Microsoft hat die Direct3D12-Stufe DirectX 12 Ultimate angekündigt, die Spielern künftig signalisieren soll, wenn ihre Hardware sämtliche Funktionen der Low-Level-API beherrscht. Dazu führt Microsoft einen Aufkleber ein, den alle Desktop-PCs, Notebooks und Grafikkarten mit Unterstützung für DirectX 12 Ultimate erhalten – und natürlich die kommende Xbox Series X.
Mit dabei sind Funktionen, die Microsoft Ende 2019 für DirectX 12 eingeführt hat. DirectX Raytracing (DXR) in Version 1.1 gibt Entwicklern mehr Kontrolle über die Erstellung der virtuellen Strahlen und kann mit AMDs Radeon-Grafikchips umgehen. Mesh Shader vereinfacht die Render-Pipeline und ersetzen unter anderem die getrennten Vertex-, Domain- und Geometrie-Shader. Insbesondere bei der Geometrie sollen Mesh Shader mehr Flexibilität bieten.
DirectX 12 Ultimate läuft als höchste Direct3D12-Stufe auf Windows-10-PCs und der Xbox Series X. Die neue Konsolengeneration soll die Nutzung der Grafikfunktionen zügig vorantreiben. Dank Fallback-Modi laufen entsprechende Spiele aber auch auf Hardware, die DirectX 12 Ultimate nicht vollumfänglich unterstützen. Je nachdem, wie streng Microsoft bei den Feature-Levels der einzelnen Funktionen ist, könnten Nvidias GeForce-RTX-Grafikkartenden Aufkleber für DirectX 12 Ultimate bekommen. Bei AMD dürfte das mit den kommenden RDNA-2-Modellen der Fall sein.

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