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Vielleicht habt ihr schon unser Testvideo gesehen und bevor es demnächst auch bei Plug+Play darum geht, könnt ihr hier den schriftlichen Test lesen! Es geht um State of Decay 2, entwickelt von Undead Labs, gepublished von Microsoft Studios. Was Fans des Sandbox-Survival-Zombie-Shooters nach fünf Jahren seit dem ersten Teil erwarten können, haben wir uns natürlich für euch angeschaut!
It's not easy being dead
Eigentlich haben Tote nicht viel zu tun, außer eben tot zu bleiben. Aber gerade das haben sie in der postapokalyptischen Szenerie von State of Decay 2 nicht vor. Wie bereits im Vorgänger erheben sich die kürzlich Verstorbenen aus ihren Gräbern und setzen uns und alles, was einen Puls hat, auf ihre Speisekarte. Unser Figurenpaar, das wir zu Spielbeginn auswählen, will eigentlich den ganzen Kampf gegen Wiederauferstandene hinter sich lassen und sich in die schützende Obhut des Militärs begeben. Schließlich soll es doch Lager geben. Schutzzonen. Der Wiederaufbau der Zivilisation! Die Realität sieht allerdings ernüchternd aus. Als man das vermeintlich zombiefreie Utopia erreicht, schwärmen dort bereits verfaulende Feinde zwischen Zeltreihen hindurch. Das Militär ist längst abgezogen. Zu allem Überfluss gibt es auch noch eine neue Gefahr: Blutseuche, eine spezielle Krankheit, die von blutuberströmten Zombies übertragen wird und in kürzester Zeit zum Tod führen kann.
Es kommt, wie es kommen muss und unser Partner oder unsere Partnerin infiziert sich mit der unheilvollen Seuche. Gemeinsam mit den letzten beiden Überlebenden des ansonsten verlorenen Militärlagers brechen wir in eine wilde, feindliche und tödliche neue Welt auf. Nur wir. Ein halber Tank Sprit. Und tausende wankende Gestalten.
Die Last der Führerrolle
Alleine und in der freien Zombiewildbahn überlebt man nicht lange. Also beweisen wir uns als kluge Postapokalyptiker und haben einen Plan: Wir finden eine geeignete Basis, sammeln so viel Proviant, wie wir können und knüpfen Kontakte zu anderen Überlebendenenklaven. Das ist leichter gesagt als getan, denn egal welches unserer stets wechselbaren Gruppenmitglieder wir gerade spielen, wir müssen ein strenges Regime führen.
Eine Basis ist zum Beispiel nicht gleich eine Basis. Wir sorgen für ausreichend Schlafplätze, errichten eine Krankenstation und stellen alle möglichen anderen Annehmlichkeiten bereit, damit unsere Gruppenmoral stark bleibt. Dafür dürfen uns auch unsere Vorräte nicht ausgehen. State of Decay 2 unterscheidet hierbei zwischen zwei Arten von plünderbaren Objekten: Auf der einen Seite haben wir lose Items, die von unseren Charakteren in jeder Lage eingesetzt werden können. Waffen, Snacktüten, Feuerwerk (zur Zombieablenkung), im Grunde kann es jeder erdenkliche Gegenstand sein. Auf der anderen Seite brauchen wir Rohstoffpakete. Diese stellen die Deckung des alltäglichen Bedarfs dar, der für das Leben in unserer Kolonie so anfällt. Menschen brauchen Essen, man wehrt Zombies mit Munition ab und Wunden werden mit Medikamenten versorgt. Fünf Kategorien gibt es und jede will allzeit gut gefüllt sein. Um das stete Plündern der umgebenden Landstriche etwas aufzulockern, erledigen wir für andere Enklaven Missionen oder treiben Handel, kümmern uns um die ganz persönlichen Stories unserer Gruppenmitglieder und kundschaften neue potenzielle Basen aus. Egal was wir gerade tun, mit jeder guten Tat generieren wir Einfluss. Der stellt unsere Bekanntheit und Beliebtheit bei anderen Menschen in der Gegend dar und ersetzt die Währung. Wir wollen einen Gegenstand von einer anderen Gruppe haben? Dann geben wir Einfluss aus! Der Umzug in eine neue Heimatbasis steht an oder die Sicherung eines Außenpostens? Auch das kostet Einfluss! Spezielle Aktionen, die uns durch Basisgebäude ermöglicht werden? Einfluss muss her.
Dabei versucht State of Decay 2 fast immer, einen ernsten Ton anzuschlagen. Riesige Horden der untoten Brut, wie man sie aus Left 4 Dead beispielsweise kennt und durch die wir uns reihenweise durchschlachten, gibt es hier nicht. Und wirklich sicher ist man eigentlich auch nirgendwo. So plündern, schlachten und feilschen wir uns unseren Weg durch die Reste der amerikanischen Zivilisation. Klingt ganz cool? Naja.

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