Sowohl Analysten als auch führende Publisher befeuerten in den letzten Monaten die Gerüchte über steigende Videospielpreise. Überraschenderweise machte heute Nintendo den Anfang und könnte damit den Grundstein für zukünftige Preissteigerungen gelegt haben.
In den letzten Monaten meldeten sich die Führungskräfte verschiedener Publisher zu Wort und verwiesen auf die aktuellen Preise von Spielen, die ihrer Meinung nach zu gering sind, um die stetig steigenden Produktionskosten großer Triple-A-Titel aufzufangen.
Daher gingen Analysten davon aus, dass es auf kurz oder lang zu einer weiteren Preiserhöhung von Spielen kommen wird. Insbesondere Rockstars kommender Open-World-Blockbuster „GTA 6“ wurde von mehreren Analysten als ein Titel genannt, bei dem die Spieler einen höheren Preis in Kauf nehmen würden. Den Anfang macht allerdings ein anderer Publisher: Nintendo.
Das Unternehmen stellte heute die Switch 2 ausführlich vor und kündigte im Zuge der Präsentation „Mario Kart World“ an. Wie sich der offiziellen Beschreibung im My Nintendo Store entnehmen lässt, handelt es sich bei dem Fun-Racer um den ersten Titel, der hierzulande über den Preis von 79,99 Euro hinausgeht.
Im eShop wird Nintendo „Mario Kart World“ demnach zum Preis von 79,99 Euro ins Rennen schicken. Möchtet ihr euch den Fun-Racer hingegen in der physischen Version zulegen, bittet euch Nintendo mit 89,99 Euro zur Kasse. In diesem Zusammenhang müssen wir darauf hinweisen, dass die Preiserhöhung offenbar nicht für alle Nintendo-Spiele auf der Switch 2 gilt.
Das ebenfalls heute angekündigte „Donkey Kong Bananza“ listet Nintendo im My Nintendo Store für 69,99 Euro (digital) beziehungsweise 79,99 Euro (physisch). Trotz allem stellt sich natürlich die Frage, ob Nintendo nicht einen Dominoeffekt auslöst.
Den Aussagen diverser Analysten zufolge wartete die Branche im Prinzip nämlich nur darauf, dass einer der großen Publisher einen namhaften Titel nutzt, um sich mit einer Preiserhöhung für Spiele aus der Deckung zu wagen.
Wie die Vergangenheit zeigte, zogen andere Publisher und Studios bei entsprechenden Preisanpassungen schnell nach. Daher ist wohl davon auszugehen, dass wir das 89,99 Euro-Preisschild für Videospiele auf kurz oder lang öfter zu sehen bekommen.
Christoph Miklos ist nicht nur der „Papa“ von Game-/Hardwarezoom, sondern seit 1998 Technik- und Spiele-Journalist. In seiner Freizeit liest er DC-Comics (BATMAN!), spielt leidenschaftlich gerne World of Warcraft und schaut gerne Star Trek Serien.
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