Anstoß

EA Sports spendiert uns auch heuer wieder die neueste Ausgabe der Spielserie FIFA und versucht wie jedes Jahr mit einer geballten Ladung an Lizenzen und einer sehr umfangreich gestalteten Fußballsimulation zu überzeugen. Ob sich Electronic Arts auch mit dem neuesten Ableger gegen den direkten Konkurrenten PES durchsetzen kann? - Wir klären es im Test.
Gameplay und Neuerungen
Wie auch in den letzten Jahren, hat sich Electronic Art's auf Detailverbesserungen beschränkt und sich der Ballphysik, dem Gameplay sowie den individuellen Stärken und Schwächen der Spieler gewidmet. Am ersten Blick aber scheint sich im Vergleich zum Vorgänger wenig bis gar nichts geändert zu haben, auf den zweiten Blick wird aber ersichtlich, dass tatsächlich kleine aber feine Veränderungen durchgeführt wurden. Am auffälligsten ist die gedrosselte Spielgeschwindigkeit, die dem Spieler mehr Zeit zum Überlegen geben soll und neue taktische Möglichkeiten eröffnen soll. Dies hat tatsächlich etwas Gutes an sich, denn nun sind die individuellen Stärken von Spielern wie Mario Götze, Lionel Messi, C. Ronaldo und Co. spielentscheidend. Wenn der ballführende Spieler erst einmal Fahrt aufgenommen hat, ist er kaum mehr zu stoppen. Und wer sich schon als Profi bezeichnet, kann mittels rechtem Analogstick atemberaubende Moves ausführen und sich gekonnt durch die Abwehrreihe tänzeln. Hierbei ist es nicht mehr notwendig zeitgleich die Schultertaste gedrückt zu halten - denn ab sofort soll man mittels der Schultertaste geschickt den Ball abschirmen. Dies erfordert aber eine Menge Spielpraxis und ein gelungenes Timing. Die im Vorjahr mit integrierte „First Touch Ball Control“ kommt in FIFA 14 noch deutlicher zur Geltung, so muss man unter anderem die Sprint-Taste deutlich dosierter verwenden als bisher, ehe der Ball unerreichbar abprallt und dem Gegenspieler eine Kontermöglichkeit eröffnet. Um ehrlich zu sein passiert das aber viel zu oft, da auch zum Teil die einfachsten Pässe zu scharf ausfallen. Durch die überarbeitete Ballphysik und die Bewegungen der Spieler – vor allem bei Zweikämpfen - gestaltet sich das Spiel wieder eine Spur realistischer als im Vorjahr.
Technik
Wie gewohnt überzeugt das Entwicklerteam von EA Sports auch im neuesten Ableger mit einer soliden grafischen Einstellung, allerdings wurden auch hier keine maßgeblichen Veränderungen vorgenommen. Wie üblich wurden auch im neuesten Teil der Spieleserie sämtliche Sportler einer Rundumerneuerung unterzogen, allerdings lassen sich hierbei keine großartigen Verbesserungen erkennen - denn um ehrlich zu sein waren die Animationen schon im Vorgänger sehr sehenswert! So wurden wie immer die Gesichter, als auch die Trikots und der Rasen überarbeitet. Bei letzterem lässt sich aber nicht von einer Optimierung sprechen, denn die Farben, Konturen und Details des Platzes haben sehr wenig Realistisches an sich.
Seit Jahren hat sich das Entwicklerteam auch endlich wieder den Fans gewidmet und versucht aus den bisherigen Pappfiguren tatsächlich menschenähnliche Figuren zu gestalten. – Dabei ist der Wille zwar da, aber wie eine tobende Menge sieht das Publikum nach wie vor nicht aus. Aber der zwölfte Mann kommt auch in FIFA 14 wieder sehr stark zur Geltung und gibt sich wie immer lautstark mit Fangesängen und Pfeifkonzerten zum Besten, denn erst dadurch entsteht die unglaublich gute Stadionatmosphäre.

Spielmodi
Neben dem Karrieremodus, der Saison, der „Be a Pro“-Karriere und dem Onlinemodus ist auch der beliebte Spielmodus Ultimate Team mit an Bord. Hierbei hat sich das Entwicklerteam tatsächlich auch die eine oder andere Erneuerung überlegt. Durch die neu eingeführte „Chemistry Styles“ kann man jeden Spieler individuell anpassen und verschiedene Styles hinzufügen, um im weiteren Spielverlauf sogar einige bestimmte Attribute zu verbessern. Die Auswahlmöglichkeiten sind nahezu unbegrenzt, denn man wählt sein Team nicht nur aus über 8.000 verfügbaren Spielern, sondern gestaltet auch sein eigenes Trikot, definiert den Spielstil und entscheidet sich für seine eigene bevorzugte Aufstellung.
Natürlich ist auch der allseits beliebte Multiplayermodus vorhanden, der es euch erlaubt mit bis zu sieben Freunden den Platz zu betreten. Sollte der Fall der Fälle eintreten und sich im Freundeskreis kein Konkurrenzfähiger Gegner mehr finden lassen, so besteht auch in FIFA 14 die Option sich online an Spielern aus der ganzen Welt zu messen. Außerdem könnt ihr online mit bis zu 21 (!) weiteren Spielern spielen. Alles in allem haben wir hier also weiterhin die beste Grundlage um sich einen Platz unter den hervorragendsten Trainerlegenden zu erarbeiten. - Viel Glück!

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