Der Start von Assassin's Creed: Black Flag Resynced hätte für Ubisoft kaum besser verlaufen können. Die Neuauflage des Piraten-Abenteuers legte auf Steam einen beeindruckenden Start hin und stellte innerhalb weniger Stunden einen neuen Rekord für die gesamte Assassin's-Creed-Reihe auf. Doch die Freude über den Erfolg wird von einer bitteren Nachricht überschattet.
Mit 99.451 gleichzeitig aktiven Spielern erreichte Black Flag Resynced den bislang höchsten Steam-Peak der Franchise. Damit übertrifft das Remake den bisherigen Spitzenreiter Assassin's Creed Shadows, der zum Release auf 64.825 gleichzeitige Spieler kam, deutlich.
Trotz dieses erfolgreichen Einstands hat Ubisoft unmittelbar nach der Veröffentlichung einen harten Personalabbau vorgenommen. Beim Entwicklungsstudio Ubisoft Barcelona wurden 51 Mitarbeiter entlassen, die zuvor an Black Flag Resynced gearbeitet hatten. Laut Berichten standen die Stellenstreichungen bereits seit längerer Zeit fest und wären unabhängig vom kommerziellen Erfolg des Spiels erfolgt.
Hintergrund soll die interne Projektplanung sein. Normalerweise versetzt Ubisoft Entwickler bereits vor Abschluss eines Projekts in neue Teams. Im Fall von Ubisoft Barcelona soll dieser Übergang jedoch ausgeblieben sein, weshalb viele Beschäftigte bereits seit dem vergangenen Sommer mit einer Entlassung gerechnet hatten.
Die angespannte Stimmung soll sich sogar auf den Release ausgewirkt haben. Statt einer großen Feier zum erfolgreichen Launch gab es im Studio lediglich ein kleines gemeinsames Catering. Für viele Mitarbeiter dürfte der Rekordstart des Spiels deshalb nur wenig Grund zur Freude gewesen sein.
Christoph Miklos ist nicht nur der „Papa“ von Game-/Hardwarezoom, sondern seit 1998 Technik- und Spiele-Journalist. In seiner Freizeit liest er DC-Comics (BATMAN!), spielt leidenschaftlich gerne World of Warcraft und schaut gerne Star Trek Serien.
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