Technik & Preis

Verarbeitung und Technik
Die Verarbeitungsqualität der Festplatte ist gut. Auch nach mehrmaliger Begutachtung konnten wir an unserem Testmuster keine Mängel feststellen. Die Garantie für die neue SSD-Serie beträgt drei Jahre. Unser Testmuster nutzt als Schnittstelle SATA 6Gb/s.
In der neuen TR200-Serie verbaut Toshiba den TC58NC1010 Controller und erstmalig den BiCS3-3D-NAND. Dabei handelt es sich um 3D-TLC-NAND mit drei Bit pro Speicherzelle und einer 64-Layer-Architektur. Durch den Speicher verspricht Toshiba niedrigere Kosten und eine höhere Energieeffizienz. Um die Herstellungskosten weiter zu senken, hat der Hersteller auf DRAM als Zwischenspeicher verzichtet. Das bedeutet aber auch, dass es Abstriche bei der Leistung gibt. Immerhin: Zur Steigerung der Schreibleistung kommt Pseudo-SLC-Cache zum Einsatz. Die elektrische Leistungsaufnahme beziffert Toshiba auf moderate 0,4 Watt in Ruhe und 1,6 Watt bei Zugriffen. Der unbekannte Controller beherrscht DevSleep für eine niedrige Leistungsaufnahme im Leerlauf (weniger als 10 mWatt). Als Lebensdauer gibt der Hersteller eine MTBF von 1.5 Millionen Stunden bzw. einen TBW-Wert von 120 an.
SSD Utility
Zusätzlich zu Firmware-Updates, manuellem TRIM, SMART-Werten und Secure Erase ermöglicht die Software zum Beispiel eine individuelle Vergrößerung der Spare Area und zeigt Informationen zu SSD-Zustand, Schnittstelle und Systemkomponenten an. Laut Toshiba soll die hauseigene Software regelmäßig mit Updates und Verbesserungen versorgt werden. OCZ DNA und strategische Ausrichtung
Bei der TR200 verzichtet Toshiba nicht komplett auf OCZ - man findet das Logo nämlich auf der SSD. Darüber hinaus hat uns Toshiba über seine strategische Ausrichtung gebrieft:
Toshiba konsolidiert alle Einzelhandelsangebote unter eine einheitliche Produktlinie und Markenstrategie. Die TR200 ist daher nicht nur Nachfolgemodell der OCZ TL100 und die TR150 Serie, sondern wird auch die Toshiba A100 und Q300 ablösen.
Unter technologischen Gesichtspunkten glaubt Toshiba an die Zukunft von NVMe und arbeitet daher an einem entsprechenden Einstiegsmodell, um die NVMe-Adoption im Markt voranzutreiben. Eine SATA-Enthusiasten-SSD mit sequentiellen Leistungswerten um die 550 MB/s hat nicht unbedingt einen Mehrwert für Endkunden, wenn ein NVMe-Einstiegsmodell schon über 1.000 MB/s liefert. Toshiba wird den Fokus auf ein kostengünstiges NVMe-Produkt legen, so dass neben der TR200 kein weiteres Endkunden-SATA-Produkt von Toshiba mehr in der Pipeline steht.

Preise und Verfügbarkeit
Die Toshiba TR200 gibt es ab sofort in den Größen 240 GB (85,90 Euro; Stand: 10.10.2017), 480 GB (149,90 Euro; Stand: 10.10.2017) und 960 GB (274,90 Euro; Stand: 10.10.2017).

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