Samsung hat im Rahmen seines aktuellen Quartalsberichts einen wenig erfreulichen Ausblick für den Speichermarkt gegeben. Laut dem südkoreanischen Konzern wird sich die Kluft zwischen Angebot und Nachfrage bei DRAM- und NAND-Speichern im Jahr 2027 weiter vergrößern. Hauptverantwortlich dafür ist der anhaltende KI-Boom, der enorme Mengen an Server-Speicher und Enterprise-SSDs verschlingt.
Vor allem Betreiber großer Rechenzentren und KI-Unternehmen sichern sich Speicherkapazitäten zunehmend über langfristige Lieferverträge direkt bei den Herstellern. Samsung plant deshalb, 60 bis 70 Prozent seiner Produktionskapazitäten langfristig an Großkunden zu vergeben.
Eine schnelle Entspannung ist laut Samsung nicht in Sicht. Der Bau neuer Halbleiterfabriken dauert mehrere Jahre, weshalb zusätzliche Produktionskapazitäten frühestens 2028 in größerem Umfang verfügbar sein werden.
Für Verbraucher bedeutet das voraussichtlich weiterhin hohe Preise bei Grafikkarten, SSDs, Arbeitsspeicher, PCs, Konsolen und Smartphones, da Speicherchips ein zentraler Kostenfaktor moderner Hardware bleiben. Samsung zählt mit rund einem Drittel Marktanteil zu den weltweit wichtigsten Speicherherstellern, weshalb die Prognose als wichtiger Indikator für die gesamte IT-Branche gilt.
Christoph Miklos ist nicht nur der „Papa“ von Game-/Hardwarezoom, sondern seit 1998 Technik- und Spiele-Journalist. In seiner Freizeit liest er DC-Comics (BATMAN!), spielt leidenschaftlich gerne World of Warcraft und schaut gerne Star Trek Serien.
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