Darkspore - Test/Review
Mit Spore als Vorlage versucht EA im Action-RPG Genre zu punkten.
Von Hannes Obermeier am 08.05.2011 - 04:41 Uhr

Fakten

Plattform

PC

Publisher

Electronic Arts

Entwickler

Maxis

Release

28.04 2011

Genre

Action-RPG

Typ

Vollversion

Pegi

16+

Webseite

Media (22)

Wird’s besser?

Mit Spore als Vorlage versucht EA im Action-RPG Genre zu punkten. Ob das fragwürdige Konzept aufgeht, verraten wir euch in unserem Review.
Abseits gewohnter Wege
Spore ist vielen bekannt, und soll mit Darkspore noch bekannter werden. Der Hintergrund ist einfach: Man nehme die wichtigsten Elemente aus Teil 1 und packe das Ganze einfach in ein anderes Genre. Doch so einfach ist es nun doch nicht. Denn jeder Fan dieses Genres vergleicht automatisch und das macht es für jeden Trittbrettfahrer schwierig zu bestehen. Daher haben sich die Entwickler allerhand einfallen lassen um es nicht in derselben Schublade landen zu lassen. Der beste Weg diesen steinigen Weg zu beschreiten. Dank der vielen Kreaturen aus dem Spore-Universum, steht dem Spieler nun eine gewaltige Auswahl an Helden zur Verfügung, denn entgegen dem weit verbreiteten Spielprinzip, ein paar wenige Helden zu hegen und zu pflegen, schöpft der Spieler in Darkspore aus dem Vollen, und nicht nur das, er kann sich auch eine gewisse Anzahl kleiner 3-Mann Trupps zusammenstellen, die nach Lust und Laune (Spore-Prinzip) verändert werden können. Wenn man die Auswahl von an die 100 Heros überblicken möchte, braucht man schon ein gutes Gedächtnis und jede Menge Zeit. Doch da man nicht alle von Anfang an zur Verfügung hat, hält sich das Durcheinander in Grenzen.
3 Charakterklassen und 5 Rassen
Da man nun nicht eine Hand voll Helden nach oben leveln muss, aber dennoch einen Nutzen vom Spielfortschritt haben möchte, gewinnt hier der Part der Rüstungen und Waffen, die man einfach auf andere Helden übertragen kann. Doch um diese überhaupt kaufen zu können, muss man DNA einsammeln, ohne die hier gar nichts läuft. Wir wandeln in schlauchartigen Gängen, die wenig Abwechslung bieten und auch nicht wirklich motivieren. Selbst die Vielfalt an Helden und die Massen an Gegnern ändern daran sehr wenig. Keine Kommunikation, keine wirklichen Quests und immer wiederkehrende Massenschlachten stumpfen den Spieltrieb ab. Ist ein Level beendet landet man ohne Umschweife im Basisschiff. Dort gibt’s dann eine Belohnung in Form von verschiedenen Items, wenn man den Level erfolgreich beendet hat. Danach kann man sofort den nächsten Abschnitt betreten, wo wir wieder mit demselben Szenario begrüßt werden. Die relativ kurzweiligen Level-Abschnitte lassen auch kaum Atmosphäre aufkommen, da man unentwegt mit stumpfsinnigen Monsterkloppen am Fließband beschäftigt wird. Trifft man unterwegs meistens nur kleiner Gruppen von Angreifern, so erwartet uns am Ende eine geballte Ladung der fiesen Kreaturen. Die insgesamt 6 Welten sind in 24 Abschnitte unterteilt, die alle nach demselben Muster aufgebaut sind. Am Ende jeder Welt kommt natürlich ein Big Boss, den wir ebenso eliminieren wie seine vielen kleinen Gegner zuvor, auch wenn es bei ihm etwas länger dauert. Das unbestritten interessanteste an diesem Spiel ist wohl die Vielzahl an unterschiedlichen fantastischen Kreaturen, die alle ihr eigene Art haben zu kämpfen, egal ob Gut oder Böse.

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