Niveau wird gehalten

Knapp sieben Wochen hat sich Entwicklerteam Deck Nine für die zweite Episode von Life is Strange: Before the Storm Zeit gelassen. Ob sich die lange Wartezeit gelohnt hat?
Es wird intensiver
„Brave New World“ knüpft nahtlos an die Geschehnisse aus der ersten Episode an: Die Beziehung zwischen Chloe und Rachel nimmt weiter an Fahrt auf und wird dabei immer emotionaler - sofern man das möchte. Natürlich kann man wieder zahlreiche Entscheidungen treffen, die sich auf die Personen im Spiel auswirken. So werden in der zweiten Episode auch bereits deutliche Auswirkungen der Taten des ersten Kapitels deutlich. Nahezu in jeder entscheidenden Szene holen einen vergangene Entscheidungen wieder ein. Oftmals nicht in der Form, wie man es sich vielleicht erhofft hat. Im Verlauf der zweiten Episode gibt es, ähnlich wie bei vielen Telltale Games Titeln, eine wirklich „heftige“ Entscheidung. Wir mussten tatsächlich ein paar Minuten darüber nachdenken, welches „Übel“ das kleinere ist. Mehr wollen wir an dieser Stelle nicht verraten. An der eigentlichen Handlung hat sich nichts geändert: Es geht um das Leben zweier Teenager, jeder mit seinen eigenen Problemen und die Beziehung zwischen einander. Das ist im Vergleich zum Vorgänger jedoch deutlich besser geschrieben und wirkt wesentlich natürlicher.
Episode 2 nimmt knapp vier Stunden Spielzeit in Anspruch.
Technik
Life is Strange: Before the Storm setzt erneut auf die Unreal Engine 4. Mimik und Gestik der Figuren wirken glaubhaft und hinterlassen einen sauberen Eindruck. Auch die schicken Lichteffekte und Animationen können überzeugen. Lediglich die Qualität der Texturen trübt den positiven Gesamteindruck. Im akustischen Bereich waren wir vor allem vom sehr stimmigen Indie-Soundtrack (Mix aus Rock und Pop) und den guten Sprechern begeistert. Das Spiel enthält nur eine englische Sprachausgabe mit deutschen Untertiteln. Wo bleibt die Wertung?
Künftig erhalten Episoden-Spiele erst mit dem Erscheinen der letzten Episode eine finale Wertung (inkl. Pro und Contra) von uns. Ein Fazit pro Episode gibt es aber nach wie vor.

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