfter werden von einem Staubfilter geschützt. Das Mesh mit dem Filter lässt sich an beiden Stellen einfach werkzeuglos lösen. Enermax spendiert dem neuen Ostrog ADV ein großflächiges Seitenfenster aus Plexiglas. Beide Seitenteile lassen sich schnell mittels Großkopfschrauben entfernen. Die Rückseite beherbergt einen weiteren, vormontierten 120-mm-Lüfter (ohne Beleuchtung) sowie zwei Schlauchdurchführungen für eine externe Wasserkühlung.
Im Deckel wurden keine Lüfter verbaut - bietet aber Platz für 2x 140-mm-Lüfter.
Auch die Lufteinlässe für Netzteil und optionalen Bodenlüfter werden vor Staub geschützt. Der lange Filter kann zur Reinigung nach hinten herausgezogen werden. Die Kunststoffstandfüße sorgen für eine minimale Entkopplung und einen rutschfesten Stand.
Das wahre Highlight des Ostrog ADV ist aber die intensive Beleuchtung, die durch 262 LEDs realisiert wurde. Anstelle umlaufender Zierrahmen in Front und Deckel platziert Enermax zahlreiche LEDs. Diese leuchten je nach Modell Grün, Rot oder Blau. Für noch mehr Beleuchtungsintensität sorgen die beiden Front-Lüfter aus der hauseigenen T.B.-Vegas-Serie, die ebenfalls über Leuchtdioden sowie sechs verschiedene Betriebsmodi mit verschiedenen Mustern und Effekten verfügen.
Der Innenraum
Der wahlweise grün, blau oder rot lackierte Innenraum ist relativ klassisch aufgebaut: Die beiden Festplattenkäfige fassen jeweils drei 2,5 oder 3,5 Zoll große Laufwerke. Der obere Käfig lässt sich entfernen (praktisch bei der Nutzung von sehr langen Grafikkarten; max. 414 mm). Die Festplatten müssen mittels Schrauben fixiert werden. Sehr lange Netzteile können am Boden installiert werden - perfekt für High-End PSUs. Vier Gummipuffer entkoppeln das Netzteil. Die Montage der Erweiterungskarten erfolgt mit den bewährten Rändelschrauben, die einen Schraubenzieher meist überflüssig machen. Der Mainboardtray besitzt eine große Aussparung auf Höhe der CPU, so dass eine Kühlerinstallation mit Backplate auch im eingebauten Zustand möglich wird. Das Case ist für ATX-Mainboards ausgelegt. Aufgrund der Breite von 21 Zentimetern können noch die allermeisten Tower-Kühler zwischen dem Mainboard- und den HDD-Trays verbaut werden. Für einen bequemen Einbau sorgen unter anderem diverse Schnellbefestigungen und ein ausgeklügeltes Kabelmanagementsystem.
Kühlung
Die drei vorinstallierten 120-mm-Lüfter erzeugen einen guten Airflow - sind aber bei maximaler Umdrehungszahl leicht hörbar.
Folgende Lüfterplätze stehen zur Verfügung:
• Lüfter (vorne): 2x 120mm (rot beleuchtet) • Lüfter (hinten): 1x 120mm • Lüfter (links): N/A • Lüfter (rechts): N/A • Lüfter (oben): 2x 140mm (optional) • Lüfter (unten): 1x 120mm (optional)
Aber auch die Montage von Wasserkühlungen sind möglich:
• Front: 120-/140-/240-/280-/360-mm-Radiator • Boden: 120-/240-mm-Radiator • Rückseite: 120-/240-mm-Radiator
Wärmetauscher mit einer Breite von 30 mm stellen kein Problem für das Case dar.
Preis und Verfügbarkeit
Das Enermax Ostrog ADV ist ab sofort im Handel erhältlich. Der Preis beträgt 130 Euro (Stand: 09.08.2016).

Fazit und Wertung

Christoph meint: Coole Beleuchtung trifft auf gut durchdachten Midi!

Der neue Ostrog ADV von Enermax ist, dank cooler LED-Beleuchtung sicherlich für viele Case-Modder der wahr gewordene Traum. Aber auch als „normaler“ Anwender wird man seine Freude mit dem Midi-Tower haben. Denn: Verarbeitungsqualität und Platzangebot wissen auf Anhieb zu gefallen. Ebenfalls für das Case sprechen das üppige I/O-Panel (inkl. Lüftersteuerung) und die zahlreichen Wakü-Montagemöglichkeiten. Und: Reinheitsfanatiker werden sich über die gut erreichbaren Staubfilter freuen. Schade bloß, dass man beim Hardwareeinbau öfters zum Schraubenzieher greifen muss und die verbauten Lüfter auf hoher Umdrehungszahl leicht hörbar sind. Angesichts des Preises und der zahlreichen Pro-Punkte können wir trotzdem eine Empfehlung für das Ostrog ADV aussprechen.

80%
Verarbeitung
9
Platzangebot
9
Montage
8
Kühlung
8
Lautstärke
8
Ausstattung
9
Optik
9
Preis
7
Richtig gut
  • saubere Verarbeitung
  • Platzangebot
  • viele Lüfterplätze
  • solide Kühlleistung (drei 120-mm-Lüfter vorinstalliert)
  • Staubfilter (Front, Deckel, Netzteil)
  • üppiges I/O-Panel
  • schicke und anpassbare LED-Beleuchtung
  • Seitenfenster
  • gutes Kabelmanagement
  • ausbaubarer Festplattenkäfig
  • geeignet für Wasserkühlungen
  • gute HDD-Entkopplung
  • Lüftersteuerung
Verbesserungswürdig
  • Lüfter bei max. Umdrehungszahl leicht hörbar
  • Schraubenzieher kommt oft zum Einsatz
  • Front und Rückseite nur 120-mm-Lüfter möglich
  • kaum Silent-Maßnahmen
  • leider keine RGB-Beleuchtung
Christoph Miklos ist nicht nur der „Papa“ von Game-/Hardwarezoom, sondern seit 1998 Technik- und Spiele-Journalist. In seiner Freizeit liest er DC-Comics (BATMAN!), spielt leidenschaftlich gerne World of Warcraft und schaut gerne Star Trek Serien.

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