ASUS ROG Strix X99 Gaming - Test/Review (+Video)
Speziell für Gamer und Enthusiasten hat ASUS ein neues Mainboard auf Basis des Intel X99 Chipsatzes auf den Markt gebracht.
Von Christoph Miklos am 29.08.2016 - 13:47 Uhr

Fakten

Hersteller

ASUS

Release

Frühling 2016

Produkt

Mainboard

Preis

ab 283 Euro

Webseite

Media (6)

Testbericht und Video

Verarbeitung und Layout
Das Mainboard kommt im klassischen ATX-Format daher und punktet mit einer schlichten Schwarz-Grau-Optik. Für optische Akzente sorgt die anpassbare RGB-Beleuchtung. Beim ROG Strix X99 Gaming setzt Hersteller ASUS erneut auf hochwertige Materialien sowie eine saubere Fertigung. Ein besonderes Augenmerk haben die Ingenieure auf die Kondensatoren gelegt, die durch eine strenge Qualitätsprüfung mussten. Generell ist das Layout des Boards durchdacht. Einmal mehr praktisch sind beispielsweise die gewinkelten SATA-Anschlüsse. ASUS setzt auf dem Mainboard acht DIMM-Sockel. Mit aktuellen 16-GB-Speicherkits könnte man so einen mehr als ausreichenden Speicherausbau auf 128GB schaffen (max. DDR4 - 3.333 MHz (OC)). Um der Problematik einer möglichen Überhitzung entgehen zu können, verbaut der Hersteller werksseitig zwei Kühlkörper, welche auch beim Übertakten die Temperaturen der Chips niedrig halten. ASUS hat unserem Testmuster eine digitale Spannungsversorgung spendiert, die auf 8+4 Phasen zurückgreifen kann (8 Phasen für die CPU; 4 Phasen für die Speicher). Darüber hinaus findet man 10K Black Metallic Kondensatoren (10.000 Stunden Lebensdauer bei 105°C) auf der Platine.
Das Zubehör ist recht ordentlich ausgefallen:
• I/O-Blende • Mainboard-Handbuch inkl. Treiber- und Software-DVD • vier SATA-Kabel • 2T2R-Dual-Band-Antenne • 2-Way-SLI-Bridge • Q-Connector • ROG-Kabelaufkleber • drei ROG-Sticker • CPU-Installation-Tool • RGB-Header-Kabel • jeweils drei ROG- und Strix-Sticker • sieben Kabelbinder • Schraube und Gewinde für den M.2-Slot

Anschlüsse und Technik
Mit drei PCI-Express-3.0-x16-Slots bietet das ASUS Mainboard SLI- und CrossFire-Support. Die Lanes für die Bereitstellung der PCI-Express-x16-Slots übernimmt dabei die verbaute CPU, so dass bei der Verwendung von „nur“ zwei Grafikkarten die kompletten 16 Lanes des PCI-Express-3.0-Standards zur Verfügung stehen. Bei der Verwendung einer dritten Grafikkarte werden diese 16 Lanes auf acht Lanes aufgeteilt. Auch ein SATA-Express-, ein M2- (PCIe 3.0 x4, 22110/2280/2260/2242), ein U.2/SFF-8639- (PCIe 3.0 x4) und ein interner Thunderbolt-Anschluss (für ThunderFX Addon-Karte) haben es auf die Platine geschafft. Ferner werden 10 SATA-Ports (10x X99) sowie 2x USB 3.1 (Typ-A + Typ-C, ASM1142) und 4x USB 3.0 (ASMedia) geboten. Auf eine praktische Debug-Anzeige wurde natürlich auch nicht vergessen. Und: Auch Bluetooth 4.0 und WLAN 802.11a/b/g/n/ac sind mit von der Partie.
Folgende Anschlüsse findet man intern:
4x USB 3.0 (X99) 4x USB 2.0 10x SATA 6Gb/s (X99) 1x SATA Express (belegt 2x SATA, X99) 2x CPU-Lüfter 4-Pin 4x Lüfter 4-Pin 1x seriell TPM-Header Thunderbolt 2 AIC (5-Pin Header) RGB-Header
Auch die externen Anschlussmöglichkeiten können sich sehen lassen:
2x USB 3.1 (Typ-A + Typ-C, ASM1142) 4x USB 3.0 (ASMedia) 4x USB 2.0, 1x Gb LAN (Intel I218-V) 5x Klinke 1x S/PDIF (optisch) 1x PS/2 Combo 1x USB BIOS Flashback Features
SATA Express: Das ASUS Board verfügt über einen SATA-Express Anschluss, der zwei herkömmliche SATA 3 Boards bündelt. Der neue Schnittstellen-Standard schafft eine maximale Transferleistung von 10 Gigabit pro Sekunde. Zum Vergleich: SATA 3 ist auf 6 Gigabit pro Sekunde beschränkt.
M.2: Dank M.2-Support können auf dem X99-A kompakte M.2-SSDs verwendet werden. Die maximale Transferleistung dieser Schnittstelle liegt bei 32 Gigabit pro Sekunde.
Aura Beleuchtung: Anpassbare ROG-Beleuchtung per Software. Verschiedene Beleuchtungsmodi möglich (zum Beispiel pulsierend zum Takt der Musik) und RGB-Farbraum.
SupremeFX: SupremeFX ist die „hauseigene“ Onboard-Audiolösung von ASUS, die auf einem Realtek ALC1150 Soundchip basiert. Die Soundlösung bietet DTS-Support und hochwertige ELNA Kondensatoren. In der umfangreichen Software können zudem zahlreiche Einstellungen vorgenommen und vordefinierte EQ verwendet werden.
Game First III: Ebenfalls sehr interessant ist die verwendete Game First III-Technologie, welche beim Intel Gigabit Ethernet-Port zum Einsatz kommt. Bei Aktivierung kann man die Pings in Onlinespielen (zum Beispiel Shooter) leicht verbessern. Unsere Messung ergab eine „Optimierung“ von knapp -4ms in den Spielen Battlefield: Hardline und Counter-Strike Source.
Sonic Radar II: Die schon als Cheat einstufbare Funktion Sonic Radar II erweitert die Oberfläche in Ego-Shooter-Spielen um ein Radar, welches Bewegungs- und Schussgeräusche ortet und diese optisch darstellt. Anti-Cheat-Systeme reagieren auf Overlay-Einblendungen aber normalerweise ziemlich empfindlich und stufen diese auch als unerlaubte Mittel ein.
Bios
Das UEFI BIOS ist eine wahre Wohltat. Neben der Tatsache, dass es sauber strukturiert ist und grafisch ansprechend aufgearbeitet wurde, bietet es auch alle Einstellungsmöglichkeiten, die man sich bei einem Board in diesem Segment wünschen könnte. Für ASUS gehört ein durchdachtes BIOS zum Pflicht-Programm.
Preis und Verfügbarkeit
Das ASUS ROG Strix X99 Gaming ist ab sofort für knapp 285 Euro (Stand: 29.08.2016) im Handel erhältlich.
ASUS Aura RGB Beleuchtung im Videotest

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