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Ohne Apps geht heute fast nichts mehr. Jeder verlässt sich auf seine eigene kleine (oder größere) Sammlung von hilfreichen oder spaßigen Programmen, die er stets mit sich in der Hosentasche herumträgt. Egal, ob es sich um Navigationssoftware, eine Übersetzungsapp oder um das Lieblingsspiel handelt: Alles zusammen gehört der persönlichen digitalen Ausrüstung an, die der Handy-Nutzer Tag und Nacht griffbereit hat. Die Spiele nehmen dabei oftmals besonders viel Platz ein, weil sich in diesem Bereich immer wieder neue Vergnügungsmöglichkeiten auftun. Einige von ihnen sind viel weiterverbreitet als andere und das hat seinen Grund.
Pokémon Go brachte erfolgreich die AR ins Spiel Pokémon Go gehört eindeutig zu den beliebtesten Games der Geschichte. Bis zum Ende des Jahres 2018 hatte der Spieleproduzent Niantic über eine Milliarde Downloads zu verzeichnen! Virtuelle Fabelwesen treten hier auf dem Display im Kampf gegeneinander an, doch dies ist sicher nicht das spezielle Alleinstellungsmerkmal, das die Menschen so verrückt auf dieses Spiel macht. Eher sind die User fasziniert von dem Einsatz der Augmented Reality, die dazu dient, die Wirklichkeit mit der virtuellen Welt zu mischen. Mittels GPS findet eine Echtzeit-Lokalisierung des Nutzers statt, der dann an bestimmten realen Orten seine digitalen Pokémon-Monster einfangen und für sich nutzen kann. Für die AR-Darstellung ist ein Handy mit Gyroskop vonnöten. Das Free-to-Play-Spiel mit In-App-Käufen löste eine Revolution auf dem Spielemarkt aus und griff zeitweise sichtbar stark in unser Gesellschaftsleben ein. Auf dem Höhepunkt des Booms waren sie schier überall, die auf das Display starrenden Pokémon-Jäger, die das virtuelle Leben teilweise ernster nahmen als das reale.
Poker und andere Gesellschaftsspiele verlagern sich ins Netz Tischspiele waren in früheren Zeiten weit verbreitet, bevor uns die digitale Welle erfasste. Der kommunikative Spaß hat sich nun weitgehend auf entsprechende Online-Spiele verlagert, obwohl es noch immer einige Menschen gibt, die lieber ohne Display Schach, Monopoly oder Skat spielen. Poker bildet keine Ausnahme, das Kartenspiel hält auch einen hohen Beliebtheitsrang unter Smartphone-Nutzern inne. Zum Spielen muss der Nutzer sich lediglich eine App installieren, kurz die Regeln und Reihenfolge der Pokerblätter lernen – und schon kann das fesselnde Abenteuer beginnen. Nicht nur die bequeme Verfügbarkeit bewirkt, dass Online-Poker vor dem realen Poker allmählich die Nase vorn hat, sondern auch der Fakt, dass online rund um die Uhr Gegner aus aller Welt zur Verfügung stehen. Wer mit seinen Kumpels hingegen am eigenen Couchtisch spielen möchte, muss erst einen Termin vereinbaren und dann wahrscheinlich ein paar Tage warten, bis es endlich so weit ist. Doch im digitalen Zeitalter sind wir es allmählich gewöhnt, dass der Spaß möglichst schnell losgeht – diesem neuen Anspruch kommt das Online-Pokern entgegen.
PUBG bringt den eSport bis in die Hosentasche Der Mehrspieler-Shooter PlayerUnknown`s Battlegrounds, abgekürzt PUBG, hat sich ebenfalls einen Platz in der Gaming-Historie verdient. Es handelt sich um ein relativ neues Game, dessen Early-Access-Phase im Dezember 2017 endete. Direkt darauf erfolgte die Veröffentlichung der Version 1.0 für den PC und am 19. März 2018 kam die lang erwartete Version PUBG Mobile auf den Markt. Der Entwickler PUBG Corporation erhielt für sein Werk zahlreiche Preisnominierungen und räumte einige der Awards auch tatsächlich ab. Die neuste Nominierung aus dem Jahr 2020 flatterte von den Pocket Gamer Mobile Games Awards ins Haus, das Spiel hatte die Chance, zum Best Mobile eSport gekürt zu werden. PUBG schlägt voll in die derzeit hochaktuelle eSport-Kerbe und lässt den digitalen Wettbewerb unter Ego-Shooter-Fans regelrecht heiß laufen. Schon auf der Kölner Gamescon 2017 fand ein PUBG-Turnier statt, das mit einem Preisgeld von 350.000 Dollar ausgeschrieben war. Der Live-Streaming-Dienst PandaTV verzeichnete zu diesem Anlass etwa 5,6 Millionen Zuschauer. Den eSport jetzt auch im Hosentaschenformat mit sich herumzutragen, ist eine verlockende Möglichkeit, die Millionen Fans weltweit bereits nutzen. Quelle: https://www.flickr.com/photos/snakedrone/46163251734
Fruit Ninja bringt digitale Kämpfer auf Trab Fruit Ninja hingegen war zunächst ein Smartphone-Spezialist, auf Konsole oder PC kam es erst später an. Das Geschicklichkeitsspiel tauchte zum ersten Mal im Frühjahr 2010 auf dem Markt auf und war zunächst nur für iOS-User zugänglich. Andere Betriebssysteme folgten zeitnah, denn der weitgestreute Erfolg war absehbar. Das Game dreht sich um saftige Früchte, die der Spieler virtuell in die Luft wirft, um sie dann per geschickter Touchscreen-Nutzung zu zerschneiden. Es existieren verschiedene Spielmodi, dazu gehört ein Mehrspielermodus, um die Action mit Freunden zu teilen. Auf der E3 im Jahr 2011 wurde Fruit Ninja für Kinect vorgestellt, in diesem Fall erfolgte die Bewegungssteuerung über den Sensor der Xbox. Damit avancierte das muntere Früchtespiel zum ersten Xbox Live Arcade Game überhaupt, das mit dem Motion-Sensing-Kinect-Controller interagierte. Schnelles reagieren und eine hervorragende Koordination sind sowohl bei der mobilen als auch bei der konsolengesteuerten Variante von entscheidender Bedeutung, wenn es darum geht, die Highscore-Listen zu stürmen. Und genau das macht diesen beliebten Spiele-Kracher aus, der vielleicht nicht allzu komplex gestaltet, aber trotzdem enorm kurzweilig ist.
Auch Super Mario ist nun mobil Zum Abschluss möchten wir noch kurz Super Mario Run erwähnen, das zu den ersten mobilen Games der Firma Nintendo gehört. Für iOS kam es Ende 2016 heraus, der Sprung auf Android-Handys gelang Ende März 2017. Damit war die Kultfigur Mario nun auch endlich auf dem Smartphone angekommen – und fühlt sich dort offenkundig pudelwohl. Willkommen in der Neuzeit, alter Freund!

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