Die Gaming-Industrie ist im stetigen Wandel. Neue Spiele, neue Technik, neue Konsolen oder neue Möglichkeiten können prinzipiell jeden Monat für News in der Szene sorgen. Doch seit knapp einem Jahrzehnt gibt es ein Thema, das allgegenwärtig zu sein scheint und irgendwie immer unter dem Radar bleibt – Virtual Reality.
2012 setzte der Oculus Rift neue Maßstäbe im Bereich VR und die Möglichkeiten schienen unendlich. Doch so richtig ist die neue Realität noch nicht bei der breiten Masse angekommen. Man liest und hört viel über die Technologie und eventuell hat man schon einmal eine VR-Brille getragen, fest in den Alltag integriert ist sie allerdings nicht.
Dabei finden sich mehr und mehr Gelegenheiten, Virtual Reality sinnvoll einzusetzen. Während der Ausnahmesituation der letzten Monate, wurden zum Beispiel Stadtführungen oder Museumsbesuche per Virtual Reality zugänglich gemacht und auch Online Casinos mit deutscher Lizenz rückten den VR-Aspekt mehr in den Mittelpunkt. Es gibt also ausreichend Optionen die Geräte einzusetzen und die Technik ist mittlerweile weit genug fortgeschritten, um ein packendes Erlebnis zu garantieren.
Kürzlich wurden mit Swarm VR und Traffic Jams zwei weitere Titel für Oculus angekündigt, die sich ausschließlich auf Virtual Reality fokussieren und spannende in-game Funktionen anbieten. VR ist also nicht nur sehr präsent in der heutigen Zeit, es wird auch in Weiterentwicklungen investiert, die Spieler begeistern könnten. Wir werfen an dieser Stelle einen genaueren Blick auf die besten VR-Headsets für Zuhause. Egal ob kabelgebundene oder eigenständige Headsets wir nehmen sie unter die Lupe. Während kabelgebundene Headsets direkt mit der Konsole oder dem PC verbunden sind und man sich nicht über den Batteriestand sorgen muß, kommt das eigenständige Headset ohne Kabel aus und verspricht mehr Freiheit.
Oculus Quest (2)
Wie erwähnt, ist Oculus einer der Pioniere der Virtual Reality. Die Geräte des amerikanischen Unternehmens sind preislich gesehen im unteren Bereich angesiedelt, auch wenn moderne Technik immer ihren Preis hat. Zu haben ist das Oculus Quest je nach internem Speicherplatz für 300 bis 650 Euro. Die zweite Generation ist in Deutschland noch nicht erhältlich, ist aber ebenfalls vielversprechend. Ein Smartphone oder eine Konsole wird in diesem Fall nicht benötigt, da die Spiele direkt von dem Headset aus abgerufen werden können. Hier wird jedes Auge mit einer Auflösung von 1440 x 1600 Pixeln versorgt, während ein Snapdragon 835-Prozessor im Gerät verbaut ist.
Oculus besticht mit intuitiver Bedienung und wenig Vorbereitungen und minimalen Voreinstellungen. Somit überzeugt das Gerät durch simple Handhabung ohne weiteres Zubehör. Je nach Anwendung hält der Akku aber lediglich 2-3 Stunden Spielzeit durch und auch ein - wenn auch nur minimaler - Lichteinfall ist zu bemerken. Wer aber nach einem eigenständigen Headset zu einem fairen Preis sucht, ist hier richtig.
Sony Playstation VR
Das Playstation VR Headset ist dank der Unterstützung von Sony bei der Entwicklung und der Erschwinglichkeit und Verfügbarkeit der PlayStation 4 im Vergleich zu Gaming-PCs sehr attraktiv. Alles, was benötigt wird ist das Headset, eine Playstation 4 und eine Playstation Kamera, die in den meisten VR-Paketen enthalten sein sollte.
Außerdem gibt es einige hervorragende Spiele für diese Kombination wie Moss, Rez Infinite oder Until Dawn: Rush of Blood. Viele PlayStation VR-Spiele funktionieren mit dem DualShock 4, sodass keine zusätzliche Bewegungssteuerungen erforderlich sind. Allerdings nutzt dieses Headset noch immer die PlayStation Move-Controller aus der PlayStation 3-Ära. Von der Leistungsfähigkeit und vom Komfort, kommt diese Variante dementsprechend nicht an einen Oculus Touch-Controller heran. Außerdem ist sie teuer und nicht immer in PlayStation VR-Bundles enthalten. Auch mit der PS5 ist das Playstation VR Set kompatibel, was circa 300 Euro kostet. Ein durchaus erschwingliches Angebot also, besonders für Leute, die bereits eine Playstation besitzen und sich an Virtual Reality wagen wollen.
HTC Vive Cosmos
HTCs Vive Cosmos ist die aktualisierte Version des Vive-Headsets. Es bietet eine höhere Auflösung und ersetzt die externen Basisstationen durch nach außen gerichtete Kameras, für die Bewegungserkennung. Es ist ein umfassendes Paket für VR, kostet aber im Vergleich zum Oculus Quest eine Ecke mehr. Ab 600 Euro ist das Headset erhältlich, kann aber je nach Ausstattung noch höhere Kosten verursachen. Den Vive Cosmos gibt es ebenfalls als „Elite“-Variante, die mit Hilfe der Basisstationen für ein noch besseres Motion-Tracking sorgen sollen. Dazu wird besonders der Kopf des Spielers fokussiert und die Motion-Controller in den Händen. Diese Version hat einen zusätzlichen Aufpreis von rund 200 Euro.
HTC Vive Cosmos hat, genau wie Oculus, ihren eigenen VR-Software-Store in Form von Viveport. Dort wird auch die Viveport Infinity-Mitgliedschaft angeboten, die unbegrenzten Zugang zu VR-Erlebnissen über einen Abo-Service bietet. Das Headset an sich besticht durch großartige Auflösung von 1440 x 1700 Pixeln und präzises Tracking. Qualitativ überzeugt das Gerät auf ganzer Linie, durch den Preis befindet sich besonders die Elite-Version allerdings im Premium-Segment. Valve Index
Bei diesem Headset handelt es sich um eines der besten Geräte, die momentan auf dem Markt zu kaufen sind. Es bietet eine der schärfsten Darstellungen aller kommerziell erhältlichen VR-Displays mit einer Auflösung von 2880 x 1600 Pixeln. An diese Zahl kommen einige Konkurrenten noch heran, aber mit einer Bildwiederholrate von 120 Hz (bis zu 144 Hz in einem experimentellen Modus) übertrumpft es den Rest. Auch das Sichtfeld ist mit 130° absolute Spitze und ein Fliegengittereffekt ist kaum zu erkennen. Darüber hinaus verfügt der Valve Index über einige beeindruckende Technologien und praktische Komfortfunktionen. So kann man beispielsweise das Tracking pro Finger auf den exzellenten Controllern erlauben und auch der Klang über die Nahfeld-Lautsprecher, die direkt über den Ohren angesiedelt sind, ist kristallklar.
Im Paket kostet das Set über 1000 Euro und ist damit das teuerste Modell dieser Liste. Dafür bekommt der Käufer entsprechende Qualität und eines der besten VR-Erlebnisse für die eigenen vier Wände. Nichtsdestotrotz müssen Interessenten schauen, ob sich diese Ausgabe lohnt. Das hervorragende Finger-Tracking ist beispielsweise nicht für alle Titel einsetzbar.
Es gibt also zahlreiche Optionen, um in den Genuss von VR zu kommen. Neben den gelisteten Geräten gibt es auch weitere Anbieter, die akzeptable Pakete zu einem fairen Preis offerieren. Welches dieser Virtual Reality Headsets das passende für den eigenen Gebrauch ist, hängt ganz von der Situation des Nutzers ab. Wer VR jetzt schon hautnah erleben möchte, ist mit einem dieser Geräte gut bedient. Andere warten vielleicht noch darauf, was die Zukunft von Virtual Reality mit sich bringt und wie bedeutend die Fortschritte sein werden.

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