Fun & Abwechslung

Mit knapp 250 Sachen brettert man mit einem schicken Sportflitzer durch die engen Straßen von Manhattan. Plötzlich dreht sich die Spielwelt und man sitzt in einem Speedboat mitten am Hudson River. Kaum ist man übers Wasser und einige Sprungschanzen geheizt, wechselt man auch schon wieder das Fahrzeug: Nun fliegt man in einem Air Racer durch Lufttore. Herzlich Willkommen in The Crew 2, dem neusten Arcade-Racer aus dem Hause Ubisoft!
Massig Abwechslung
Die oben erwähnten Szenen stammen nicht nur aus der Tutorial-Mission von The Crew 2, sondern sind auch Bestandteil der ersten von fünf spektakulären "LiveXTreme"-Events. Im zweiten Teil von Ubisofts Racer-Reihe gibt es aber mehr als nur schnelle Sportwagen, Rennboote und Stuntflugzeuge. In einer gigantischen virtuellen Nachbildung der Vereinigten Staaten tritt man auch in Rallye-Events und Querfeldeinrennen an oder sucht im Drag-Race den perfekten Zeitpunkt zum Schalten. In The Crew 2 muss man sich als neuer Fahrer etablieren und die Champions der vier Rennkategorien Street Racing, Offroad, Freestyle und Pro Racing von der Spitze verdrängen. Diese Rivalen treten sporadisch in Zwischensequenzen auf. Man sollte sich aber keine spannende Story erwarten, immerhin ist es „nur“ ein Rennspiel. Insgesamt 14 verschiedene Disziplinen, die auf 114 reguläre Events aufgeteilt sind gibt es in dem Spiel. Die Bandbreite reicht von klassischen Straßen- und Offroad-Rennen bis hin zu Monstertruck-Shows. Natürlich sind auch die anfangs erwähnten Boot- und Flugzeug-Rennen mit von der Partie. Mehr Abwechslung geht kaum. In den Veranstaltungen geht es um Bestzeiten oder das Erreichen einer bestimmten Mindestpunktzahl. Es gibt auch ein paar außergewöhnliche Events, bei denen man etwa mitten im Rennen vom Unfall eines Gegners überrascht wird und ihn ins Krankenhaus fahren muss. Die fliegenden Wechsel etwa vom Auto ins Speedboat gibt es nur in den Live-Events und den Bossrennen, die einem im Fall eines Sieges „ultimative Fahrzeuge“ wie ein Luftkissenboot oder einen Helikopter einbringen.
Grinding
Damit man in The Crew 2 weiter vorankommt, müssen die Follower-Zahlen stimmen. Ausreichend Fans vorausgesetzt, erhöht man nach und nach seinen Ruf/Rang. Nur so schaltet man weitere Renndisziplinen und Live-Xtrem-Events frei. Um den aktuellen Champion herauszufordern, muss man allerdings 70 Prozent aller Aufgaben einer Kategorie absolvieren. Dazu zählen auch Fotoaufgaben, in denen man etwa den Mount Rushmore knipst. In kleinen Challenges kämpft man wiederum mit Loopings und sonstigen Flugmanövern um die Zielpunktzahl oder rast in hohem Tempo durch Blitzerzonen. Bereits hier erkennt man den hohen Grinding-Faktor des Spiels, der bei den Fahrzeugen weitergeht. Man bekommt für erfolgreich abgeschlossene Tournaments nämlich nicht nur Follower, sondern auch Ingame-Geld. Dieses kann man für neue Vehikel ausgeben. Im Angebot sind die Flitzer von Herstellern wie Nissan, BMW, Ferrari, Ford und Chevrolet. Es gibt sogar Upgrades: Leistungsstärkere Motorblöcke, bessere Reifen oder Federungen schaltet man in den Rennen für das jeweils genutzte Fahrzeug frei.
In The Crew 2 gibt es auch ein paar extrem teure Autos, im Regelfall hat man das Geld jedoch innerhalb weniger Spielstunden beisammen. Alternativ kann man auch Crew-Credits gegen Echtgeld kaufen. Aber: Mit diesem alternativen Ingame-Zahlungsmittel kauft man ausschließlich Fahrzeuge, Upgrades muss man grundsätzlich im Spiel verdienen. Demnach sind die Microtransactions keine große Verlockung.

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