Das renommierte Wirtschaftsmagazin Bloomberg hat einen neuen Bericht veröffentlicht, in dem es heißt, dass Sony durchaus ernsthaftere Probleme bei der Preisfindung für die kommende PlayStation 5 habe. Grund dafür seien, dass diverse Komponenten, die in der PS5 zum Einsatz kommen sollen, derzeit knapp sind - und das soll zu höheren Produktionskosten als zunächst erwartet führen.
Laut Boomberg finalisiere Sony den anvisierten Verkaufspreis für eine solche Neueinführung im Regelfall im Februar, doch diese Preisfindung gestalte sich dieses Mal sehr schwer. Vor allen Dingen der Einsatz von NAND Flash Memory und DRAM-Komponenten spielen dabei eine Rolle. Die Verwendung von NVME SSD-Speicher in jeder PS5 treibe Sony in einen Konkurrenzkampf mit Smartphone-Herstellern, die größtenteils ebenfalls auf diese Speicherkomponenten für ihre Handys zurückgreifen.
Auch diese für Sony neue Konkurrenz im Zulieferersegment beginnt derzeit verstärkt, NAND-Komponenten für die nächste Smartphone-Generation zu ordern, die später im Jahr 2020 veröffentlicht werden soll. Die Ressourcen seien jedoch begrenzt und das führe schlussendlich dazu, dass aufgrund der Nachfrage die Preise derzeit unerwartet deutlich in die Höhe gehen.
Für eine weitere Kostensteigerung sollen derzeit zudem auch die Komponenten zur Kühlung der PS5 sorgen. Diese sollen laut Bloomberg mit "einigen Dollar" pro Konsole zu Buche schlagen, kosteten in der Vergangenheit den Hersteller aber eigentlich immer unter einen Dollar.
Während die Massenproduktion einer neuen Konsole regulär im Frühjahr richtig anläuft, bevor diese im Herbst richtig durchstartet, soll Sony daher aktuell eher noch abwarten und die Situation beobachten. Schließlich will das Unternehmen laut einigen Quellen mit dem Verkauf jeder PS5 nicht unbedingt erst einmal einen Verlust einfahren. Gleichzeitig muss die PS5 in Anbetracht der Konkurrenz um die Xbox Series X auch ein gewisses Preissegment einhalten, um konkurrenzfähig zu bleiben - und die Preisgestaltung Microsofts soll dementsprechend für den Startpreis der PS5 eine entscheidende Rolle spielen.
Zum Vergleich: Beim Start der PS4 zum Preis von 400 Dollar soll Sony seiner Zeit ebenfalls nur 19 Dollar gewinn pro verkaufter Konsole gemacht haben. Gegenwärtig gestaltet sich aber selbst das in Bezug auf die PS5 in Anbetracht der Preissituation wohl als schwierig. Auch deshalb wurde auch noch keine Entscheidung getroffen, welche Stückzahlen der PS5 zum Marktstart aufgelegt werden.

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