Time to say goodbye!

Die WWE-Spieleserie hat schon etliche Jahre auf dem Buckel. Vor einigen Jahren gab es das jährliche Update von THQ - mittlerweile hat 2K Games das Ruder übernommen. Auch der heurige WWE-Ableger ist technisch veraltet und versucht mit „hippen“ Features (Lootboxen…) zu überzeugen. Warum WWE 2K18 trotz zahlreicher Schwächen Spaß macht, könnt ihr in unserem ausführlichen Review nachlesen.
Das gewohnte Gameplay
Das Wrestling-Grundgerüst bleibt -natürlich- auch dieses Jahr unangetastet: Wahlweise als Frau oder Mann prügelt man sich durch den Ring, schwächt den Gegner bis zum Limit und wartet dann auf den „3-Count“ des Richters. Natürlich sind auch die beliebten Abwandlungen wie zum Beispiel Stahlkäfig, Battle Royales mit bis zu acht Wrestlern gleichzeitig im Ring oder „Extreme Rules“, die sogar den Einsatz von Waffen erlauben mit von der Partie. Die legendären Backstage-Kämpfe in der Tiefgarage oder Umkleidekabine sind auch am Start. Bisschen mehr Simulation
In den letzten Jahren hat das japanische Entwicklerteam Yuke's die Steuerung immer mehr Richtung Simulation verfeinert. Dieses Jahr kann man beispielsweise den Gegner aus dem Lock heraus auf die Schultern laden und durch den Ring tragen. Doch ändert das nichts daran, dass das Spiel mittlerweile sehr überfrachtet wirkt. All die kleinen Minispiele, etwa beim Aufgabegriff (man muss zwei rotierende Balken überlagern) oder das Chain-Wrestling (Kräftemessen nach dem Schere-Stein-Papier-Prinzip) sind zwar nette Ideen, doch letztlich fragt man sich, ob das wirklich nötig und tatsächlich sinnvoll ist. Manchmal vermisse ich die gute alte Arcade-Wrestling-Zeit. Ein weiterer, diskussionswürdiger Punkt ist das Kontersystem: Will man einen Angriff abwehren, muss man innerhalb von Sekundenbruchteilen im genau richtigen Moment die Kontertaste drücken. Das funktioniert in zirka zwei von zehn Fällen - Frust pur! Mein eigener Wrestler
Das Highlight von WWE 2K18 ist der überarbeitete Karrieremodus, in dem man einen selbstgebastelten Newcomer von der Entwicklungsliga NXT bis zum Wrestlemania-Main-Event führt. Natürlich hat Yuke's damit nicht das Rad neu erfunden, immerhin gibt es schon länger den Story-Modus in den WWE-Teilen, doch unterhaltsam ist dieser Modi trotzdem. Neu sind die „Rollenspielelemente“. Backstage kann man andere Wrestler ansprechen, um Statuswerte innerhalb der Wrestling-Liga zu verbessern. Im Prinzip holt man sich immer wieder Siegbedingungen für das nächste Match ab - zum Beispiel „Gewinne den nächsten Kampf mit einer Submission“. Weniger schön: Das Spiel besitzt keine Sprachausgabe. Das Programm zeigt lediglich die Personen, die in Endlosschleife Mundbewegungen machen, solange man den zugehörigen Textkasten nicht wegdrückt. Viel „billiger“ hätte man das nicht lösen können.

1 Kommentar

Marco um 24.10.2017 - 19:30

Bis zu dem oben genannten punkt ist die karriere ganz in ordnung aber im royal rumble spielt man von anfang an und muss 29 leute überleben. sobald man aber eine rote lebensanzeige hat, fliegt man ohne sich wehren zu können raus. sprich unmachbar. außer man suchtet das spiel so extrem das man perfekt alles blocken kann und das ises mir nicht wert. ergo fliegt das spiel in ne ecke und wird nich mehr angefasst. wwe2k17 wesentlich besser was das angeht.

Kommentar schreiben