Alle Ergebnisse
Fakten
Plattformen
Xbox Series S
Xbox Series X
PlayStation 5
PC
Publisher
Kalypso Media
Entwickler
Kite Games
Release
23.04 2026
Genre
Strategie
Typ
Vollversion
Pegi
16
Webseite
Preis
49,99 Euro
Media (8)
Von der Krim-Halbinsel, auf der die Sowjetunion gegen die Wehrmacht gekämpft hat, über die Wüsten Afrikas, mit ausufernden Panzerschlachten, bis hin zum zerbombten Europa bietet uns auch Sudden Strike 5 die gewohnten Schauplätze und, fühlt sich makaber an, das zu sagen, Highlights des schlimmsten Konflikts, den dieser Erdball, den wir Heimat nennen, jemals gesehen hat. Dabei geht es mal mehr, mal weniger historisch zu - denn nicht immer spielen wir auch die Generäle, die für die jeweiligen Schauplätze bekannt sind.
In den Kampagnenmissionen stehen uns drei Generäle zu Beginn der einzelnen Missionen zur Auswahl. Diese haben verschiedene Stärken, bevorzugen eine mal eher aggressive, eher defensive oder ausgewogene Herangehensweise, die unsere Einheiten auf verschiedene Arten stärkt. Drei Kampagnen stehen uns derweil zur Verfügung, eine auf Seite von Nazi-Deutschland, eine Allierten-Kampagne und die Kampagne der Sowjetunion im Bemühen, das Mutterland zu verteidigen.
Jede Seite hat einen eigenen Pool an Einheiten, Infanterie, Panzer, Fahrzeuge, Flugzeuge und so weiter und so fort. Und jede Einheit erfüllt ihre eigene, wichtige Rolle. Infanteristen können zwar keine Panzer angreifen (wenn sie keine passenden Granaten haben), besetzen aber Gebäude, beleben Verbündete wieder und liefern weitreichenden Feuersupport. Was red ich da? Das greift viel zu kurz! Als Kommandant müssen wir geschickt unseren Pool an Einheiten einsetzen und miteinander kombinieren. Bloße Wellen an Infanterie werden an eingegrabenen Feindlinien aufgerieben oder von Panzern vorgeführt. Reine Panzer-Vorstöße sind inflexibel, geben ihre Flanke schnell preis und einmal demoliert, können Fahrzeuge schnell flachliegen und vom Gegner hochgenommen werden. Das ganze lässt sich lange weiterstricken, aber das Prinzip ist klar: Kombinieren, vorstoßen, neu sortieren und wieder von vorne.
Dabei spielt auch die Logistik eine große Rolle! Wir schieben nicht nur Soldaten über das Schlachtfeld, sondern sorgen auch dafür, dass Waffenteams - wie Mörser - ausreichend Munition dabei haben. Oder Panzer, die ebenfalls Munition, aber auch Treibstoff benötigen. Das ganze regeln wir, erneut, entweder mit den passenden Kontrollpunkten oder mit Nachschubfahrzeugen, die wir im Tross hinter unseren Kampfeinheiten herschicken. Fahrzeuge sind dabei übrigens nicht nur dankbare Abnehmer von Sprit und Kugeln, sondern haben auch verschiedene Trefferzonen und Teile, die zerstört werden können. Stirbt die Mannschaft eines Panzers, machen wir ihn mit neuen Infanteristen wieder flott. Sind die Ketten beschädigt oder die Waffen, brauchen wir stattdessen eben den gerade genannten Reparaturwagen.
Die einzigen, die uns zu kommandantischen Höchstleistungen im Weg stehen, sind unsere Gegner… und zwar in mehr als nur der offensichtlichen Hinsicht! Klar, wir verbringen unsere Missionen damit, Boden gutzumachen und gegnerische Einheiten ins digitale Nirvana zu jagen. Aber dabei wehren die sich nicht nur - sie machen es auch noch nicht unbedingt smart. Denn leider ist die KI, die uns eigentlich herausfordern sollte, eher schwach in diesem Weltkriegs-Ringen.
Feindliche Panzer fahren auf unsere Einheiten zu und beginnen einfach zu führen. Okay, erstmal keine schlechte Idee. Aber Zangenmanöver oder Positionierung von Einheiten an der Flanke unserer Einheiten? Fehlanzeige. Stattdessen stehen sich Panzer einfach gegenüber, wenn wir nicht von uns aus Flankierungen durchführen. Manche Kampagnenmissionen lassen sich derweil fast nur mit einer Gruppe Mörsertrupps gewinnen. Denn wenn wir mit denen feindliche Stellungen angreifen, beispielsweise Infanteristen in Gebäuden oder Schützengräben, dann bleiben die auch genau da. Alles, was wir verlieren, sind ein paar Mörsergranaten, der Gegner dafür all seine Einheiten auf dem Punkt.
Und natürlich hat sich auch optisch einiges getan. Vom Gelänge bis hin zu den Gebäuden und Einheiten hat sich, nachvollziehbar, in den letzten 9 Jahren seit Sudden Strike 4 viel getan und ist um einiges hübscher geworden. Dennoch hat sich eine gewisse Unübersichtlichkeit eingeschlichen. Sind unsere Einheiten zu gut im Tarnen? Denn ab und an gehört es auch zu unseren Aufgaben, unsere Truppen zu finden und richtig in Position zu bringen. Das User Interface macht es dabei nur bedingt leichter, denn das ist oft eher kompliziert und wenig hilfreich.
Abseits der Kampagne können wir uns anderen Spielern im Multiplayer stellen, die Spannung bleibt da aber eher auf der Strecke. Zwar haben wir dabei nicht mit der dünnen AI und ihrer Untätigkeit - oder fehlender Taktik - zu kämpfen, aber die Auswahl bleibt bescheiden: zwei Spielmodi mit jeweils zwei Karten. Mehr gibt es nicht für alle, die sich mit anderen Internet-Kommandanten messen wollen. Die Vorteile der einzelnen Kommandanten, die wir für diese Gefechte auswählen können, werden dabei auch nicht angezeigt. Die müssen wir uns dann eben aus der Kampagne merken. Und auch die Einheiten der verschiedenen Fraktionen ähneln sich stark, selbst wenn jede Einheit ihre eigene Rolle erfüllt.
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