Das große Ende

Seien wir doch einmal ehrlich: The Witcher 3 war verdammt gut und es gab wenig zu meckern. Schon bald, etwas über ein Jahr nach Erscheinen des Grundspiels, serviert man uns nach einer Reihe Gratis-DLCs, den Abschluss der Geschichte. Wir haben uns mit den Jungs von CD Project Red unterhalten und durften ins Spiel reinschnuppern.
Es war einmal…
…in einem fernen Land. Ziemlich genau so fühlt sich der Abschluss der Witcher-Reihe an. Euer Abenteuer beginnt mit dem Kampf gegen Banditen und einem Ritterduo, das, witcheruntypisch, doch sehr gestochen und fernab vom uns so lieben Dreck und Siff spricht. Klar, die beiden kommen aus Toussaint, der Weinregion im Witcheruniversum und dort drüben ist ja grundsätzlich alles in Ordnung. Vereinzelt Monster gibt es natürlich auch da, Verrat, Lug und Trug, all die Dinge, die uns den höfischen Alltag versüßen, natürlich, aber der Krieg? Der lässt schön brav die Finger von Toussaint. Wo sonst sollen wir unseren Wein herbekommen? Mit anderen Worten: da drüben, dort, wo wir nun hinberufen werden, ist alles in Ordnung.
…hinter den sieben Bergen…
…auch optisch ist auf der anderen Seite alles besser, bunter, größer und schöner. Die neue Karte selbst soll riesig werden und ist natürlich ein eigenständiges Gebiet. Questmäßig, haben wir uns sagen lassen, wird ebenfalls aufgetrumpft. Letztes Jahr wurden die Möglichkeiten ausgelotet und die Quests waren simpler, jetzt, da man mit der neuen Engine vertraut ist, kann das Thema Questdesign ruhig etwas weiter ausreizen. Sowieso wurde bei unserem Gespräch mit Philipp Weber, einem der Questdesigner, recht offen über allerlei Einflüsse geredet. Von der Spielzeit her steuert man übrigens 20-30 Stunden an, gut doppelt so groß wie Hearts of Stone soll der Spaß diesmal werden und ganz nebenher wurden unzählige Eastereggs und kleine Spielereien im Spiel versteckt, die euch zum schmunzeln und staunen bringen sollen.

…Euer Wunsch ist mir Befehl
Worauf man viel Wert gelegt hat war, so sagte man, die Community. Ihr kennt das ja vermutlich. Ich mag das nicht, das ist nicht schön, das ist doof und das sollte man auch anders machen. Was
bei Blizzard zu absurdem Balancing führt, hat sich bei CD Project Red, zumindest in unserer kurzen Schnupperphase, eigentlich recht gut angefühlt. Es sind vor allem Kleinigkeiten. Das Interface wurde leicht verändert, das Itemmenü wurde angepasst und etwas geradliniger gestaltet, ihr bekommt zu Beginn des DLCs ein Anwesen geschenkt, das ihr upgraden könnt, in dem ihr schlafen und Besuch bekommen könnt und in dem ihr eure Ausrüstung aufstellen und begutachten könnt. Eure Rüstungen werden farblich anpassbar, es gibt neue Mutagene, neue Pflanzen, neue Details und die Geschichte um Geralt findet jetzt endlich ein „richtiges“ Ende.

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