Anthem war für EA sicher ein großer Hoffnungsträger als langfristiger Service-Titel.
Doch die anhaltende Kritik und die niedrigen Verkaufszahlen haben den Publisher laut eigenen Angaben nun offiziell zum Umdenken bewogen. Der CEO Andrew Wilson bekräftigt zwar, dass der Titel weiterhin unterstützt werden soll, doch Fehler sieht man eher an der Strategie, wie das Spiel an den Kunden gebracht wurde. Das Publishing von Videospielen habe sich in den vergangenen Jahren verändert. Open-World- und vor allem Service-Spiele hätten es über die üblichen Vertriebswege und -strategien schwieriger.
"Vor dieser Herausforderung steht nicht nur EA, sondern die gesamte Industrie. BioWare-Spiele waren früher 40- bis 80-Stündige Offline-Erfahrungen. Mittlerweile hast du diese 40- bis 80-stündige Offline-Erfahrung und darüber hinaus noch 100, 200 oder 300 Stunden Endgame online mit anderen Spielern." Darüber hinaus sei es notwendig, den Spielern über ein rundum erneuertes Marketing das Konzept solcher Spieler akkurat zu erläutern.
Zwar blieben die Verkaufszahlen hinter EAs Erwartungen zurück, für das Unternehmen wurde dennoch ein neuer Rekord gebrochen, denn auf Konsolen machten die digitalen Verkäufe 49 Prozent aus. So war Anthem EAs erfolgreichstes, digital verkauftes Spiel bisher.

Kommentar schreiben