Gutes Ende?

Geschafft: Kurz vor Weihnachten hat Entwicklerteam Deck Nine Games die dritte und letzte Episode von Life is Strange: Before the Storm veröffentlicht. Konnten die ersten beiden Episoden gut unterhalten, merkt man in „Hell is Empty“, dass ein Prequel zu Life is Strange vielleicht nicht die beste Idee von Publisher Square Enix war.
Kaum Entscheidungen
Ein großes Problem an der finalen Episode sind die wenigen und kaum erwähnenswerten Entscheidungsmomente. Den ganzen Ablauf des Finales kann man lediglich in Details verändern. Zum Teil, weil Chloes Ausgangssituation zu Beginn von Life is Strange eben feststeht und man sich nicht mit Figuren versöhnen kann, mit denen man später im Clinch liegen muss. Aber selbst im Rahmen eines Prequels wäre mehr drin gewesen. Auch in Sachen Gameplay wirkt BtS arg farblos: Die simplen Puzzles wirken beinah sinnlos und die unterhaltsamen (wenn auch manchmal undurchsichtige) Widerworte kommen diesmal kaum zum Einsatz. Lob gibt es für die gelungene Handlung, die mit unglaublich liebenswerten Figuren auftrumpft. Erfreulich: In Episode 3 sind alle Haupt- und Nebenfiguren noch einmal zu sehen. Doch ausgerechnet gegen Ende vergisst Before the Storm dann aber seine größte Stärke: Plötzlich hat es das Spiel überraschend eilig. Einige Seitenhandlungen werden viel zu schnell abgehakt und selbst die Hauptstory wirkt überhastet. Und weil sich das Prequel ausschließlich auf die ersten Tage von Chloes Beziehung zu Rachel Amber konzentriert, lässt es viele Fragen offen. Zwar wird nur noch eine Bonus-Episode über Chloe und Max Caulfield in jungen Tagen folgen, aber die spielt nochmal lange vor dem Rest von Before the Storm. So bleibt ein Prequel, das den Geist des Originals zwar wunderbar einfängt und sogar um neue Facetten bereichert - dabei aber trotzdem hinter seinem Potenzial zurückbleibt.
Technik
Life is Strange: Before the Storm setzt erneut auf die Unreal Engine 4. Mimik und Gestik der Figuren wirken glaubhaft und hinterlassen einen sauberen Eindruck. Auch die schicken Lichteffekte und Animationen können überzeugen. Lediglich die Qualität der Texturen trübt den positiven Gesamteindruck. Im akustischen Bereich waren wir vor allem vom sehr stimmigen Indie-Soundtrack (Mix aus Rock und Pop) und den guten Sprechern begeistert. Das Spiel enthält nur eine englische Sprachausgabe mit deutschen Untertiteln.

1 Kommentar

word cookies answersaz (Website) um 15.01.2018 - 07:44

this is great game i have ever play. GOood

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