Alle Ergebnisse
Fakten
Plattformen
PlayStation 5 Pro
PlayStation 5
Publisher
Sony Interactive Entertainment
Entwickler
Housemarque Games
Release
30.04 2026
Genre
Action-Adventure
Typ
Vollversion
Pegi
16
Webseite
Preis
69,99 Euro
Media (13)
Galerie
Die Geschichte dreht sich um die Crew der Echolon IV und unseren Hauptcharakter Arjun Devraj, ein Vollstrecker der Soltari Corporation. Die Mission scheint zunächst simpel: Auf dem Planeten Carcosa soll der wertvolle Rohstoff Lucenit geborgen werden. Doch bereits nach kurzer Zeit wird deutlich, dass Carcosa alles andere als ein gewöhnlicher Planet ist. Die feindliche Umgebung, die Überreste einer uralten Zivilisation und gigantische Bauwerke vermitteln ständig das Gefühl, dass Menschen an diesem Ort eigentlich nichts verloren haben. Vor allem die Größenverhältnisse beeindrucken. Gewaltige Ruinen und monströse Gegner lassen Arjun winzig erscheinen. Manche Feinde überragen ihn mehrere Meter und verwandeln ganze Gebiete in gnadenlose Bullet-Hell-Arenen. Genau darin liegt die größte Stärke von Saros: Das Spiel versteht es hervorragend, den Spieler konstant unter Druck zu setzen, ohne dabei massiv unfair zu wirken.
Das Kampfsystem ist schnell, aggressiv und verlangt volle Konzentration. Unterschiedliche Waffentypen erlauben verschiedene Spielweisen. Klassische Sturmgewehre und Schrotflinten sorgen für direkten Schaden auf kurze und mittlere Distanz, während Energiewaffen wie Armbrüste oder Klingenwerfer deutlich experimenteller ausfallen. Ergänzt wird das Arsenal durch mächtige Spezialfähigkeiten und verheerende -attacken, die selbst größere Gegnergruppen kontrollieren können. Besonders gelungen ist die Kombination aus schneller Teleportation und dem Schildsystem. Projektile im letzten Moment zu blocken, anschließend durch eine Gegnerformation zu dashen und sofort zum Gegenschlag auszuholen, fühlt sich fantastisch an. Das muss es allerdings auch, denn Saros kennt kaum Verschnaufpausen. Selbst normale Kämpfe eskalieren schnell zu chaotischen Kugelhageln.
Dabei wirkt das Spiel auf den ersten Blick beinahe wie ein Flickenteppich aus unterschiedlichen Genres. Jump-and-Run-Passagen treffen auf Horror-Atmosphäre, Roguelike-Strukturen auf Third-Person-Shooter-Gameplay und Bullet-Hell-Gefechte auf cineastische AAA-Inszenierung. Im laufenden Spiel fügt sich jedoch alles überraschend stimmig zusammen.
Richtig beeindruckend wird Saros allerdings während der Sonnenfinsternis. In diesen Momenten verändert sich die gesamte Atmosphäre des Spiels. Dunkles Licht legt sich über die Welt, uralte Maschinen erwachen plötzlich wieder zum Leben und offenbaren erst dann ihre gigantischen Ausmaße. Besonders das Minengebiet mit seinen Lavaflüssen, feuerspeienden Maschinen und tödlichen Fallen bleibt nachhaltig im Gedächtnis.
Auch das Gegnerdesign überzeugt. Unterschiedliche Gegnertypen – von Fernkämpfern bis hin zu fliegenden Kreaturen – sorgen zunächst für Abwechslung. Im späteren Spielverlauf wiederholen sich manche Feinde zwar etwas zu häufig, wirklich störend fällt das aber selten auf. Die beste Arbeit haben die Entwickler jedoch bei den Bossen geleistet. Diese sind grotesk, riesig und inszenatorisch beeindruckend. Während normale Kämpfe oft hektisch und chaotisch verlaufen, wirken die Bosskämpfe deutlich kontrollierter. Sie setzen stärker auf das Lernen von Mechaniken und auf präzises Timing. Gerade deshalb fühlen sich Siege über die riesigen Monster unglaublich befriedigend an.
Und auch technisch liefert Saros eine starke Vorstellung ab. Selbst in Arealen voller Gegner, Effekten und Projektilsalven bleibt das Spielgeschehen flüssig und präzise. Die Grafik ist insgesamt eine echte Augenweide. Beleuchtung, Partikeleffekte und die enorme Sichtweite erzeugen regelmäßig spektakuläre Bilder. Selbst audiotechnisch bewegt sich Saros auf sehr hohem Niveau. Sowohl die englische als auch die deutsche Sprachausgabe überzeugen mit starken Leistungen. Gespräche wirken glaubwürdig, während die überall verstreuten Audiologs die Geschichte sinnvoll erweitern und die Grausamkeit von Carcosa zusätzlich unterstreichen.
Ganz fehlerfrei ist die Präsentation allerdings nicht. Hin und wieder fallen Clipping-Fehler oder verwaschene Texturen auf. Diese Probleme treten vor allem in Nahaufnahmen oder bei Interaktionen mit NPCs auf und reißen kurzzeitig aus der ansonsten hervorragenden Atmosphäre.
Im Vergleich zu Returnal gibt es allerdings einige sinnvolle Komfortfunktionen. So lässt sich ein Run nun pausieren und die PlayStation 5 problemlos ausschalten, ohne den Fortschritt zu verlieren. Außerdem bietet Saros die Möglichkeit, den Schwierigkeitsgrad anzupassen, wodurch sowohl erfahrene Spieler als auch Genre-Neulinge besser abgeholt werden.
Trotz kleinerer Schwächen bleibt Saros ein außergewöhnlich intensives Actionspiel. Housemarque gelingt es erneut, eine einzigartige Mischung aus Bullet Hell, Roguelike und cineastischen AAA-Shooter zu erschaffen. Wer schnelle Reflexe, fordernde Kämpfe und eine bedrückende Science-Fiction-Welt sucht, bekommt hier eines der spannendsten Actionspiele der letzten Jahre.
Ähnliche Artikel
Kommentar schreiben